Dacia Striker – Angriff auf das SUV-Imperium

Dacia Striker

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Er ist die Symbiose aus den Vorzügen eines SUVs, eines Kombis und einer Limousine: der neue Dacia Striker erlebte gerade seine Weltpremiere.

Was da auf vier Rädern durch die Straßen Europas rollen wird, trägt einen Namen, der nach Volltreffer klingt. Warum? Weil das Ergebnis ein Lifestyle-Kombi darstellt, der mehr Bodenfreiheit als eine klassische Limousine besitzt, eleganter auftritt als viele SUVs und gleichzeitig den praktischen Nutzwert eines Kombis verspricht.

Mit dem Striker will Dacia im heiß umkämpften C-Segment nicht einfach mitspielen, sondern neue Spielregeln schreiben. Der Einstiegspreis von unter 25.000 Euro dürfte dabei für viele Interessenten mindestens ebenso spannend sein wie das ungewöhnliche Fahrzeugkonzept.

Die Modelle Duster, Bigster, Jogger oder Sandero haben bereits eindrucksvoll für den enormen Aufwind der Marke gesorgt. Die Dacia-Familie bekommt jetzt einen spannenden Zuwachs, der diesen Trend nochmals verstärken könnte.


Dacia Striker – Ein Auto gegen die Schubladen

SUV? Kombi? Crossover? Oder warum nicht alles gleichzeitig? Diese Fragen hat sich Dacia offensichtlich beim Striker gestellt. Dacia beschreibt sein neues Modell als „das Beste aus drei Welten“. Hinter dieser Marketingformel steckt tatsächlich ein nachvollziehbarer Gedanke. Viele Autofahrer wünschen sich heute die erhöhte Sitzposition eines SUVs, möchten aber weder dessen Gewicht noch den oft höheren Verbrauch in Kauf nehmen. Gleichzeitig soll genügend Platz für Familie, Hund, Kinderwagen oder den spontanen Baumarktbesuch vorhanden sein.

Der Striker versucht genau diesen Spagat. Mit 4,62 Metern Länge bewegt er sich auf klassischem Kombi-Niveau, bleibt mit lediglich 1,53 Metern Höhe aber deutlich flacher als viele Konkurrenz-SUVs. Trotzdem bietet er bis zu 20 Zentimeter Bodenfreiheit und ist auf Wunsch sogar mit Allradantrieb erhältlich.


Design – Muskelshirt unterm Maßanzug

Beim ersten Blick fällt sofort die ungewöhnliche Linienführung auf. Die obere Hälfte wirkt fast elegant. Eine flach verlaufende Frontscheibe, ein langes Dach und eine sportliche Heckpartie erinnern eher an einen klassischen Touring-Kombi.

Unterhalb der markanten Schulterlinie zeigt der Striker jedoch seine robuste Seite. Kräftige Kotflügel, viel Bodenfreiheit und massive Kunststoffverkleidungen signalisieren eine nicht zu vernachlässigende Offroadfähigkeit.

Die neue T-förmige LED-Lichtsignatur an Front und Heck verleiht dem Fahrzeug einen eigenständigen Auftritt. Zusammen mit dem breiten Kühlergrill wirkt der Striker deutlich hochwertiger, als man es von früheren Dacia-Modellen gewohnt war.


Innenraum des Dacia Striker – Überraschend clever gedacht

Wer im Innenraum billige Kompromisse erwartet, dürfte überrascht werden. Das Cockpit folgt einer klaren Philosophie: weniger Schnickschnack bei einfacher Bedeinbarkeit. Physische Tasten bleiben dort erhalten, wo sie sinnvoll sind. Der serienmäßige 10,1-Zoll-Touchscreen übernimmt Navigation und Infotainment, während das neue LightVisio-Fahrdisplay wichtige Informationen scheinbar schwebend im Blickfeld darstellt.

Besonders typisch Dacia sind jedoch die kleinen Ideen. Ein im Armaturenbrett versteckter Eiskratzer oder eine Kabelführung, damit das Smartphone-Ladekabel nicht wie eine Liane durchs Auto hängt. Dazu gibt’s herausnehmbare Getränkehalter und bis zu neun YouClip-Befestigungspunkte für Zubehör. Sogar eine Decke, die sich gleichzeitig als Spielmatte für Kinder verwenden lässt, ist an Bord des Dacia Striker.


Platz satt für Familien und Freizeitabenteurer

Auch beim Gepäckraum denkt Dacia pragmatisch. Mit bis zu 600 Liter Ladevolumen gehört der Striker zur Spitzengruppe des Segments. Besonders pfiffig ist der neue dreiteilige Ladeboden, der sich je nach Bedarf unterschiedlich konfigurieren lässt. Ob Getränkekisten, Wanderschuhe oder der Wochenendeinkauf: Alles soll sicher verstaut werden können.

