Nissan X-Trail – kerniger Pragmatiker

Er galt von jeher als handfestes und ausgewachsenes SUV – der Nissan X-Trail.

Auch als Modellpflege der dritten Generation ändert sich daran nichts, außer einer pragmatischen Auffrischung in Bezug auf Technik und ein bisschen Design. Traditionen haben an dieser Stelle durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Dabei bleibt auch der überarbeitete Nisssan X-Trail ohne jegliches, hippes Lifestyle-Gekreische und großem Design-Tam-Tam, ohne Überfrachtung mit High-Tech oder gar einer überaus sportiven Ader. Den Showfaktor überlässt er dem kleineren Qashqai und dem Renault Koleos, mit dem er übrigens seine Plattform teilt.

Wir testeten den iXi, wie er liebevoll von nicht wenigen seiner Besitzer genannt wird, als ACENTA Version mit dem 163 PS starken Benziner und Frontantrieb.

 

 

Exterieur – Robuste Anmutung mit Make up

Bereits auf den ersten Blick zeigt sich der neue Nissan X-Trail von seiner allgegenwärtigen raubeinig-robusten Seite – aber im Vergleich zu seinen Vorgängern konnte man dieser eine angemessene Prise Eleganz hinzufügen.

Typisch für asiatische Marken ist die üppige Verwendung von Chromapplikationen, die auch unseren Testwagen zieren. So akzentuiert das metallisch spiegelnde Material die rustikale Beplankung, um auch dieser eine Prise Eleganz zu verleihen – das dezente Make up für den Rustikalen.

 

Nissan X-Trail Front
V wie V-Motion – der typische Frontgrill der SUVs aus dem Hause Nissan.

 

Besagte Applikationen schmücken den V-Motion Grill großflächig und setzen Fenster sowie Türgriffe und mittels schmaler Leisten auch das Heck gekonnt in Szene. Das markante, ja mächtige Antlitz wird im Facelift nun von überarbeiteten und optional vollständig mit LEDs bestückten Scheinwerfern verziert, die im großen SUV wie eine Erweiterung des üppig dimensionierten V-Motion Grills wirken.

Der hohe Aufbau, die aufgesetzte Scheinwerferreinigungsanlage und die großen Lufteinlässe tun ihr Übriges, um diesen ersten Eindruck zu bestätigen.

 

Nissan X-Trail Unterfahrschutz
Unterfahrschutz mit Chromzierde – gegeizt wird mit dem glänzenden Material nicht.

 

Gar nicht so burschikos wirkt das Blechkleid beim genaueren herantasten. Das Karosserieblech scheint außerordentlich dünn auszufallen, was gegenüber der optischen Erscheinung völlig antagonistisch erscheint. Der Tankdeckel wirkt fast wie aus Konservenblech, so blechern erweist sich dieser beim Öffnen und Schließen. Auch bei den Türen und den Kotflügeln wirkt das Blech auf Daumendruck ausgesprochen nachgiebig und dadurch dünn. Positiver Nebeneffekt: Gewichtseinsparung.

Die Seitenansicht im Fokus, müssen wir eine Sekunde innehalten, um kurz darauf einen „Aha-Moment“ zu erleben. Die Flanken des Nissan X-Trail offerieren dem Betrachter nämlich ein in den Grundzügen vorhandenes Profil eines typischen Ur-Geländewagens. Eine kurze, aber bullige Front, ein hoher Aufbau samt hoher Gürtellinie sowie ein markanter, recht geradliniger Abschluss.

 

Nissan X-Trail Seitenansicht
Ur-Gene in der Silhouette – bisschen Patrol, bisschen Terrano und auch Pathfinder.

 

Das wirkt sicher für manchen Trendsetter etwas antiquiert, liftet aber echten Offroad-Fans dezent die Mundwinkel.

Das Heck wirkt nicht minder mächtig und könnte gut und gerne in der Epoche des Brutalismus entstanden sein. Der weit in die Heckschürze reichende Unterfahrschutz, große Heckleuchten und markant ausgestellte Radkästen betonen die Breite des SUV. Dass die neu gestalteten LED-Heckleuchten nun etwas moderner wirken, täuscht dennoch nicht über die barsche Erscheinung hinweg.

