ABT entfesselt den CUPRA Formentor VZ5 635; ein Monster mit 635 PS zum 130-jährigen Jubiläum – limitiert auf nur 30 Exemplare weltweit.
Jubiläumsmodelle gibt es ja wie Sand am Meer, doch dieses hier zeigt sich eher als automobile Machtdemonstration. Zum 130-jährigen Bestehen des renommierten Tuners Abt Sportsline zündet der Veredelungsspezialist aus dem Allgäu ein Hochleistungs-Feuerwerk, das die Grenzen zwischen SUV, Rennmaschine und Sammlerstück verschwimmen lässt.
Exakt 30 Fahrzeuge entstehen. Nicht mehr. Nicht weniger. Die Limitierung ist dabei weit mehr als Marketingfolie: Sie steht sinnbildlich für 130 Jahre automobile Leidenschaft, komprimiert in eine Kleinserie, die bereits jetzt Kultstatus verinnerlicht.
ABT CUPRA Formentor VZ5 635 – Mit legendärem Fünfzylinder
Im Zentrum des Projekts schlägt ein Herz, das unter Enthusiasten längst Legendenstatus besitzt: der Fünfzylinder-Turbomotor des CUPRA Formentor VZ5. Ein Triebwerk mit Charakter, Ecken, Kanten und einer Klangkulisse, die modernen Downsizing-Motoren wie emotionslose Haushaltsgeräte erscheinen lässt. Bereits im iberischen Klassikmodus gibt’s 390 PS, als Abt-Derivat waren es schon beeindruckende 450 PS, die sich im Test fahrtechnisch als wahre Wonne erwiesen hatten.

ABT hebt die Leistung mit der hauseigenen Power-R-Leistungssteigerung und dem innovativen IWI-System auf brachiale 635 PS an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Werte, die man eher in der Welt kompromissloser Supersportwagen erwartet als bei einem kompakten SUV-Coupé. Ein Projektil mit Straßenzulassung sozusagen.
IWI-Technologie: Ingenieurskunst aus Kempten
Die eigentliche technische Sensation versteckt sich jedoch hinter drei Buchstaben: IWI. Die sogenannte „Indirect Water/Ethanol-Injection“ sorgt über eine indirekte Wasser-Ethanol-Einspritzung für eine massive Innenkühlung des Motors. Klingt nach reiner Motorsportentwicklung und funktioniert genau so. Durch die niedrigeren Temperaturen kann deutlich mehr Sauerstoff in die Brennräume gelangen, was dauerhaft höhere Leistung ermöglicht.
Das Resultat ist bemerkenswert: Selbst unter extremer Belastung liefert der VZ5 635 seine Leistung konstant und ohne thermische Ermüdung ab. Unterstützt wird das System von einem eigens entwickelten ABT-Turbolader sowie einem optimierten Ladeluftkühler. Der Füllstand des IWI-Systems wird zudem digital überwacht und direkt in der myABT App angezeigt.
Der ABT CUPRA Formentor VZ5 635 hat Nordschleifen-DNA im Fahrwerk
Leistung allein macht noch kein großes Fahrerauto. Deshalb hat ABT auch das Fahrwerk vollständig neu abgestimmt. Das speziell entwickelte Gewindesportfahrwerk orientiert sich konsequent an den Anforderungen der Nürburgring-Nordschleife.
Individuell einstellbare Zug- und Druckstufen ermöglichen ein präzises Feintuning für unterschiedliche Fahrstile und Einsatzbereiche. Zusammen mit den ABT-Sportstabilisatoren entsteht ein Setup, das die enorme Leistung nicht nur kontrolliert, sondern förmlich auf den Asphalt krallt.
Trotz aller Motorsport-Gene bleibt der Alltag überraschend präsent. Der Formentor wirkt nicht wie ein kompromisslos verhärtetes Tracktool, sondern wie ein Hochleistungsgerät mit erstaunlicher Balance zwischen Präzision und Komfort.
Design mit Kampfansage
Optisch setzt der Formentor VZ5 635 ebenfalls ein unübersehbares Statement. Frontseitige Lufteinlassblenden, markante Heckschürzenaufsätze und ein glänzend schwarzer Heckflügel verleihen dem SUV eine aggressivere Präsenz.

Dabei gelingt ABT ein Kunststück, an dem viele Tuner scheitern: Der Wagen wirkt nicht überladen oder künstlich dramatisch. Stattdessen entsteht eine Formensprache, die souverän, muskulös und sofort als ABT erkennbar ist.
Der Formentor steht da wie ein Raubtier kurz vor dem Sprint. Selbst im Stillstand scheint er unter Spannung zu stehen.
Exklusivität bis ins Detail
Auch im Innenraum bleibt kein Zweifel daran, dass hier kein gewöhnlicher Formentor wartet. Eine spezielle ABT-Start-Stop-Schalterkappe, exklusive Fußmatten mit gesticktem VZ5-635-Logo sowie die individuelle „1 of 30“-Prägung machen jedes Fahrzeug zu einem dokumentierten Einzelstück.

Diese Details mögen klein erscheinen, sind für Sammler und Liebhaber jedoch entscheidend. Sie verwandeln den Wagen von einem schnellen SUV in ein echtes Sondermodell mit Seltenheitswert.
Vertrieb über den offiziellen CUPRA-Handel
Besonders bemerkenswert: Die Fahrzeuge werden offiziell über den CUPRA-Handel in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben. Damit erhält das Projekt einen werksnahen Charakter, der die Exklusivität zusätzlich unterstreicht.
Die Wahrscheinlichkeit, eines der 30 Exemplare tatsächlich zu ergattern, dürfte allerdings verschwindend gering sein. Viele Fahrzeuge werden vermutlich schon vergeben sein, bevor sie überhaupt die Auslieferungshalle sehen.
Den Preis verrät Abt Sportsline Interessenten auf Anfrage. Das Basisfahrzeug, der Formentor VZ5, startet bei rund 73.000 Euro; wir vermuten, hier könnte durchaus die 100.000 Euro-Grenze erreicht werden.
NewCarz meint dazu:
Was für ein Kracher! Der Abt CUPRA Formentor VZ5 635 wirkt wie ein letztes großes Aufbäumen einer Ära, in der Emotion, Sound und mechanische Brutalität noch wichtiger waren als digitale Effizienzwerte. Insbesondere der Fünfzylinder macht dieses Fahrzeug mit so einem Leistungspotenzial fast einzigartig. Sein Klang besitzt Charakter und Seele, etwas, das modernen Performance-Konzepten immer häufiger fehlt. In Kombination mit der extremen Limitierung entsteht hier nicht einfach ein schnelles SUV, sondern ein zukünftiger Klassiker mit Sammlerpotenzial. Beeindruckend ist zudem, wie konsequent ABT das Gesamtpaket entwickelt hat. Die Leistung steht nicht isoliert im Mittelpunkt, sondern wird durch Fahrwerk, Aerodynamik und Technik sinnvoll ergänzt. Dadurch entsteht kein reines PS-Monster, sondern ein erstaunlich stimmiges Performance-Fahrzeug. Schade nur, dass man eher einen Bugatti Chiron oder einen Koenigsegg zu Gesicht bekommen wird, als diesen hier. Denn 30 Stück sind wahrlich wenig und machen ihn zu einer weiteren echten Rarität der Straße.
Quelle & Fotos: Abt Sportsline / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
