Škoda Epiq – Weltpremiere für den Volks-Stromer

Škoda Epiq

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Mit dem neuen Škoda Epiq öffnet Škoda ein neues Kapitel seiner Elektromobilitätsstrategie. Nach dem Erfolg von Enyaq und Elroq schicken die Tschechen nun ihr bislang günstigstes Elektroauto ins Rennen.

Der kompakte City-SUV-Crossover soll Elektromobilität endlich dort verankern, wo bislang vor allem Verbrenner wie der Kamiq zuhause waren: im bezahlbaren Volumensegment. Und genau hier setzt der Epiq ein deutliches Ausrufezeichen.

Mit einem Einstiegspreis ab 25.900 Euro will Škoda den Nerv der Zeit treffen. Bestellbar ist das Basismodell Epiq Essence 35 ab Ende September 2026. Damit rückt der Traum vom vollelektrischen Alltag für viele Käufer erstmals in greifbare Nähe. Besonders bemerkenswert: In einigen Märkten erreicht der Epiq laut Škoda bereits Preisparität zum vergleichbaren Verbrenner. Ein Satz, der noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction klang.


Exterieur: Modern Solid mit kantigem Selbstbewusstsein

Der Epiq ist das erste Serienmodell der Marke, das die neue Designsprache „Modern Solid“ vollständig trägt. Und tatsächlich wirkt der kleine Stromer deutlich markanter als bisherige Škoda-Modelle. Statt verspielter Linien setzt der Epiq auf klare Flächen, robuste Proportionen und eine nahezu technische Präzision.

Škoda Epiq schräg hinten
„Modern Solid“ benennt Skoda seine neue Formsprache, die der Elroq erstmals vollumfänglich präsentiert.

Besonders auffällig ist die neue T-förmige Lichtsignatur an Front und Heck. Sie verleiht dem Fahrzeug einen hohen Wiedererkennungswert und lässt den Epiq ohne jegliche Übertreibung futuristisch wirken. Die Front erscheint bewusst geschlossen und aerodynamisch optimiert, während die kurzen Überhänge und die erhöhte Karosserie den urbanen SUV-Charakter unterstreichen.

Mit seinen kompakten Außenmaßen bleibt der Epiq klar stadttauglich, wirkt aber optisch deutlich erwachsener als klassische Kleinwagen-Stromer. Ein kleiner Elektro-SUV mit Haltung statt Knuffigkeit.


Interieur des Škoda Epiq: Raumwunder mit cleverem Fokus

Innen bleibt Škoda seinem Credo „Simply Clever“ treu. Der Epiq nutzt seine Plattform effizient aus und überrascht mit einem großzügigen Raumangebot. Besonders beeindruckend ist der 475 Liter große Kofferraum, der zu den größten im Segment gehören dürfte. Damit wird der Epiq nicht nur zum Pendlerfahrzeug, sondern auch zum Familienbegleiter oder Wochenendmobil.

Das Cockpit setzt auf eine intuitive Bedienung und funktionale Klarheit. Škoda verspricht bewusst reduzierte Komplexität statt überladener Digitalwelten. Gleichzeitig ziehen Technologien ein, die bislang eher höheren Klassen vorbehalten waren.

Eine der spannendsten Neuerungen: Der Epiq ist das erste Elektroauto der Marke mit vollständiger One-Pedal-Control. Beschleunigen und Verzögern erfolgen nahezu ausschließlich über das Fahrpedal. Im Stadtverkehr dürfte das für ein besonders entspanntes Fahrerlebnis sorgen.

Hinzu kommt die bidirektionale Ladefunktion. Der Epiq kann also nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch wieder abgeben, etwa für Haushaltsgeräte oder perspektivisch sogar zur Stabilisierung des Heimnetzes. Ein Feature, das in dieser Preisklasse bislang selten zu finden ist.


Motorisierungen: Neue MEB+-Basis mit Fokus auf Effizienz

Technisch basiert der Epiq auf der neuen MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns. Interessant dabei: Anders als größere MEB-Modelle setzt der Epiq auf Frontantrieb. Es wird drei Batterie- und Leistungsgrößen geben:

  • Epiq 35 mit 115 PS
  • Epiq 40 mit 135 PS
  • Epiq 55 mit 211 PS

Wobei die Zahl die Batteriegröße in Kilowattstunden beschreibt.

Der Epiq startet zunächst mit der größten Batterie als Epiq 55. Škoda nennt hierfür bislang eine Reichweite von bis zu 440 Kilometern. Damit positioniert sich der Epiq deutlich oberhalb vieler aktueller Elektro-Kleinwagen. Dank Schnellladefunktion soll auch die Langstrecke kein Tabuthema bleiben.

Die Batteriegrößen Epiq 35 und Epiq 40 folgen im September 2026.

Škoda Epiq bidirektionales Laden
Bidirektionales Laden ist im Kleinwagensegment aktuell noch selten anzutreffen.

Mit einem Leistungsspektrum von 115 bis 211 PS als Maximum ist die Richtung klar: maximale Alltagseffizienz statt brachialer Leistungsorgien. Der Epiq will kein Elektro-GTI sein, sondern ein intelligenter Begleiter für möglichst viele Menschen.


Varianten und Preise des Škoda Epiq

Zum Marktstart wird zunächst der Škoda Epiq 55 in drei Ausstattungen angeboten:

  • Essence ab 32.100 Euro
  • Selection ab 35.600 Euro
  • Edition Eins ab 35.600 Euro

Das eigentliche Einstiegsmodell folgt mit den kleineren Batteriegrößen Epiq 35 und Epiq 40 im September 2026. Dann startet der Škoda Epiq Essence 35 ab 25.900 Euro.

Škoda Epiq Edition Eins
Als Sondermodell Edition Eins bietet der Epiq zum Marktstart besonders viel Ausstattung zum attraktiven Preis.

Der Epiq übernimmt innerhalb der Modellpalette die Rolle des elektrischen Einstiegsmodells und dürfte insbesondere gegen Fahrzeuge wie Renault 5 E-Tech, Citroën ë-C3 oder den VW ID.Polo antreten.


NewCarz meint dazu:

Škoda konzentriert sich mit dem Epiq auf die entscheidenden Punkte: Platz, Preis, Effizienz und einfache Bedienung. Dazu kommen moderne Technologien wie bidirektionales Laden und One-Pedal-Driving, die man in dieser Klasse kaum erwarten würde. Besonders spannend ist die Preisstrategie. Die angekündigten 25.900 Euro liegen zwar knapp über dem Einstiegspreis für den ID.Polo, doch der Skoda dürfte mit mehr Ausstattung des Basismodells auftrumpfen. Tatsächlich dürfte auch der Epiq für viele Käufer erstmals eine echte Alternative zum klassischen Verbrenner darstellen. Der elektrische Volks-Škoda? Ganz ausgeschlossen scheint das nicht. Allerdings erst zum Herbst dieses Jahres.

Quelle & Fotos: Skoda / Text: NewCarz

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