Volkswagen erweitert das Angebot für den ID. Cross und macht den Einstieg in die elektrische SUV-Welt der Marke erschwinglicher.
Ab sofort ist die Variante mit einer 37-kWh-Batterie im Vorverkauf erhältlich. Sie ergänzt die bislang angebotene Version mit 52 kWh und richtet sich vor allem an Menschen, deren automobilen Alltag weniger aus Langstreckenmarathons als vielmehr aus Stadtverkehr, Arbeitsweg und gelegentlichen Ausflügen besteht.
Der Preis für den ID. Cross Trend mit 85 kW (116 PS) beginnt bei 27.995 Euro.
Damit positioniert Volkswagen den elektrischen Kompakt-SUV gezielt für preisbewusste Kunden. Die kleinere Batterie senkt nicht nur den Anschaffungspreis, sondern dürfte bei entsprechendem Fahrprofil auch die laufenden Kosten überschaubar halten. Schließlich muss nicht jeder Elektro-SUV eine halbe Europatour ohne Ladestopp bewältigen. Für viele Autofahrer zählt vielmehr, dass der Wagen morgens zuverlässig zur Arbeit und abends wieder nach Hause kommt.
Zwei Leistungsstufen, drei Ausstattungslinien
Der neue Einstieg in die Modellpalette ist keineswegs auf eine einzige Motorisierung beschränkt. Volkswagen kombiniert die 37-kWh-Batterie wahlweise mit 85 kW (116 PS) oder 99 kW (135 PS). Zur Wahl stehen die Ausstattungslinien Trend, Life und Style.
Schon die Basisversion Trend dürfte damit für viele Alltagsfahrer interessant sein. Die beiden stärkeren Ausbaustufen versprechen zusätzliche Leistungsreserven, wobei sich die Entscheidung weniger an beeindruckenden Zahlen als am persönlichen Nutzungsprofil orientieren sollte. Wer hauptsächlich durch die Stadt rollt und regelmäßig überschaubare Pendelstrecken zurücklegt, dürfte mit der kleineren Motorisierung gut zurechtkommen. Wer häufiger auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs ist, kann die stärkere Variante in Betracht ziehen.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ist der ID. Cross jedenfalls nicht ausschließlich auf das urbane Schritttempo zugeschnitten. Auch Autobahnetappen sind damit möglich. Wie souverän sich längere Strecken bewältigen lassen, hängt allerdings nicht allein von der Höchstgeschwindigkeit ab, sondern ebenso von Reichweite, Fahrbedingungen und Ladeplanung.
Volkswagen ID. Cross mit 324 Kilometer Reichweite
Die WLTP-Reichweite beträgt mit der kleineren Batterie bis zu 324 Kilometer. Das klingt zunächst nach einer Einschränkung gegenüber der größeren 52-kWh-Version, ist aber für die anvisierte Zielgruppe durchaus plausibel. Wer täglich beispielsweise 40 bis 70 Kilometer zurücklegt und zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, benötigt nicht zwingend einen großen Energiespeicher unter dem Fahrzeugboden.
Entscheidend ist dabei das individuelle Fahrprofil. Im Winter, bei höheren Autobahngeschwindigkeiten oder mit eingeschalteter Heizung kann die tatsächliche Reichweite spürbar unter dem Normwert liegen. Wer regelmäßig weite Strecken fährt, sollte diesen Umstand bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. Die größere Batterie dürfte für solche Anforderungen die entspanntere Wahl bleiben.
Positiv fällt die serienmäßige DC-Schnellladefunktion auf. Der Ladezustand soll sich an einer geeigneten Schnellladesäule in rund 23 Minuten von zehn auf 80 Prozent erhöhen lassen. Damit bleibt auch unterwegs eine vergleichsweise kurze Ladepause möglich. Ob der kleinere Akku im Alltag tatsächlich einen Kostenvorteil bringt, hängt allerdings auch von den individuellen Stromtarifen und den Lademöglichkeiten ab.
