Der Nissan Juke war noch nie ein Auto für Menschen, die beim Anblick eines Fahrzeugs vor allem an gedeckte Farben und gesellschaftliche Konventionen denken – beim Sondermodell Nissan Juke Pulse ist diese Zielgruppe wieder mehr oder weniger ausgeblendet.
Denn jetzt legt Nissan noch einmal nach und schickt dieses Sondermodell des Juke ins Rennen. Ab 33.800 Euro gibt es den kleinen Crossover mit exklusiver Gestaltung, umfangreicher Ausstattung und einem Dach, das aussieht, als hätte jemand Schallwellen auf die Karosserie gebügelt.
Optische Akustik auf dem Dach
Das auffälligste Merkmal des Pulse ist die spezielle Dachgrafik. Die von Schallwellen inspirierte Gestaltung trägt sogar den Schriftzug „Pulse“. Dazu kommen ein tiefschwarzes Dach und schwarze Spiegelkappen, die mit den drei möglichen Karosseriefarben kontrastieren: Deep Ocean, Pearl White und Ceramic Grey.

Auch die 19-Zoll-Aerodynamikräder bleiben nicht unangetastet. Farbeinsätze greifen das Gestaltungskonzept auf und geben dem Juke eine Extraportion optischer Würze.
Nissan Juke Pulse – Innen nicht schüchtern
Das Interieur übernimmt die expressive Linie des Exterieurs. Armaturenbrett, Türverkleidungen und Mittelkonsole tragen dunkelblaue Kunstlederflächen. Dazu kommen Mélange-Stoffbezüge, die sich bis in den Fond ziehen.

Schalensitze sorgen für eine sportlichere Sitzposition, während eine beheizbare Frontscheibe den winterlichen Alltag angenehmer macht. Bei Dunkelheit setzt die Ambientebeleuchtung Akzente. Für die akustische Untermalung ist das BOSE Personal Plus Premium Audiosystem zuständig.
Der Juke Pulse ist damit nicht einfach ein Juke mit ein paar Aufklebern. Nissan hat deutlich tiefer in den Ausstattungsschrank gegriffen.
Rundumblick statt Schulterakrobatik
Auch technisch bekommt der Pulse ordentlich Nachschub. Der Intelligent Around View Monitor erzeugt eine 360-Grad-Rundumsicht und hilft beim Rangieren, Hindernisse im unmittelbaren Umfeld des Fahrzeugs frühzeitig zu erkennen.
Das ist gerade beim Juke durchaus willkommen. Seine markante Karosserie bringt schließlich nicht nur Design, sondern auch einige Stellen mit sich, die man vom Fahrersitz aus nicht unbedingt freiwillig kennenlernen möchte.
Das umfangreiche Nissan-Sicherheitspaket ist serienmäßig an Bord. Dazu kommen weiterentwickelte Fahrerassistenzsysteme.
Der normale Juke wird ebenfalls besser
Nissan belässt es allerdings nicht beim Pulse. Auch die übrigen Ausstattungslinien werden aufgewertet.
Bereits der Acenta ab 25.990 Euro erhält ein 12,3 Zoll großes digitales Kombiinstrument, Klimaautomatik, induktives Smartphone-Laden, Regensensor, Keyless Entry und Türgriffe in Wagenfarbe. Dazu kommt ein neues Fahrerüberwachungssystem, das unauffällig im überarbeiteten Lenkrad integriert ist und Anzeichen nachlassender Aufmerksamkeit erkennen kann.

Für den Antrieb steht hier der bekannte 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 84 kW beziehungsweise 114 PS und bis zu 200 Nm zur Verfügung. Wahlweise arbeitet er mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
N-Connecta: Jetzt wird es interessanter
Die Ausstattung N-Connecta ab 27.850 Euro legt nochmals nach. 19-Zoll-Leichtmetallräder, Around View Monitor und ProPILOT mit Navi-Link gehören jetzt zum Programm.
ProPILOT kann im stockenden Verkehr Abstand und Spurführung übernehmen und dank Stop-&-Go-Funktion bis zum Stillstand folgen und anschließend wieder anfahren. Für lange Staus ist das ungefähr so entspannend, wie ein Juke überhaupt sein kann. Ab dieser Ausstattung steht außerdem der 1,6-Liter-Hybrid mit 105 kW beziehungsweise 143 PS zur Verfügung. Die Kombination aus Benzin- und Elektroantrieb arbeitet mit einer Multi-Mode-Automatik.
N-Tec und N-Design
Der N-Tec ab 26.890 Euro kombiniert Konnektivität und Komfort. Keyless Entry, Klimaautomatik und das Winterpaket mit beheizbarer Frontscheibe, Lenkrad und Vordersitzen gehören dazu.

Darüber rangiert der N-Design ab 32.400 Euro. Hier wird es entsprechend luxuriöser: Ledersitze mit Alcantara-Applikationen, Zweifarblackierung, Winterpaket und BOSE Personal Plus gehören zum Umfang. Zusätzlich kommen ProPILOT mit Navi-Link und der Around View Monitor hinzu.
NewCarz meint dazu:
Der Juke Pulse nimmt sich die Freiheit, nicht jedem gefallen zu wollen – klar, genau das erwartet man von einem Juke, doch von einem Sondermodell dieses Autos noch mehr, oder? Die Kombination aus Schallwellen-Dach, schwarzen Kontrasten, 19-Zoll-Rädern und dem auffällig gestalteten Innenraum passt erstaunlich gut zu seinem eigenwilligen Charakter. Gleichzeitig sorgen moderne Assistenzsysteme, Hybridantrieb und umfangreiche Konnektivität dafür, dass hinter der Show auch Substanz steckt. Wer einen unauffälligen Kompakt-Crossover sucht, ist hier definitiv falsch abgebogen.
Quelle & Fotos: Nissan / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
