Polestar – Performancemarke wird eigenständig

Polestar 1 Exterieur

Polestar setzt sich von Volvo ab und wird eine eigenständige elektrifizierte Hochleistungsmarke. Ab Mitte 2019 rollt mit dem Polestar 1 das Grand Tourer Coupé mit Hybridantrieb auf unseren Straßen.

Seit 1996 ist Polestar der Rennsportpartner für den schwedischen Racetrack und erfüllte bis dato die Kundenwünsche mit Leistungsoptimierungen, Performance Parts oder eigens entworfenen Fahrzeugen. Nun geht die Marke eigene Wege – mit möglicherweise zukunftsweisenden Konzepten.

 

Polestar 1 – Hybrid-GT mit Gänsehaut-Faktor?

Polestar stellte kürzlich den Polestar 1 und zwei weitere Modelle in Shanghai vor. Zugegeben, bereits die Optik des zweitürigen Grand Tourer Coupés erinnert stark an ein Volvo-Modell, denn das Design des Hybriden beruht auf Synergien mit der Volvo Car Group.

 

Polestar 1 Seite Exterieur
Verkaufsstart ab 2019 – der Hybridsportler Polestar 1

 

So können die Design-, Entwicklungs- und Produktionsprozesse im Vergleich zu anderen Marktneulingen beschleunigt werden. Apropos Beschleunigung: Die Systemleistung von 441 kW (600 PS) und unfassbaren 1.000 Nm Drehmoment gibt einen kleinen Vorgeschmack in Zahlen. Der Performance-Hybrid besitzt zusätzlich einen Verbrennungsmotor, der ab dem Erreichen bestimmter Geschwindigkeitsbereiche den Vortrieb übernimmt. Vollelektrisch erreicht der Polestar 1 eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer.

 

Hybridtechnik im Carbonmantel

Der Polestar 1 basiert auf der skalierbaren Produkt-Architektur von Volvo. Da 50 Prozent der Teile durch die Polestar Ingenieure maßgeschneidert worden sind, kann davon ausgegangen werden, „Performance pur“ zu abonnieren. Abonnieren? Dazu später mehr.

 

Polestar 1 Heck
Das Heck erinnert an Volvo – und nicht an ein E-Auto

 

Der hybride Sportler besteht aus einer Carbonfaser-Karosserie, die das Gewicht reduziert, die Torsionssteifigkeit erhöht und den Fahrzeugschwerpunkt senkt. Rasante Kurvenfahrten und verlässlichen Grip garantieren die Elektromotoren an der Hinterachse. Dort wird die gezielte Drehmomentverteilung auf die Räder geregelt – bei diesen Leistungswerten ein sinnvoller Schachzug.

 

Polestar 2 und 3 – Das Mittelklasse-Modell und das E-SUV

Ab Ende 2019 repräsentiert der Polestar 2 das erste batterieelektrische Fahrzeug der Volvo Car Group. Das Mittelklasse-Modell soll in höherer Auflage als der Polestar 1 produziert werden und dem Tesla Model 3 die Plätze an der E-Tankstelle streitig machen.

Der Polestar 3 wird als SUV-konformes Elektroauto die Symbiose von Elektroantrieb, Fahrkomfort und Alltagstauglichkeit darstellen.

 

Autokauf neu definiert – Polestar setzt aufs Abonnement

Wer sich ein E-Fahrzeug mit Polarstern auf der Motorhaube auf den heimischen Hof stellen möchte, bestellt ihn sich online und als zwei- oder dreijähriges Abonnement. Die Monatsrate umfasst dabei den Abhol- und Bringdienst und es bietet sich die Möglichkeit, andere Fahrzeuge – auch von Volvo – zu abonnieren.

 

Smartphone als Schlüssel

Das Konzept, das Auto mit dem „Smartphone-als-Schlüssel“ zu bedienen soll den herkömmlichen Schlüssel ersetzen. Der virtuelle Schlüssel lässt sich beispielsweise mit Familienmitgliedern teilen. Ein Concierge-Service im Performance-Hybriden bucht beispielsweise während der Fahrt ein Hotelzimmer.

 

Fazit – die Zukunft ist elektrisch

Volvos ehemalige Performance-Schmiede wird eigenständig und bringt ab 2019 einen Hochleistungs-Hybriden, eine E-SUV und ein E-Mittelklassemodell auf den Markt. Im Alltagsgebrauch dürfte sich herauskristallisieren, ob das Konzept der Autoflatrate und der virtuellen Schlüssel die Erfüllung vieler lang gehegter Kundenwünsche darstellen.

 

Polestar 1 Interieur
Der Polarstern in Volvo-Ambiente ziert das Lenkrad des Polestar 1

 

Soviel steht fest: Hybride und E-Mobilität sind längst keine alternativen Visionen mehr, sie sind die Zukunft. Eine blitzschnelle Zukunft dazu, wenn man auf den Performance-Hybriden schaut.

Text: NewCarz / Fotos: Polestar

 

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