Kompakt beim Akku, großzügig beim Komfort
Unabhängig von der Batteriegröße behält der ID. Cross sein grundsätzliches Konzept bei. Volkswagen setzt auf ein kraftvoll gezeichnetes SUV-Design, einen hochwertig gestalteten Innenraum und eine Bedienung, die möglichst intuitiv funktionieren soll. Große Displays übernehmen die digitale Informationsvermittlung, während das Raumangebot und der Reisekomfort den praktischen Charakter des Fahrzeugs unterstreichen sollen.
Bereits der ID. Cross Trend bringt eine Einparkhilfe für vorne und hinten sowie die Smartphone-Integration über App Connect mit. Das ist erfreulich, denn gerade im Stadtverkehr sind gute Übersichtshilfen und eine unkomplizierte Einbindung des Smartphones keine Luxusfragen, sondern praktische Alltagserleichterungen.
Die Varianten Life und Style ergänzen die Ausstattung um weitere Komfort- und Technikfunktionen. Je nach Ausführung sind sogar Extras erhältlich, die man nicht unbedingt in einem Fahrzeug dieser Preisklasse erwarten würde. Dazu gehören der Connected Travel Assist, der vernetzte Daten für ein vorausschauendes assistiertes Fahren nutzen kann, sowie ein Harman-Kardon-Soundsystem, ein Panorama-Glasdach und elektrisch einstellbare Sitze mit zwölf Einstellmöglichkeiten und Massagefunktion.
Damit spannt Volkswagen einen bemerkenswert weiten Bogen: Der Einstieg soll preislich möglichst niedrig liegen, während die höher positionierten Varianten durchaus gehobene Ansprüche bedienen können. Allerdings gilt auch hier: Wer zahlreiche Extras bestellt, dürfte den ursprünglichen Preisvorteil rasch schrumpfen sehen. Die Kunst besteht darin, nur jene Ausstattung zu wählen, die im eigenen Alltag tatsächlich einen Mehrwert bietet.
Für wen lohnt sich die kleine Batterie?
Der ID. Cross mit 37-kWh-Akku ist vor allem für Autofahrer interessant, die überwiegend kurze bis mittlere Strecken zurücklegen und ihre Ladevorgänge gut organisieren können. Besonders attraktiv dürfte das Modell für Pendler mit eigener Wallbox oder verlässlicher Lademöglichkeit am Arbeitsplatz sein. Auch als Zweitwagen für den Haushalt könnte der elektrische Volkswagen eine sinnvolle Rolle übernehmen.
Anders sieht es bei häufigen Langstrecken, regelmäßigen Autobahnfahrten oder fehlenden Lademöglichkeiten zu Hause aus. Wer auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist und größere Distanzen zurücklegt, sollte genauer kalkulieren. Eine kleinere Batterie bedeutet zwar weniger gebundenes Kapital, verlangt bei entsprechendem Einsatz aber unter Umständen häufigere Ladestopps.
Der entscheidende Punkt ist daher nicht, ob 37 kWh grundsätzlich viel oder wenig sind. Entscheidend ist, ob sie zum eigenen Fahralltag passen. Eine größere Batterie auf Vorrat zu kaufen, kann ebenso unwirtschaftlich sein wie ein zu kleiner Akku, der regelmäßig für unnötige Ladepausen sorgt.
NewCarz meint dazu:
Der ID. Cross mit 37-kWh-Batterie ist eine interessante Alternative. Mit 27.995 Euro sinkt die Einstiegshürde in die elektrische Volkswagen-Welt spürbar. Bis zu 324 Kilometer Reichweite dürften für Pendler und den Stadtverkehr ausreichen, während die Schnellladefunktion auch unterwegs Flexibilität verspricht. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, sollte allerdings zur größeren Batterie greifen. Unser Eindruck: Nicht jeder braucht einen Akku für die Europatour. Wenn Preis, Alltagsreichweite und Ausstattung zusammenpassen, könnte der ID. Cross genau die richtige Dosis Elektromobilität bieten.
Quelle & Fotos: Volkswagen (Titelbild KI-generiert) / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
