Im vergangenen Frühjahr angekündigt, ist es ab sofort soweit: das Toyota Yaris Cross Facelift nun bestellbar.
Preislich startet das überarbeitete Crossover-Modell bei 27.640 Euro, die ersten Fahrzeuge rollen im September dieses Jahres zu den Kunden.
Mehr Präsenz ohne Steroide
Schon die Front verrät, dass Toyota Hand angelegt hat. Der neue Kühlergrill mit seinem lackierten Wabenmuster wirkt deutlich hochwertiger und fügt sich harmonischer in die Frontpartie ein. Gemeinsam mit den neu gestalteten LED-Scheinwerfern schaut der Yaris Cross nun selbstbewusster in den Rückspiegel des Vordermanns, ohne dabei die Aura eines schlecht gelaunten Bodyguards zu versprühen.


Schwarze Beplankungen, kräftig ausgestellte Radkästen und neue 17- beziehungsweise 18-Zoll-Leichtmetallfelgen verleihen dem kompakten SUV die nötige Portion Abenteuerlust. Schließlich möchte man auch auf dem Parkplatz vor dem Baumarkt aussehen, als könne jederzeit eine Expedition in die Seenlandschaft beginnen.
Mit Celestite Grey und Precious Bronze ergänzen zwei neue Lackierungen das Farbprogramm. Besonders Bronze mit schwarzem Dach verleiht dem kleinen Japaner eine erstaunlich elegante Note.
Aufgewerteter Innenraum im Toyota Yaris Cross Facelift
Auch innen zeigt sich, dass Toyota die Wünsche seiner Kunden ernst nimmt. Platinfarbene Dekorelemente sorgen für einen hochwertigeren Eindruck, während bereits die beliebte Ausstattungslinie Teamplayer nun serienmäßig jene sportlicher geformten Sitze erhält, die bislang höheren Varianten vorbehalten waren.

Die dreifarbigen Kontrastnähte und die harmonische Gestaltung lassen den Innenraum erwachsener wirken als es die kompakten Außenmaße vermuten lassen. Der Yaris Cross bleibt zwar kein rollendes Luxusloft, doch alles wirkt solide, logisch und angenehm unaufgeregt.
Weiterhin voll mit Hybrid
Unter der Haube setzt Toyota weiterhin konsequent auf seinen Vollhybridantrieb. Das Einstiegsmodell Pure fährt mit 116 PS Systemleistung vor und richtet sich vor allem an preisbewusste Käufer.
Ab der Ausstattung Active arbeitet der kräftigere Hybrid mit 130 PS, der den Yaris Cross im Alltag deutlich souveräner auftreten lässt. Besonders auf Landstraßen oder beim Überholen macht sich das zusätzliche Drehmoment positiv bemerkbar.
Wer häufiger auf nasser Fahrbahn oder verschneiten Straßen unterwegs ist, kann den Teamplayer oder Lounge zusätzlich mit dem intelligenten AWD-i-Allradantrieb bestellen. Der schaltet bei Bedarf eine elektrische Hinterachse zu und sorgt so für zusätzliche Traktion, ohne den Verbrauch unnötig in die Höhe zu treiben.
Schon die Basis kann mehr als viele Konkurrenten
Toyota gehört seit Jahren zu den Herstellern, bei denen selbst das Einstiegsmodell kaum nach Verzicht aussieht. Bereits der Pure bringt Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, ein 9-Zoll-Multimediasystem, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto sowie zahlreiche Assistenzsysteme serienmäßig mit.
Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, adaptiver Tempomat oder Fernlichtassistent gehören längst selbstverständlich dazu. Anders gesagt: Der Yaris Cross passt nicht nur auf sich selbst auf, sondern oft auch auf seinen Fahrer.
Toyota Yaris Cross Teamplayer bleibt auch beim Facelift die goldene Mitte
Die wohl interessanteste Variante dürfte erneut der Teamplayer bleiben. Für viele Käufer bietet er nun ab 30.590 Euro genau jene Mischung aus Komfort und Preis, die im Alltag überzeugt. Als Allradvariante sind 3.100 Euro mehr fällig.
Kabelloses Smartphone-Laden, Ambientebeleuchtung, Smart-Key-System, größere Leichtmetallräder, Einparksensoren, Dachreling und das moderne Toyota Connect mit 10,5-Zoll-Bildschirm machen ihn zum eigentlichen Herzstück der Baureihe.
Hinzu kommen Online-Dienste wie Cloud-Navigation, Sprachassistent und zahlreiche Fernfunktionen über die MyToyota-App. Das Smartphone wird damit fast zum Autoschlüssel mit Zusatzqualifikation.
Komfort oder Dynamik, oder Lounge oder GR SPORT
Wer Komfort liebt, landet vermutlich beim Lounge, der ab 36.900 Euro startet; für die AWD-Variante steht ein Aufpreis von 3.000 Euro an. Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbares Lenkrad, elektrische Heckklappe, digitales Cockpit sowie nachhaltig produziertes SakuraTouch-Kunstleder schaffen fast Oberklasse-Atmosphäre im Kleinwagenformat.
Ganz anders präsentiert sich der GR SPORT für mindestens 37.400 Euro. Spezielles Fahrwerk, sportlich abgestimmte Lenkung, eigenständige Stoßfänger, exklusive Sportsitze und zahlreiche GR-Details verleihen dem Yaris Cross eine Portion Dynamik, ohne seine Alltagstauglichkeit zu opfern. Er trägt sozusagen das Sporttrikot, hat aber trotzdem den Wohnungsschlüssel und den Einkaufszettel dabei.
Leasing und Langzeitgarantie nehmen den Druck heraus
Auch finanziell bleibt Toyota bodenständig. Privatkunden können den Yaris Cross Pure bereits ab 219 Euro monatlich leasen, Gewerbekunden steigen über Kinto ab 227 Euro netto ein. Wer möchte, ergänzt ein Wartungspaket für überschaubare Mehrkosten.

Ein echtes Pfund bleibt außerdem Toyota Relax. Nach Ablauf der dreijährigen Herstellergarantie verlängert sich der Schutz mit jeder Inspektion beim Vertragspartner bis zu einem Fahrzeugalter von 15 Jahren beziehungsweise 250.000 Kilometern. Das schafft Vertrauen und dürfte so manchen Gebrauchtwagenkäufer beruhigter schlafen lassen.
NewCarz meint dazu:
Der Yaris Cross gehört unserer Meinung nach zu jenen Fahrzeugen, die nicht die Titelseiten mit spektakulären Leistungswerten oder futuristischen Spielereien erobern, sondern stattdessen jeden Tag dort mächtig punktet, wo Autos tatsächlich benutzt werden: im Berufsverkehr, vor dem Supermarkt, auf dem Weg in den Urlaub oder beim sonntäglichen Familienbesuch. Das Facelift folgt genau dieser Philosophie. Toyota hat nicht versucht, aus dem Yaris Cross einen kleinen Sportwagen oder ein Designexperiment zu machen. Stattdessen wurden genau jene Details verbessert, die Kunden jeden Tag sehen, anfassen und nutzen. Dazu wird er zu einem fairen Preis angeboten und die Vielfalt verbreitert die Zielgruppe deutlich.
Quelle & Fotos: Toyota / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
