VW Tiguan Allspace – Mister T in XXL

Platzsorgen für Insassen bestehen bereits im herkömmlichen Tiguan grundsätzlich nicht, doch mit dem VW Tiguan Allspace verrauchen garantiert letzte Bedenken mit Sicherheit selbst bei exzedierten Platzliebhabern.

Durch um eine 22 Zentimeter in der Länge gestreckte Karosserie profitieren die Platzverhältnisse vor allem im Fond und im Kofferraum entsprechend und auch ausgedehnten Roadtrips steht somit nichts mehr im Wege. 

Dann wollten wir dies doch sogleich zum Anlass nehmen und starteten einen ebensolchen Trip quer durch Deutschland, Österreich, bis nach Italien, an den wunderschönen Gardasee. Für unseren Fahrzeugtest stand uns der VW Tiguan Allspace als Highline mit dem 180 PS starken Turbobenziner 2.0 TSI zur Verfügung. Wie sich der Wolfsburger mit Längenexpansion dabei schlug, klärt dieser Fahrbericht.

 

 

Exterieur – Gestreckter Klassiker

Bereits während seiner Premiere auf der IAA vor einem knappen Jahr, fiel der Zuwachs optisch auf. Vor allem in der Seitenansicht, während die Front- und Heckperspektiven sich zwar auch vom herkömmlichen Tiguan unterscheiden, jedoch erst beim zweiten Blick erkennbar werden – sieht man mal von den Allspace-Hinweisplaketten ab.

 

VW Tiguan Allspace schräg vorne
Auf den ersten Blick nur für den Insider schnell erkennbar – die Allspace Variante.

 

Der Frontgrill erfuhr eine leichte Modifikation in Form von Chromapplikationen und die Motorhaube wirkt eine Spur wuchtiger ansteigend – dies alles fällt jedoch nur Insidern auf, oder ein Allspace steht zufällig neben einem herkömmlichen Tiguan und man kann den direkten Vergleich anwenden.

Zusammenfassend zeigt sich auch der VW Tiguan Allspace mit einer bekannten und gefälligen Front, dem die LED-Scheinwerfer mit der charakteristischen LED-Tagfahrlichtsignatur einen unverwechselbaren Touch verleihen.

 

VW Tiguan Allspace Seite
Länge entscheidet – In der Seitenperspektive werden die Unterschiede deutlich.

 

In der Seitenansicht bemerkt man auch ohne zitierte Gegenüberstellung sofort den Längenzuwachs anhand der größeren Seitenfenster hinten und deutlich breiter ausfallenden hinteren Türen. Erstmals wird der Wolfsburger als Allspace optional auch zum Siebensitzer.

Aus diesem Grund benötigt man ebendiesen Platz, um den Zustieg zur dritten Sitzreihe zu gewährleisten. Da es sich bei unserem Testfahrzeug um einen Fünfsitzer handelt, profitiert man hier allein in Form eines überaus großzügigen Zustiegs auf Reihe zwei und Platz, Platz und nochmals Platz.

 

VW Tiguan Allspace schräg hinten
Mit den typischen Heckleuchten und den schicken Endrohren wirkt das Heck sehr gefällig.

 

Den Heckabschluss unseres Testobjekts dominieren die hübschen LED-Heckleuchten mit ebenso charakteristischer Lichtsignatur und die beiden Endrohre, welche zugleich für eine Prise Dynamik sorgen.

Mit der Lackierung in Dark Moss Green Metallic landeten die Farbdesigner einen echten Treffer, denn diese Farbgebung deckt je nach Lichtverhältnissen und Sonneneinstrahlung ein breites Spektrum an Nuancen ab.

Von einem fast schwarz wirkenden, tiefdunklen Grün bei bedecktem Himmel oder bei Dämmerung bis zu einem funkelnden Metallic in Farbtönen eines samtigen Billiardtischbezugs ist alles dabei, was man mit einem dunklen Grün entfachen kann und passte aus unserer Sicht hervorragend zu diesem SUV.

