Skoda schickt mit dem neuen Epiq einen City-SUV ins Rennen, der Großes vor hat.
In der ersten Hälfte dieses Jahres feiert das vollelektrische Einstiegsmodell Premiere und übernimmt gleich mehrere Jobs gleichzeitig: Designbotschafter, Preisbrecher und strategischer Eckpfeiler der tschechischen Elektrifizierungspläne.
Der neue Epiq: Voll und ganz ein Skoda
Optisch tritt der Epiq im vollen Ornat der neuen Skoda Designsprache auf. Modern Solid nennt sich das Ganze, und ja, das meint es ernst. Klare Linien, robuste Anmutung, LED-Lichtsignaturen mit Wiedererkennungswert und eine Front, die mehr Selbstbewusstsein ausstrahlt als manches Mittelklasse-SUV. Der Epiq ist damit das erste Serienmodell der Marke, das alle Elemente dieser neuen Designsprache vereint. Sozusagen der Maßanzug ab Werk.

MEB+ verspricht viel Platz
Technisch steht der Neue auf der MEB+-Plattform und ist damit ebenfalls ein Premierenkind. Frontantrieb, niedriger Schwerpunkt dank im Unterboden verbauter Batterie und eine auf Effizienz getrimmte Architektur sorgen dafür, dass aus kompakten Außenmaßen ein erstaunlich erwachsenes Raumangebot wird. Der Kofferraum schluckt 475 Liter Gepäck, was im City-SUV-Segment ungefähr dem Stauraum eines gut organisierten Umzugswagens entspricht.
Schnelles Laden, große Reichweite
Beim Blick auf die nackten Zahlen wird klar, dass der Epiq nicht nur geschniegelt, sondern auch strebsam ist. Die Reichweite liegt bei bis zu 430 Kilometern nach WLTP, geladen wird mit bis zu 133 kW Gleichstrom. Heißt in der Praxis: Kaffeepause statt Mittagsschlaf an der Ladesäule. Die hohe Energieeffizienz verdankt der Epiq unter anderem seinem vergleichsweise geringen Gewicht und der konsequenten Auslegung auf den urbanen und suburbanen Alltag.

Viel Ausstattung im Skoda Epiq
Auch beim Thema Assistenzsysteme gibt sich der Einstiegsstromer keine Blöße. Travel Assist 3.0 bündelt adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurführung und Stauassistent zu einem digitalen Co-Piloten, der sonst eher in höheren Fahrzeugklassen anzutreffen ist. Dazu kommen weitere Komfort- und Sicherheitsfeatures, die den Epiq im Stadtverkehr ebenso souverän machen wie auf der Landstraße.
Der Preis ist heiß!
Besonders spannend wird es beim Preis. Der Epiq positioniert sich als günstigstes vollelektrisches Modell von Skoda und soll in vielen Märkten auf Augenhöhe mit einem Kamiq mit Verbrennungsmotor liegen. Das wären ungefähr 25.000 Euro. Elektromobilität zum Einstiegspreis also, ohne Verzicht auf Raum, Technik oder Reichweite. Wahlfreiheit nennt Skoda das, und selten klang ein Marketingbegriff so greifbar. Die Leistung des Epiq liegt je nach Modell zwischen 115 PS und 211 PS und es gibt zwei Batteriegrößen: 38,5 kWh und 55 kWh. Ab Mai kann der neue E-Flitzer bestellt werden.
Strategisch betrachtet ist der Epiq mehr als nur ein neues Modell. Er ist ein Schlüsselauto. Bis 2026 will Skoda sein vollelektrisches Portfolio verdoppeln, und der City-SUV-Crossover soll dabei eine tragende Rolle spielen. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Epiq nicht nur neue Kunden gewinnen, sondern auch zeigen, dass Elektromobilität weder elitär noch kompliziert ist.
NewCarz meint dazu:
Der Epiq kommt klein daher, aber nur in Bezug auf seinen Preis. Und genau das könnte ihm auf den Straßen Europas eine ziemlich große Zukunft sichern. Den E-Mobilität ist in der Anschaffung nach wie vor relativ teuer. Skoda eröffnet hier mit dem Epiq neue Möglichkeiten, die eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen dürfte.
Quelle & Fotos: Skoda / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