 

Interieur – Nissan-Style mit Sachbezug

Im Innenraum wird das typische Nissan-Flair versprüht, was teils gut und teils weniger passend auffällt. Der robuste Eindruck wird durch relativ viel Hartplastik unterstützt, was dem geneigten Betrachter jedoch erst auf den zweiten Blick deutlich wird. Zugegeben, es wurde bei der Modellpflege besser unterpolstert und wirkt längst nicht mehr so gewöhnlich wie bei seinem Vorgänger. Dennoch bleibt der Eindruck, dass der ökonomische, finanziell kalkulatorische Aspekt hier immer noch deutlich im Vordergrund stand.

 

Nissan X-Trail Instrumententafel
Waves and Lines – Erinnerungen an den Qashqai werden im Innenraum wach.

 

Während wir also hier noch ein wenig die Materialauswahl kritisieren, können wir dagegen absolut keine Kritik an der Verarbeitungsqualität üben. Wie auch im Nissan Qashqai, können wir dem X-Trail eine solide Verarbeitung attestieren. Nichts knackt, knarzt oder macht sonst in irgendeiner Weise auf sich aufmerksam. Bestes Rüstzeug also für den Trip in tiefe Wälder, um zum Beispiel entlegenste Forsthütten zu erreichen.

 

Nissan X-Trail Dekorleiste
Dekorleisten im Carbon-Look erheben Anspruch auf sportives Flair.

 

Auch die nach innen gerichteten Luftdüsen und die wellenartige Form der Instrumententafel erinnern an die Nissan-typische Formgebung in hauseigenen SUVs. Die Motorhaube präsentiert sich aus Fahrerperspektive wie eine Hochebene vor der Fahrbahn – hoch, massiv und omnipräsent.

Zweifellos bieten die Platzverhältnisse im Nissan X-Trail keinerlei Anlass zur Kritik. Doch neben dem großzügigen Raumangebot herrscht im Innenraum allgegenwärtiger Pragmatismus. So kann man bereits beim Blick auf die Rückbank einen Blick in den Laderaum werfen, weil die geteilte Rückbank einen derart großen Spalt aufweist, dass man dadurch gar das Benutzerhandbuch des burschikosen SUV zum Ladeabteil durchfädeln könnte.

 

Nissan X-Trail Rückbank
Mut zur Lücke – so ein prägnantes Spaltmaß wie an der Rückbank sieht man selten.

 

Auch die Sitze offerieren nur mäßigen Sitzkomfort, bei dem der geringe Seitenhalt und knappe Beinauflagen sowie die etwas spartanisch ausgefallene Polsterung hohe Punktzahlen vereiteln. Doch bleiben Ermüdungserscheinungen dank der ergonomischen Form auch auf längeren Fahrstrecken aus.

 

 

Für den Laderaum gewinnt man durch die Modellpflege 15 Liter Volumenzuwachs auf nun 565 Liter, die man durch Umklappen der geteilten Rückbank auf insgesamt gigantische 1.996 Liter erweitern kann. Das dürfte auch für ausgedehnte Urlaubsfahrten oder für das umfangreiche Adventure-Equipment mehr als ausreichen.

 

Motorisierung & Fahreigenschaften – Ruf nach mehr

Der 1,6-Liter-Turbo-Benzinmotor mit 163 PS stemmt immerhin maximal 240 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. In Anbetracht der Masse des Fahrzeugs, könnte dieses aber durchaus das ein oder andere Pferdchen mehr vertragen.

 

Nissan X-Trail Motorraum
Kein Muskelspiel, dafür aber knausrig im Trinkverhalten – der einzige Benziner im Angebot.

 

Für den täglichen Gebrauch geht die verfügbare Leistung jedoch vollkommen in Ordnung und insbesondere der Kraftstoffkonsum hält sich beim großen Japaner entsprechend in Grenzen. Die angegebenen Werte haben wir selten um mehr als einen Liter überschritten und so flossen im Test durchschnittlich sieben Liter in die vier Brennräume.

Unser Testwagen kam übrigens als reiner Fronttriebler vorgefahren, sodass wir das Allradkapitel an dieser Stelle nicht beurteilen können.

