VW ID. Polo – Jetzt auch als echter Volks-Wagen

VW ID.Polo Trend

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Vorhang auf für den günstigsten VW ID. Polo mit kleiner Batterie – ein Wagen fürs Volk?

Kaum ist die ID. Polo-Version mit der größeren 52-kWh-Batterie im Vorverkauf gestartet, schiebt Wolfsburg bereits die nächste Variante hinterher.

Diesmal lautet die Devise: weniger Akku, weniger Preis, aber möglichst keine Kompromisse. Mit einem Einstiegspreis von 24.995 Euro soll der elektrische Kleinwagen jene Kunden ansprechen, für die Elektromobilität bislang eher Wunsch als Wirklichkeit war.

Dass Volkswagen dabei den Nerv der Zeit treffen könnte, zeigt bereits der Auftakt der neuen „Electric Urban Car Family“. Innerhalb weniger Wochen gingen laut Hersteller mehr als 70.000 Bestellungen ein, allein rund 25.000 davon entfielen auf den ID. Polo. Eine Zahl, die deutlich macht: Der Hunger nach bezahlbaren Elektroautos ist größer als viele Marktbeobachter zuletzt vermutet hatten.


Weniger Akku, mehr Vernunft

Auf den ersten Blick klingt eine 37-kWh-Batterie beinahe bescheiden. Der Trend scheint eher mit immer größeren Akkus in regelrechte Reichweiten-Wettrüsten zu verfallen. Da wirkt Volkswagens Strategie fast schon erfrischend bodenständig. Schließlich verbringen die meisten Fahrzeuge den Großteil ihres Lebens im Stadtverkehr oder auf kurzen Pendelstrecken. Wozu also hunderte Kilogramm zusätzliche Batteriekapazität mit sich herumfahren, wenn sie nur selten genutzt wird?

Genau hier setzt der ID. Polo an. Der kleinere Akku reduziert Anschaffungskosten, verbessert die Versicherungseinstufung und senkt die laufenden Betriebskosten. Gleichzeitig bleibt die Alltagstauglichkeit erhalten: Mit einer Ladeleistung von bis zu 90 kW lässt sich der Energiespeicher an einer DC-Schnellladesäule innerhalb von rund 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen. Genug Zeit für einen Kaffee und vielleicht noch einen kurzen Blick aufs Smartphone.


Drei Ausstattungen für VW ID. Polo

Bereits die Basisversion Trend zeigt sich erstaunlich großzügig ausgestattet. LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, das digitale Cockpit mit 10-Zoll-Display, das 13 Zoll große Infotainmentsystem „Innovision“, Klimaautomatik sowie Sicherheitsassistenten wie Side Assist und Spurhalteassistent inklusive Emergency Assist gehören bereits zum Serienumfang. Der Begriff „Basismodell“ verliert damit ein gutes Stück seines früheren Schreckens.

VW ID.Polo schräg hinten
Bereits als Einstiegsmodell „Trend“ bietet der ID. Polo eine ansehnliche Ausstattung für unter 25.000 Euro.

Wer etwas mehr Komfort wünscht, landet beim Life. Adaptive Geschwindigkeitsregelung, Rückfahrkamera, Parksensoren vorne und hinten, Kreuzungsassistent sowie elektrisch anklappbare Außenspiegel machen den Alltag deutlich entspannter. Hinzu kommen moderne Konnektivitätsfunktionen wie Apple CarPlay, Android Auto, induktives Smartphone-Laden und Sprachsteuerung. Praktisch gedacht ist zudem der variable Ladeboden im Gepäckraum.

An der Spitze steht der Style, der den Kleinwagen fast schon in Richtung Premiumklasse schiebt. IQ.LIGHT LED-Matrix-Scheinwerfer, beleuchtete Lichtleisten und illuminierte VW-Logos sorgen für einen markanten Auftritt. Im Innenraum warten Sport-Komfortsitze, Ambientebeleuchtung, hochwertige Materialien, Sitz- und Lenkradheizung sowie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Besonders clever wirkt die weiterentwickelte ID.-Light-Lichtleiste, die nun bis in die Türen reicht und beim Öffnen vor herannahenden Radfahrern oder Fahrzeugen warnen kann. Ein kleines Detail mit potenziell großer Wirkung.


VW ID. Polo – Auf Wunsch mit Luxus aus Oberklasse

Bemerkenswert ist auch der Blick auf die Optionsliste. Ein Harman-Kardon-Soundsystem mit zehn Lautsprechern, Panorama-Glasdach oder elektrisch einstellbare 12-Wege-Komfortsitze mit Massagefunktion hätte man vor wenigen Jahren eher in einer Oberklasselimousine als in einem elektrischen Kleinwagen erwartet. Volkswagen zeigt damit eindrucksvoll, wie stark sich die Ansprüche der Kundschaft verändert haben. Selbst das kleinste Familienmitglied soll heute möglichst alle Annehmlichkeiten der großen Geschwister bieten.


Ein wichtiger Schritt für die Elektromobilität

Mit dem VW ID. Polo verfolgt Volkswagen eine Strategie, die lange Zeit etwas aus der Mode gekommen war: Nicht größer, stärker und teurer, sondern vernünftiger. Der kleinere Akku dürfte zwar keine Langstreckenrekorde brechen, erfüllt aber genau den Einsatzzweck, den viele Autofahrer tatsächlich haben. Für den täglichen Weg zur Arbeit, den Einkauf oder den Wochenendausflug reicht das Konzept vollkommen aus.

Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten könnte genau dieser Ansatz den entscheidenden Unterschied machen. Denn Elektromobilität wird nicht dadurch zum Massenphänomen, dass immer neue Luxusmodelle mit über 700 Kilometern Reichweite erscheinen. Sie wird es dann, wenn sich auch Durchschnittsverdiener den Umstieg leisten können.


NewCarz meint dazu:

Volkswagen scheint beim VW ID. Polo verstanden zu haben, dass auch klein ganz groß sein kann. Der kleinere Akku ist kein Rückschritt, sondern eine realistische Antwort auf den Alltag vieler Autofahrer. Natürlich wird es Stimmen geben, die jede Batterie unter 60 kWh für unzureichend halten. Diese dürften allerdings auch jene sein, die jeden Samstag mit vollgeladenem Akku zum Bäcker fahren und anschließend über ungenutzte Reichweite philosophieren. Wir meinen, wenn Volkswagen den angekündigten Preis dauerhaft halten kann, könnte genau dieses vernünftige Konzept zum eigentlichen Erfolgsrezept werden und Volkswagen wird seinem Markennamen wieder gerecht: Wagen fürs Volk – endlich.

Quelle & Fotos: Volkswagen / Text: NewCarz

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