Dazu kommen eine elektrische Heckklappe mit automatischer Annäherungserkennung sowie Rücksitze, die sich bequem direkt vom Kofferraum aus entriegeln lassen. Man merkt schnell: Hier standen Menschen am Zeichenbrett, die offenbar selbst schon einmal versucht haben, mit beiden Armen voller Einkaufstüten eine Heckklappe zu öffnen.

Dacia Striker Kofferraum
Mindestens 600 Liter an Kofferraumvolumen sind für diese Fahrzeugklasse eine Kampfansage.


Die Antriebe – Vier Hybridvarianten statt Einheitslösung

Dacia setzt beim Striker vollständig auf elektrifizierte Hybridantriebe und bietet gleich vier unterschiedliche Konzepte.

Besonders interessant bleibt der bekannte LPG-Hybrid G-140 als 1.2-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit 140 PS. Dacia kombiniert erstmals den bivalenten Benzin-/Autogas-Antrieb mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem. Das senkt nochmals die CO₂-Emissionen und dürfte vor allem Vielfahrer ansprechen.

Darüber hinaus stehen ein klassischer Vollhybrid „hybrid 155“ als 1.8-Liter-Liter-Benzinmotor und zwei E-Motoren mit gemeinsam 155 PS mit bis zu 80 Prozent elektrischer Fahrzeit im Stadtverkehr sowie ein neu entwickelter Hybrid-Allradantrieb als „hybrid 150 4×4“ indem ein 1.2-Liter-Turbobenziner mit 140 PS zusammen mit einem 31 PS starken E-Motor an der Hinterachse arbeitet.

Gerade letzterer zeigt, wie intelligent moderne Technik inzwischen arbeiten kann: Die Hinterachse wird nur dann elektrisch zugeschaltet, wenn zusätzliche Traktion tatsächlich benötigt wird. Im Alltag fährt der Striker häufig wie ein sparsamer Fronttriebler und spart so Kraftstoff.


Sparsamkeit wird zum Konstruktionsprinzip

Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 gehört das Fahrzeug obendrein zu den aerodynamisch günstigeren Vertretern seiner Klasse. Hinzu kommt ein Leergewicht von rund 1.400 Kilogramm. Für ein Fahrzeug dieser Größe ist das bemerkenswert niedrig.

Dacia Striker schräg hinten
Eine gute Aerodynamik sowie ein geringes Leergewicht sind weitere Vorteile, die die Effizienz beflügeln.

Auch bei den Materialien verfolgt Dacia seinen inzwischen bekannten Nachhaltigkeitskurs konsequent weiter. Rund ein Drittel des Fahrzeugs besteht aus Materialien der Kreislaufwirtschaft. Recycelte Kunststoffe finden sich sowohl außen als auch erstmals sichtbar im Innenraum. Leder und Chrom sucht man dagegen vergeblich. Nicht aus Sparsamkeit allein, sondern als Teil einer bewusst reduzierten Materialstrategie.


Sicherheit im Dacia Striker auf aktuellem Niveau

Trotz seines attraktiven Einstiegspreises verzichtet Dacia nicht auf moderne Assistenzsysteme.

Automatische Notbremsfunktion, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitserkennung und adaptiver Tempomat gehören ebenso zum Programm wie zahlreiche weitere Sicherheitssysteme.

Dacia Striker vorn rechts
Kampfpreis: Unter 25.000 Euro soll der Dacia Striker starten – das wird der Konkurrenz womöglich sauer aufstoßen.

Praktisch ist die Funktion „My Safety“. Fahrer können ihre bevorzugten Einstellungen der Assistenzsysteme speichern, anstatt sie bei jedem Fahrzeugstart erneut konfigurieren zu müssen. Ein kleines Detail mit großem Alltagsnutzen.


NewCarz meint dazu:

Beim Striker gefällt uns besonders der konsequente Praxisgedanke. Vom variablen Innenraum über den clever gestalteten Kofferraum bis hin zu den unterschiedlichen Hybridantrieben wirkt vieles so, als hätten die Entwickler zuerst an den Alltag der Fahrer gedacht und erst danach an die Marketingbroschüre. Genau das war schon immer eine Stärke von Dacia. Doch auch optisch schlägt die Marke ein neues Kapitel auf. Der Striker wirkt deutlich moderner und hochwertiger, ohne seinen bodenständigen Charakter aufzugeben. Die neue Designsprache verleiht ihm eine Eigenständigkeit, die ihm im Straßenverkehr sicher viele neugierige Blicke bescheren wird. Natürlich bleibt eine gesunde Portion Zurückhaltung angebracht. Erst unabhängige Testfahrten werden zeigen, ob Fahrkomfort, Verbrauch und Fahrdynamik die hohen Erwartungen erfüllen. Sollte Dacia jedoch das angekündigte Preisniveau von unter 25.000 Euro realisieren und gleichzeitig die versprochenen Eigenschaften liefern, könnte der Striker zu den spannendsten Neuerscheinungen der kommenden Jahre gehören.

Quelle & Fotos: Dacia / Text: NewCarz

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