 

Nissan X-Trail Verbrauch
Kein Grund zur Klage – der Verbrauch hielt sich immer in Grenzen.

 

Stadtaffine SUV-Liebhaber sollten zwei Dinge wissen: Erstens: Allrad benötigt man im urbanen Gelände eh nicht. Zweitens: Enge Parkhäuser sind definitiv nicht das präferierte Metier des Nissan X-Trail.

Auch wenn Kameras und Sensoren die Rundumsicht verbessern und das Manövrieren erleichtern können, macht es wenig Spaß den orangefarbenen Riesen unter quälender Kurbelei durch viel zu enge Pfade zu zirkeln. An dieser Stelle ist der kleinere Bruder Qashqai deutlich prädestinierter für urbane Gefilde.

 

 

Auf Landstraße und Autobahn fühlt sich der X-Trail und sein Fahrer dagegen wesentlich wohler und das SUV erwies sich zudem als ziemlich langstreckentauglich. Mit einer außerordentlich guten Geräuschdämmung ausgestattet, vergehen die Kilometer wie im Flug.

Nur schnelle Lastwechsel mag das ausgewachsene SUV durch seinen bauartbedingt hohen Schwerpunkt nicht wirklich. Trotz der Active Ride Control – einer aktiven Fahrtkomfortregelung, bei der je nach Fahrbahneigenschaft durch Einsatz von Bremskraft und durch Anpassung der Motorleistung die Stabilität verbessert werden soll – kann man den Nissan X-Trail aus der Reserve locken.

 

Nissan X-Trail Cockpit
Per Multiinfodisplay immer im Bilde – auch zum Active Ride Control.

 

Bei zackigem Lenkrad-Zick-Zack schaukelt sich der X-Trail durch die langen Federwege auf, wie eine Jolle bei Seewindstärke 8. Wer nun glaubt, dass Unebenheiten dadurch komplett eliminiert werden, wird eines Besseren belehrt. Denn ebensolche Fahrbahnzustände lässt das trotz langer Federwege straff ausfallende Fahrwerk allzu gern bis an die Insassen hervordringen.

Manuell wählbare Fahrmodi gibt es daher im X-Trail nicht und als reiner Fronttriebler verliert das SUV bei scharfer Anfahrt auf nasser Fahrbahn schon mal die Contenance und scharrt kräftig mit den Vorderhufen.

 

Nissan X-Trail Lenkrad
Optisch und haptisch eines der Gighlights im X-Trail – das Multifunktionslenkrad.

 

Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h überboten wir laut Tachoanzeige um vier km/h. Bis ungefähr 180 km/h zeigt sich das SUV vom Fahrgefühl sehr souverän. Lediglich die etwas zu leichtgängige Lenkung stört hier den Gesamteindruck etwas. Vor allem in schnell gefahrenen Kurven suggeriert diese Gefühllosigkeit teilweise eine Entkopplung von der Fahrbahn, was unangenehm wirkt und die Fahrsicherheit subjektiv mindert.

Einen Kritikpunkt haben wir zudem bei der Kraftübertragung festgestellt. Zwar lassen sich die Gänge des manuellen Schaltgetriebes wunderbar schalten und auch die Schaltwege sind nicht zu lang, allerdings lässt die schwammig wirkende Kupplung doch zu wünschen übrig. Der sehr späte Schleifpunkt führte dazu, dass der X-Trail sicher eines der wenigen Fahrzeuge ist, welches im Rahmen unserer Testfahrten mehrmals abgewürgt wurde.

 

Nissan X-Trail Schalthebel
Gutes Schaltgetriebe, aber undefinierter Schleifpunkt der Kupplung im Testfahrzeug.

 

Das Bremsverhalten erweist sich im Nissan X-Trail als zuverlässig, gut dosierbar und verlangt einen etwas überdurchschnittlichen Kraftaufwand, was jedoch gut zur Größe des Fahrzeugs passt.

Erfreulicherweise löst die elektrische Feststellbremse automatisch beim Anfahren und bremst ebenso selbstständig, sobald die Zündung ausgeschaltet wird.

Insgesamt ist der X-Trail vom Fahrverhalten her eher defensiv und souverän und bestätigt den optischen raubeinigen Eindruck nicht wirklich. Das ist kein Manko, sondern bietet dem künftigen X-Trail-Fahrer ein höheres Maß an Komfort.

