Volvo XC40 und EX40 – Modellpflege mit Biss

Volvo XC40 und EX40 - hier der XC40

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Volvo frischt seine kompakten SUV XC40 und EX40 für das neue Modelljahr umfassend auf.

XC40 und der vollelektrische EX40 bekommen ein geschärftes Design, neue Sensorik, zusätzliche Assistenzfunktionen und ein größeres Infotainment-Display. Der EX40 schafft künftig bis zu 576 Kilometer.

Volvo legt Hand an seine kompakte 40er-Familie. Zum Modelljahr 2027 erhalten XC40 und EX40 eine umfangreiche technische und optische Überarbeitung. Dabei geht es vor allem um Sensorik, Software und Assistenzsysteme. Die Schweden wollen ihre beiden Kompakt-SUV damit fit für die kommenden Jahre machen.

Am deutlichsten fällt die Überarbeitung an der Front auf. Die charakteristischen „Thors Hammer“-Scheinwerfer erhalten eine modernisierte Lichtsignatur und arbeiten künftig mit Matrix-LED-Technik. Gleichzeitig wurden Kühlergrill, Motorhaube, Frontstoßfänger und vordere Kotflügel neu gestaltet.

Das Ergebnis bleibt klar als Volvo erkennbar, wirkt jedoch moderner und etwas selbstbewusster. Am Heck kommen neue LED-Rückleuchten, eine überarbeitete Heckklappe und ein modifizierter Stoßfänger hinzu. Für den XC40 stehen außerdem neue 18-, 19- und 20-Zoll-Räder mit Diamantschnitt zur Wahl.


Mehr sehen, früher reagieren

Den größeren Fortschritt verbirgt Volvo allerdings nicht unter der Motorhaube, sondern in der Sensorik. Eine neue Software- und Sensorplattform soll die Umgebung des Fahrzeugs wesentlich umfassender erfassen. Dafür kommen unter anderem neue Radar-Sensoren an Front und Heck sowie an den Fahrzeugecken, eine neue Frontkamera, zwölf Ultraschallsensoren und neue Parkkameras zum Einsatz.

Volvo XC40 und EX40 - hier der EX40
Neben dem XC40 (Titelbild) erhält auch der EX40 im Modelljahr 2027 umfangreiche, vor allem technische Neuerungen.

Diese technische Aufrüstung ermöglicht zusätzliche Sicherheitsfunktionen. Der automatische Notlenkassistent kann das Fahrzeug im Ernstfall um ein Hindernis herumführen, während ein automatischer Notbremsassistent drohende Kollisionen erkennen und entsprechend eingreifen kann. Der Door Opening Alert wiederum überwacht den rückwärtigen Verkehr und warnt beim Öffnen einer Tür vor herannahenden Fahrzeugen oder Radfahrern. Gerade im Stadtverkehr dürfte diese Funktion mehr Nutzen haben als mancher spektakulär klingende Assistent, der vor allem in Prospekten glänzt.

Auch der optionale Pilot Assist wird erweitert. Ein Spurwechselassistent kommt hinzu, gleichzeitig soll das System das Fahrzeug sanfter entlang des Straßenverlaufs führen. Für längere Fahrten verspricht Volvo damit mehr Komfort und weniger Korrekturarbeit am Lenkrad.

Beim ebenfalls optionalen 360-Grad-Kamerasystem gibt es eine zusätzliche 3D-Darstellung. Sie soll das Rangieren und Einparken bei niedrigen Geschwindigkeiten erleichtern. Gerade bei den inzwischen nicht mehr ganz so kompakten Abmessungen moderner SUV dürfte das eine durchaus willkommene Hilfe sein.


Volvo XC40 und EX40 mit größeren Displays und KI an Bord

Auch im Innenraum wird aufgerüstet. Ein neuer, hochauflösender 11.2-Zoll-Bildschirm soll die Bedienung vereinfachen und den Zugriff auf häufig benötigte Funktionen beschleunigen. Volvo reduziert damit die Zahl der notwendigen Bedienschritte.

Eine weitere Neuerung hört auf den Namen Google Gemini. Der KI-Assistent soll eine natürlichere Kommunikation mit dem Fahrzeug ermöglichen und beispielsweise bei der Reiseplanung, der Suche nach Zwischenstopps oder beim Umgang mit Nachrichten unterstützen. Das Auto wird damit zunehmend zum digitalen Gesprächspartner.

Überarbeitet wurde auch das kabellose Smartphone-Ladegerät. Hinzu kommen neue Materialien und Dekore. Für den XC40 ist erstmals eine Kardamom-Lederausstattung mit Holzdekor in „Brown Ash“ erhältlich. Alternativ stehen unter anderem „Black Ash“ und Aluminiumdekore sowie eine Ambientebeleuchtung zur Verfügung.


EX40 mit mehr Reichweite

Beim elektrischen EX40 bleibt die Reichweite ein zentraler Punkt. Volvo nennt für das überarbeitete Modell bis zu 576 Kilometer pro Batterieladung. Welche Reichweite tatsächlich erreichbar ist, hängt wie gewohnt von Antriebsversion, Ausstattung, Temperatur und Fahrweise ab.

Beide Modelle sollen zudem auch nach dem Kauf weiterentwickelt werden. Over-the-Air-Updates ermöglichen es Volvo, Software und Funktionen nachträglich zu aktualisieren, ohne dass dafür zwingend ein Werkstattbesuch notwendig wird.

Preise und Marktstart

Der Volvo EX40 startet als „P5 electric“ in der Basisausstattung „Essential“ bei 47.490 Euro, während der XC40 in der gleichen Basisausstattung als „B3“ ab 43.990 Euro angeboten wird.

Die Bestellbücher für XC40 und EX40 sowie die jeweilige Black Edition öffnen sich in ausgewählten Märkten bereits. Die Produktion der überarbeiteten Modelle soll jetzt im Herbst anlaufen.


NewCarz meint dazu:

Volvo modernisiert aus unserer Sicht die beiden Kompakt-SUV genau an den richtigen Stellen. Vor allem das Matrix-LED-Licht, die erweiterte Assistenztechnik und die 3D-Kamera dürften im Alltag einen spürbaren Mehrwert bieten. Gemini klingt interessant, doch jeder sollte selbst entscheiden, ob aus dem digitalen Beifahrer ein besonders gesprächiger Begleiter wird. Insgesamt wirkt die Modellpflege weniger wie Kosmetik und mehr wie eine technische Frischzellenkur, die sicher nicht nur Fans sondern auch potenzielle Kunden begeistern dürfte.

Quelle & Fotos: Volvo / Text: NewCarz

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