Wenn ein Autohersteller 80 wird, darf man Nostalgie erwarten – und was ganz ausgefallenes: den Kia Vision Meta Turismo.
Alte Fotos, glänzende Chromstoßstangen, vielleicht ein bisschen Sentimentalität sind dennoch Pflicht. Kia allerdings nutzte sein Jubiläum auch als Sprungbrett nach vorn – mit einer großen Feier im Kia Vision Square im koreanischen Yongin und einer Fahrzeugstudie, die eher nach Science-Fiction als nach Rückspiegel aussieht.
Rund 400 Gäste – darunter die komplette Führungsetage mit Euisun Chung (Executive Chair der Hyundai Motor Group), Vice Chair Jaehoon Chang und Kia-CEO Ho Sung Song – feierten nicht nur die Vergangenheit, sondern vor allem das, was noch kommen soll. Die Botschaft: Kia ist vom Fahrrad- und Motorradhersteller zum globalen Anbieter nachhaltiger Mobilität gereift – und denkt längst über das klassische Auto hinaus.



Euisun Chung nannte die Unternehmensgeschichte eine „epische Erzählung“, Ho Sung Song sprach von Entschlossenheit als DNA der Marke. Dazwischen: Mitarbeitende, ehemalige Führungskräfte, Zukunftstalente, ein eigens produzierter Jubiläumsfilm und musikalische Hochkultur mit Star-Geigerin Clara-Jumi Kang. Kurz: ein Geburtstagsfest mit Anspruch.
Der Star des Abends: Kia Vision Meta Turismo
Der eigentliche Star des Abends rollte allerdings nicht aus der Historie, sondern direkt aus Kias Vision für die nächste Mobilitätsära: der Vision Meta Turismo. Die Studie versteht sich als moderne Hommage an die großen Langstreckenfahrzeuge der 1960er-Jahre – nur eben übersetzt in eine Zeit, in der digital, immersiv und nachhaltig die entscheidenden Vokabeln sind.
Drei Leitideen bestimmen das Konzept: Sportlich-dynamisches Fahren, ein digitales, interaktives Fahrerlebnis und ein Innenraum, der eher Lounge als Cockpit ist.

Außen zeigt der Vision Meta Turismo Kias Designphilosophie „Opposites United“ in Reinform: eine futuristische Silhouette, weich modellierte Flächen, kontrastiert durch präzise geometrische Elemente. Elegant, aber nicht zahm. Extrovertiert, ohne aufdringlich zu wirken.
Innen wird es dann endgültig visionär. Digitale Technologien verstärken die Interaktion zwischen Mensch und Fahrzeug, während die großzügige Raumaufteilung und spezielle Designelemente ein beinahe immersives Reisegefühl erzeugen. Man fährt nicht nur – man erlebt.
Lenkrad als Kommandozentrale der nächsten Generation
Besonderes Augenmerk verdient das neu entwickelte Lenkrad: weniger klassisches Steuerrad, mehr intelligente Schnittstelle. Drei digitale Fahrmodi – Speedster, Dreamer und Gamer – passen das Fahrerlebnis an Stimmung und Umgebung an. Unterstützt wird das Ganze von einem Augmented-Reality-Head-up-Display, das virtuelle Informationen so darstellt, als würden sie dreidimensional über der Straße schweben. Möglich macht das intelligentes Glas, das die Grenze zwischen realer und digitaler Welt elegant verwischt.
Karim Habib, Kias Designchef, bringt es auf den Punkt: Der Vision Meta Turismo steht für eine Mobilität, die Dynamik mit menschenzentrierten Räumen verbindet – und für den Anspruch, Technik nicht nur funktional, sondern inspirierend zu gestalten.
Ein Blick zurück – mit offenem Ausgang nach vorn
Begleitet wird das Jubiläum von der Ausstellung „The Legacy of Movement“, die im Kia Vision Square acht Jahrzehnte Markengeschichte mit aktuellen und zukünftigen Fahrzeugkonzepten verbindet. Die Ausstellung ist bis 2029 geöffnet – was sinnbildlich passt: Kia feiert zwar 80 Jahre, wirkt aber, als habe man gerade erst richtig angefangen.
NewCarz meint dazu:
- Wenn das die nächsten Kapitel dieser „epischen Erzählung“ sind, darf man gespannt sein, wie komfortabel, digital und überraschend die Zukunft der Mobilität noch wird. Kia hat da offenbar den richtigen Fühler, wie diverse aktuelle Modelle der Marke eindrucksvoll aufzeigen. Es bleibt in jedem Fall spannend und wir erwarten mit Freude die nächsten Schritte der Koreaner.
Quelle & Fotos: Kia / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