 

Nissan X-Trail Rad
Viel Reifenquerschnitt für mehr Komfort, doch weniger Direktheit.

 

Da Fahrtwind und Antrieb bei sehr hohen Geschwindigkeiten einen recht hohen Geräuschlevel generieren, wird der jeweilige Fahrer des SUV gegebenenfalls auch auf geschwindigkeitsrauschförderndes Fahrverhalten verzichten.

 

Assistenz, Komfort, Sicherheit

Auch wenn man sich im Nissan X-Trail als ACENTA nicht wirklich über das grundsolide Ausstattungsportfolio beschwerden muss, so gibt es doch das eine oder andere Feature, welches wir uns als serienmäßiges Merkmal gewünscht hätten.

Vermisst haben wir beispielsweise einen Totwinkelassistenten, den unser Testwagen nicht im Portfolio hatte und der erst in der höchsten Ausstattungsvariante TEKNA serienmäßig dabei ist. Dafür beruhigt der autonome Bremsassistent das Gewissen des Besitzers eines X-Trail der ACENTA-Linie, welcher hier serienmäßig seine wachsamen Sensoren in Fahrtrichtung reckt.

 

Nissan X-Trail Notbremsassistent
Safety first – der autonome Bremsassistent ist im ACENTA Serie.

 

Die optionalen – und mit 950 Euro inklusive Sitzheizung gar nicht mal so preisintensiven – Voll-LED-Scheinwerfer konnten im Test größtenteils Überzeugen. Wie auch der Nissan Qashqai, verfügt der X-Trail über ein adaptives Lichtsystem, welches das Licht variabel und je nach Fahrsituation entsprechend verteilt. In der Praxis funktionierte dies auch einwandfrei.

Zieht man hier jedoch dessen kleinen Bruder herbei, so möchte man beinahe meinen, dass dieser in der LED-Schule besser aufgepasst hat und seine Scheinwerfer so besser justieren konnte. Insbesondere auf der Autobahn konnte der Qashqai rein subjektiv mit einem weiteren Lichtkegel überzeugen.

 

Nissan X-Trail Sitzheizung
Wie im Qashqai liegen die Bedienungen für die Sitzheizung weit hinten in der Mittelkonsole.

 

Die sehr gut wärmenden Sitzheizungen hingegen benötigten im Test – ebenso wie die Spiegel-, Heckscheiben- und Frontscheibenbeheizung auffällig lange, um entsprechendes Objekt zu enteisen oder zu erwärmen.

Bei der Lenkradheizung fällt zudem auf, dass die Wärmeverteilung inhomogen nur am oberen und unteren Lenkradkranz spürbar und mit ausreichender Stärke ankommt, an den so wichtigen Seiten bleibt die Heizleistung zu lange eher unbefriedigend – das vollkommene Gegenteil zum Nissan Qashqai.

Die Bedienung der Lenkradheizung zeigte sich dazu als suboptimal. So muss der Fahrer seinen Blick von der Straße abwenden, um den Button hierfür zu aktivieren, der sich in flauschiger Nachbarschaft zum Knöpfchen für die Deaktivierung des ESP befindet. Ständig genutzte Komfort- und relevante Sicherheitskomponenten sollten aus unserer Sicht einen gewissen Respektsabstand wahren.

 

Nissan X-Trail ESP-Schalter
Links oben oder links unten? Lenkradheizung und ESP-Schalter liegen eng beieinander.

 

Das Infotainmentsystem, welches nahezu baugleich mit dem des Qashqai und des Micra ist, erwies sich im Test als mindestens genauso solide wie der X-Trail insgesamt. Wenngleich der Bildschirm etwas klein wirkt und wir uns mittlerweile von Nissan eine etwas bessere Bildwiedergabe wünschen, so hat sich das System im Testzeitraum keine nennenswerten Schwächen zuschulden kommen lassen.

 

Nissan X-Trail Touchscreen
Einfache aber übersichtliche Darstellung auf sieben Zoll – es dürfte gern mehr sein.

