Der chinesische Hersteller AVATR – ein Joint Venture von Changan (zu dem unter anderem auch Deepal gehört), Batterie-Riese CATL und Technikpartner Huawei – schickt mit dem AVATR 12 eine Elektro-Limousine auf die Straße, die gleichermaßen Premium-Anspruch und moderne E-Mobilität verkörpert.
NewCarz hat sich das Fahrzeug auf der IAA in Frankfurt näher angeschaut.
AVATR 12 – Elektrifizierter Straßenkreuzer mit Future Vibes
Mit gut fünf Metern Länge, drei Metern Radstand und einem Design, das sogar eher Raumschiff als Straßenkreuzer wirkt, tritt der AVATR 12 in die Arena von Tesla Model S und Mercedes EQS. Innen erwartet die Passagiere ein digitaler Hightech-Salon mit großen Bildschirmen, Nappa-Leder, Massagefunktionen und – für Technikfans – optionalen Kameras statt Seitenspiegeln. Wer also gern wie in einem Sci-Fi-Film durch die Nacht gleitet, könnte hier auf seine Kosten kommen.



Auch unter der Haube ist Zukunft angesagt – soweit man bei einem Elektroauto überhaupt von „Haube“ reden darf. In der schwächeren Version gibt es Heckantrieb, rund 313 PS und eine Reichweite von etwa 700 Kilometern nach chinesischem Prüfzyklus. Wer es sportlicher mag, greift zum Allradmodell mit satten 578 PS und Sprintzeiten um die vier Sekunden. Praktisch: Die Batterie lädt mit 750-Volt-Technik besonders flott – der Kaffee beim Schnellladen sollte also besser ein Espresso sein.
Was kostet ein AVATR 12?
Preislich beginnt der Spaß in China bei umgerechnet knapp 89.000 Euro, luxuriöser ausgestattete Varianten klettern womöglich in sechsstellige Regionen, in denen auch deutsche Premium-Marken wildern. In China sind diese Preisregionen bereits als sündhaft teuer eingestuft. Das macht den AVATR 12 nicht zum Schnäppchen, aber zum ernsthaften Herausforderer. Preise und ein Datum für den Marktstart für Europa sind bislang noch nicht kommuniziert worden.

NewCarz meint dazu:
Beeindruckend ist er, der AVATR 12, wie er da so präsentiert wird. Es bleibt allerdings die Frage: Wann kommt diese Coupé-artige Limousine nach Europa – und wie gut schlägt sie sich auf deutschen Autobahnen und in Werkstätten? Noch ist das unklar. Sicher ist nur: Mit dem AVATR 12 zeigt China, dass es Luxus-Elektromobilität nicht nur beherrscht, sondern auch mit einer Portion Show inszeniert. Und wenn der Drache wirklich in Europa landet, dürfen sich Tesla und Mercedes warm anziehen.
Text & Fotos: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
