Chevrolet Camaro V8 – Das Infotainment

Chevrolet Camaro V8

Dauertest Chevrolet Camaro V8

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10.08.2020 – km-Stand: 95.034 | Das Infotainment

Die letzten 5.000 Kilometer für unser V8-Pony sind angebrochen und während sich der Sommer hierzulande von seiner heißesten Seite zeigt, frönen wir nicht nur dem Offenfahren.

Dieser Bericht behandelt im Übrigen nicht die im letzten Beitrag angekündigte Alltagstauglichkeit, sondern ein wichtiges und oft angefragtes Feature des US-Cars. Einige Punkte möchten wir vor Ende des Dauertests noch behandelt haben und so widmen wir uns in diesem Bericht dem Infotainment des Chevrolet Camaro V8.


Das Navigationssystem im Chevrolet Camaro V8

Wie bereits in den vorherigen Berichten rudimentär erwähnt, verfügt das Pony Car über einen acht Zoll großen Touchscreen, der als Dreh- und Angelpunkt des Infotainments fungiert. Hierüber können Entertainment-, Telefon- und Navigationsfunktionen gesteuert werden.

Camaro Navigationssystem
Übersichtlich – Die Karte überfrachtet nicht mit Informationen.


Im Rahmen unseres Dauertestes konnten wir die Navigation bereits ausführlich im In- und Ausland testen und waren teilweise überrascht, wie gut diese funktionierte.

Camaro 6 Navi
Easy to handle – Die Bedienung des Navi erwies sich immer wieder als intuitiv.


Beginnen wir mit der Adresseingabe: Diese kann wahlweise über per Touchbefehl oder via Sprachsteuerung erfolgen. Die manuelle Eingabe erfordert lediglich einen Bedienschritt, nachdem die Karte geöffnet ist, was als überaus intuitiv einzustufen ist.

Camaro Adresseingabe
Kontrastreich – Auch bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich der Bildschirm gut ablesen und bedienen.


Die Sprachsteuerung verstand nahezu jeden Befehl und begeisterte mit einer Trefferquote von über 95 Prozent – hier gibt es durchaus hiesige Fahrzeuge, die in diesem Kapitel schlechter abschnitten. Allerdings versteht der Camaro Befehle nur in einer bestimmten Reihenfolge, flüssiges „In-den-Block-Diktieren“ ist nicht möglich. Einmal begriffen, gelingt aber auch dies absolut zufriedenstellend. Zudem wird der Fahrer bei einer falschen Einsprache freundlich auf die korrekte Reihenfolge der benötigten Adressdaten hingewiesen.

Camaro Sprachsteuerung
Was kann ich sagen? – Die Sprachbefehle sind vorgegeben, die Eingabe klappt meist problemlos.


Die Routenberechnung geschah in den allermeisten Fällen sehr zügig, sodass die Fahrt umgehend gestartet werden konnte. Auch bei der Routenführung gibt es kaum Kritik zu verbuchen. Dank 3D-Navigation lässt sich die Karte gut ablesen, auf Wunsch unterstützen akustische Befehle die Navigation.

Chevrolet Camaro V8 Zielführung
Der letzte Step – Der Startbutton muss am Ende immer manuell bedient werden.


Darüber hinaus werden entsprechende Manöver nicht nur auf dem Zentralbildschirm angezeigt sondern auch auf dem Info-Display zwischen den beiden Analoginstrumenten. Dieses ist dabei individuell konfigurierbar, überblendet auf Wunsch kurz vor einem Manöver die zuvor gewählte Ansicht.

Camaro Infodisplay
Hilfreiche Hinweise – Auch im Infodisplay werden bevorstehende Manöver angezeigt.


Wem dies noch immer nicht reicht, der möge einen Blick auf das Head-Up-Display werfen, denn auch hier wird die Routenführung stets optisch wiedergegeben, sofern gewünscht und eingestellt. Dabei erweist sich die Darstellung auf dem HUD bei weitem nicht so umfangreich, wie beispielsweise in einem BMW 3er.

Camaro Head-Up-Display
Projiziert – Das HUD gibt zeigt auf Wunsch ebenfalls die Navigationsführung an.


Doch genügen die Informationen im Grunde vollkommen, überfrachten den Fahrer nicht mit zu viel Input. Allenfalls eine Darstellung von Verkehrstafeln sowie eine etwas feingranulärere Darstellung der Fahrspuren können wir dem Navigationssystem – in Summe gesehen – ankreiden.

Camaro 6 Infotainment
Detailtreue – Das Infotainment ist klar strukturiert, die Karte könnte etwas detailgetreuer sein.


In puncto Verkehrsinformationen und Stauumfahrung konnten wir unseren Bordbucheinträgen zwiegespaltene Eindrücke entnehmen. Während ein Kollege mitten in eine schon seit längerem bestehende Vollsperrung geleitet wurde, lobte ein anderer Redakteur die rechtzeitige Abfahrt vor einem erst kürzlich passierten Unfall auf der A2 und dem damit einhergehenden Stau von rund 8 Kilometern. So oder so, in Summe hält die Stauumfahrung nicht mit topaktuellen Systemen mit, doch kann sie dennoch den ein oder anderen sinnvollen Tipp geben. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, der kann sich natürlich auch via Google navigieren lassen, womit wir beim nächsten Kapitel wären.