 

Das Navigationssystem wirkte in der Kartendarstellung – trotz guter Übersichtlichkeit – ein wenig antiquiert, was durch den mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale recht kleinen Touchscreen noch unterstrichen wurde. Positiver Aspekt: Dank integriertem GoogleTM lassen sich hilfreiche Informationen wie die schnellste Route zur nächsten Tankstelle oder zu anderen POI’s wie Restaurants, Unterkunftsmöglichkeiten oder Sehenswürdigkeiten anzeigen.

Extrem hilfreich ist dabei die Send-to-car Funktionalität, mit der man die Route bequem am heimischen Computer planen und dann einfach ans Auto senden kann.

 

Nissan X-Trail Navi
Flink in der Routenberechnung und klar in der Routenführung – die „Navi“ im X-Trail.

 

Beim Thema Sound gab es im Nissan X-Trail zwar kein markenaffines Premiummodul, aber verstecken musste sich der grundsolide Klang keineswegs. Besonders lobenswert ist an dieser Stelle die in der ACENTA-Austattung serienmäßige Verfügbarkeit von digitalem Radio DAB+, wodurch dem geneigten Insassen eine qualitativ besonders gute Soundquelle zur Verfügung steht. Selbst in Premiumfahrzeugen wird für dieses Feature in den meisten Fällen ein Aufpreis verlangt.

 

Nissan X-Trail Soundsystem
Spielt auch aus externem Quellen wie zum Beispiel per USB-Stick die gewünschte Musik.

 

Die Rückfahrkamera ist quasi Pflicht, die optionale 360-Grad-Ansicht äußerst hilfreich und verhindert durch die gewonnene Übersicht etwaige Kaltverformungen am Blechkleid.

Die Smartphone-Integration klappte mit Apple-Produkten beim zweiten Versuch, mit Android-Geräten auf Anhieb reibungslos. Bedauerlich fanden wir das Fehlen von Apple Car Play, was quasi ebenso wie Android Auto heutzutage zum Standard gehören sollte.

Den Passagieren des Fonds wird eine simple Lüftungsdüse präsentiert. Keinerlei USB-Anschlüsse oder ähnliches deuten darauf hin, dass Nissan die Zeichen der Zeit erkannte und dementsprechend findet das Fortschreiten der Digitalisierung im bodenständigen Topmodell leider viel zu wenig Berücksichtigung.

 

Nissan X-Trail Klimaautomatik
Prima Klima – sowohl Heizung als auch Kühlung funktioniert im SUV schnell und zugfrei.

 

Die elektrisch anklappbaren Spiegel sind bei der Nutzung in städtischen Gebieten ein Muss. Bedenkt man die Breite des großen SUV, freut sich der X-Trail-Kunde über diese Serienausstattung in der getesteten ACENTA-Linie.

 

Nissan X-Trail Verkehrszeichenerkennung
Volle Punktzahl – die Verkehrszeichenerkennung erwies sich als absolut treffsicher.

 

Die Verkehrszeichenerkennung trägt zwar nicht den Namenszusatz „intelligent“, hat aber aus Sicht der Redaktion den höchsten IQ. Immerhin arbeitete sie im Test durchgehend fehlerfrei und erkannte jedes noch so verschmutze Schild beinahe in Echtzeit. Bravo!

 

Varianten und Preise des Nissan X-Trail

Neben drei verschiedenen Motorisierungen – ein 1.6 DIG-T Benziner mit 161 PS, zwei Diesel, 1.6 dCi mit 130 und 2.0 dCi mit 177 PS – für das SUV, gibt es aktuell vier verschiedene Ausstattungslinien im Angebot.

 

  • VISIA heißt die Einstiegsversion und bietet unter anderem mit Klimaanlage und Verkehrszeichenerkennung eine solide Basis ab 25.590 Euro.
  • ACENTA beinhaltet zusätzlich beispielsweise einen autonomen Notbremsassistenten, eine Fahrtlichtautomatik und eine 2-Zonen-Klimaautomatik für mindestens 28.850 Euro.
  • N-CONNECTA heißt das Vize-Flaggschiff und glänzt serienmäßig obendrein mit LED-Scheinwerfern, 18-Zoll-Rädern und intelligentem Around-View-Monitor ab 32.600 Euro.
  • TEKNA nennt man bei Nissan das Topmodell des X-Trail und dieses besitzt zusätzlich in Serie ein Bose-Soundsystem, ein Safety-Shield mit Einpark-Assistenten und Sitzheizungen auf Reihe zwei ab 37.200 Euro.

 

Nissan X-Trail ACENTA
Mit umfangreicher Ausstattung ein gutes Preis-Leistungsverhältnis: die ACENTA-Linie.

 

Wählt man einen TEKNA mit dem großen Diesel in Kombination mit dem 4×4-Allrad und der X-Tronic-Automatik, werden mindestens 45.500 Euro fällig. Optional kann man hier nur noch eine Sonderlackierung für maximal 900 Euro und Zierelemente im Sitzlederbezug für 200 Euro auswählen, wobei der Endpreis bei 46.600 Euro liegen würde.

Allrad ist nur in Verbindung mit den beiden Dieselantrieben möglich. Der Benzinmotor wird ausschließlich mit Frontantrieb ausgerüstet.

 

Fazit – Maskuliner Vertreter der SUV-Riege

Mit dem Nissan X-Trail erhält der Kunde ein vollwertiges und üppig dimensioniertes SUV mit leichten Abstrichen in puncto Infotainment und Stilfaktor. Im direkten Vergleich zum kleineren Qashqai, wirkt dessen großer Bruder weniger stylish, jedoch erheblich robuster.

Auch sein Plattformpartner, der Renault Koleos wirkt ungemein moderner und mit einer deutlich ausgeprägteren Portion Lifestyle. Dies ist aber auch nicht das Ziel des Nissan X-Trail.

 

Nissan X-Trail offroad
Auch in seinem Element – der Nissan X-Trail als ausgewachsenes SUV abseits der Asphaltadern.

 

Seine präferierte Zielgruppe erreicht er ohne jeden Zweifel durch seine ureigenen Charaktereigenschaften, denn der geneigte Förster, Jäger oder Landbesitzer hat wenig Interesse an stylischen Applikationen, sondern hegt vielmehr den Wunsch nach ausgeprägten Offroad-Genen in Kombination mit einer entsprechend maskulin ausgelegten Robustheit.

Ruft man sich das Vorfacelift in Erinnerung, so hat Nissan beim X-Trail einige Stellschrauben gedreht, um ihn zu einem noch kernigeren und selbstbewussteren Vehikel zu erheben. Aus unserer Sicht ist dies rundum gelungen.

Wem die Leistungsentfaltung des 1.6-Liter-Benziners nicht genügt und Allrad als „must have“ im Pflichtenheft stehen hat, sollte einen Blick auf das 2.0-Liter-Pendant mit bis zu 177 Diesel-PS werfen, das auch mit einem stufenlosen Xtronic-Automatikgetriebe sowie echter 4×4-Kompetenz besticht.

 

Text / Bilder: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

 

 

 

 

Technische Daten: Nissan X-Trail ACENTA 1.6 DIG-T 6MT

Farbe: Monarch Orange Perleffekt

Länge x Breite x Höhe (m): 4,69 x 1,82 x 1,74

Radstand in mm: 2.705

Motor: Reihenvierzylinder Benzinmotor mit Abgasturbolader und Direkteinspritzung

Leistung: 120 kW (163 PS) bei 5.600 rpm

Hubraum: 1.618 ccm

Max. Drehmoment: 240 Nm bei 2.000 – 4.000 rpm

Getriebe: 6-Gang manuell

Antrieb: Front

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 6,2 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 7,3 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 145 g/km

Abgasnorm: Euro 6 b

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 9,7 Sekunden

Leergewicht: 1.460 kg

Laderaumvolumen: 565 Liter (1.996 Liter bei umgeklappten Rücksitzlehnen)

Zulässige Anhängelast in kg: 1.800 (bis 12 Prozent Steigung)

Kraftstofftank: 60 Liter

Neupreis des Testwagens: 31.670 Euro

 

 

2 comments

Hallo und vielen Dank für den Hinweis. Da gab es in der Tat eine falsche Indizierung. Wir haben den Fehler behoben.
Vielen Dank nochmals und weiterhin viel Spaß auf NewCarz.de 🙂

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