Die Smartphone Integration

Natürlich lässt sich auch das Smartphone mit dem Chevrolet Camaro V8 koppeln. Wahlweise stehen hier Apple CarPlay, Android Auto oder Bluetooth als Verbindung bereit.

Chevrolet Camaro V8 Sunset
Pony + Smartphone – Der Camaro ist in puncto Konnektivität absolut zeitgemäß.


Besonders häufig wurde in unserem Test Apples CarPlay genutzt. Das funktioniert hier zwar noch nicht kabellos, die Darstellung ist jedoch einwandfrei und die Bedienung gelingt über den Touchscreen einfach. Gleiches gilt für Android Auto, auch hier gab es keinerlei negative Kritik – außer einem Eintrag: Hier berichtet ein Kollege von einem zunächst erfolgreichen Koppeln eines Android Gerätes, was jedoch kurz darauf einen Totalausfall des Infotainments zur Folge hatte. Nach einem Neustart war dieses Problem jedoch behoben und tauchte nicht mehr auf.

Chevrolet Camaro V8 Sommer Heck
Infotainment? Gut! Sound? Noch besser! – Der Camaro beeindruckt noch immer mit sattem V8-Beat.


Sehr häufig koppelten wir unsere Smartphones via Bluetooth mit dem Pony Car. Dies geschah stets zuverlässig und – einmal das Smartphone erkannt – auch ohne Zutun des Fahrers. Sowohl die Freisprecheinrichtung als auch das Streamen von Musik gelangen über den gesamten Testzeitraum ohne nennenswerte Auffälligkeiten. Lediglich das Telefonieren bei geöffnetem Verdeck ist bis maximal 120 km/h ein sinnvolles Unterfangen, darüber leidet die Gesprächsqualität aufgrund des erhöhten Geräuschpegels erheblich.

Ebenfalls positiv ist der Umstand, dass beim Streamen von Musik auch Titel und Interpreten angezeigt werden – und zwar nicht nur auf dem Zentralbildschirm sondern auch im Head-Up-Display.

Chevrolet Camaro V8 induktive Ladestation
Nicht zuverlässig – Die induktive Ladestation des Camaro fiel im Test oft negativ auf.


Die induktive Ladestation ist hingegen eine der Achillesfersen des Chevrolet Camaro V8. Bis heute lädt dieses Feld das Smartphone nur in sechs von zehn Fällen – erwies sich im Test oftmals als „launisch“ und wurde daher nur selten genutzt. Immerhin besteht auch die Möglichkeit, via USB das Smartphone zu laden.

Camaro V8 Chevrolet MyLink
WLAN-Hotspot an Bord – Dank MyLink sogar mit LTE-Geschwindigkeit.


Abschließend möchten wir noch erwähnen, dass der Camaro auch über einen integrierten WLAN-Hotspot verfügt. Dies funktioniert über OnStar – auch bekannt aus diversen Opel-Modellen – und bietet eine 4G-LTE-Internetverbindung. Abgerundet wird das Package durch eine Ambientebeleuchtung, die 24 Farben offeriert, was gewissermaßen und besonders nachts „Lounge-Feeling“ aufkommen lässt.


Das Bose Soundsystem im Chevrolet Camaro V8

Wenngleich die vorrangige akustische Untermalung im Bug schlummert und auf unseren vielen Touren oftmals für bestes Entertainment sorgte, so möchten wir auch das Bose Soundsystem in unserem Pony nicht unbeachtet lassen. Hierüber finden sich ebenfalls diverse Einträge im Bordbuch.

Ziemlich genial für Bose. Zwar basslastig, aber trotzdem ausgewogen – passt irgendwie zum Pony.

Dieser Aussage können wir uns anschließen. Zwar befriedigt die Bose Anlage keine audiophilen Gemüter erster Klasse, doch haben die Ingenieure den ihnen zur Verfügung stehen Fahrgastraum gut ausgenutzt. Die Höhen warten mit einem hohen Reinheitsgrad auf, während das Bassfundament recht solide daherkommt – hier bleibt sich Bose treu.

Chevrolet Camaro V8 Bose Soundsystem
Kräftig, bassbetont und voluminös – So spielt das Bose Soundsystem im Camaro auf.


Lediglich die Mitten sind weniger ausgeprägt und kommen – insbesondere bei geöffnetem Verdeck weniger blendend zur Geltung. Doch das ist dann schon wieder das bekannten Jammern auf hohem Niveau – erst recht dann, wenn man sich den Fahrzeugpreis vor Augen führt.

Im kommenden Bericht werden wir uns dann noch einmal mit dem Thema Alltagstauglichkeit befassen. Auch hier haben wir bis dato eine erhebliche Menge an Leserbriefen erhalten, die wir in diesem Bericht mit behandeln werden.

Text / Fotos: NewCarz

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