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Interieur – Devise Platzgenerierung

Wir wenden uns in diesem Kapitel zunächst dem wichtigsten Thema dieses Modells zu: Platzzuwachs. Vorne gab es ja bereits im normalen Tiguan keinerlei Grund, zu geringe Platzverhältnisse zu monieren. Das ist auch hier der Fall. Doch in der Tat überdeutlich ist der Raumgewinn ab der zweiten Reihe.

 

VW Tiguan Allspace Armaturenträger
Alles wie gehabt – Zumindest vorne ändert sich im Allspace nichts.

 

Mit bis zu sechs Zentimeter mehr an Beinfreiheit dank längs verschiebbarer Rückbank und einem um elf Zentimeter gewachsenen Radstand, fühlt man sich wie auf der heimischen Wohnlandschaft. Selbst in Limousinen der Oberklasse herrschen kaum mehr Freiheiten für die Beine der Passagiere.

Die nächste Überraschung wartet im Kofferraum. Dieser erfuhr durch den Längenzuwachs ein Plus von 145 Litern und protzt nun im getesteten Fünfsitzer mit gigantischen 760 Litern Laderaumvolumen, welches sich durch umgeklappte Rückenlehnen auf sage und schreibe 1.920 Liter erweitern lässt.

 

 

Als Siebensitzer geordert, gibt es zwei Zusatzplätze wobei diese für Personen mit maximal 1,60 Meter Gardemaß vorgesehen sind. Dazu kommen wir später genauer.

Auch der Rundumblick ist trotz seiner Abmessungen, dank der kastenförmigen Struktur und der damit einhergehenden steil stehenden Glasflächen, absolut vorbildlich. Damit beweist auch das XXL-Modell des Tiguans, dass Praktikabilität nicht automatisch Designnachteile haben muss.

 

VW Tiguan Allspace Zweite Sitzbank
Lümmeln wie auf der heimischen Ottomane – Im VW Tiguan Allspace kein Problem.

 

Neben einer tadellosen Verarbeitung von den eingesetzten – allesamt wertig erscheinenden – Materialien, erlebt man vom ersten Moment an ein Gefühl des Vertrauens bei Einstieg in den VW Tiguan Allspace. Alles ist an seinem Platz, nichts muss man suchen. Dazu kommen diverse Ablagen und Verstaumöglichkeiten, was den Einsatz für eine ausgedehnte Reise zusätzlich unterstützt. Dann also los.

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Motor & Fahreigenschaften – Wenn einer eine Reise tut…

…dann kann er was erzählen. Und auch in diesem Fall ist das eine ganze Menge. Fangen wir beim bereits bekannten Antrieb an. Der 2.0 TSI Turbobenziner stellt auch hier seine 180 PS und 320 Newtonmeter mittels 7-Gang-DSG Doppelkupplungsgetriebe souverän zur Verfügung.

 

VW Tiguan Allspace Motorraum
Bekannt und bewährt – Der 2.0 TSI passt mit seinen 180 PS sehr gut zum SUV.

 

Durch verschiedene Fahrmodi lässt sich die Leistungsentfaltung und die Dämpfercharakteristik zusätzlich splitten und zeigte im Eco-Modus mit einem sehr zeitig hochschaltenden DSG eine Niedrigdrehzahlcharakteristik, wohingegen im Sportmodus die Fahrstufen sehr oft weit ausgereizt werden, was so gar nicht zum Fahrcharakter des VW Tiguan Allspace passen wollte.

Denn durch den gewonnenen Radstand verbessert sich zwar der Geradeauslauf nochmals deutlich, doch geht das SUV nun auch etwas gemacher ums Eck und integriert dadurch eine deutlich größere Portion Gemütlichkeit in sein Fahrverhalten. Böse Zungen könnten dies auch Gemächlichkeit nennen, doch das geht aus unserer Sicht zu weit.

 

VW Tiguan Allspace DSG Knauf
Sieben Stufen, welche schnell und unspektakulär sortiert werden.

 

Aus genannten Gründen passte der Fahrmodus Comfort aus unserer Sicht auch als daueraktives Fahrprogramm am besten – nicht nur, aber nicht unbegründet aufgrund der insgesamt doch eher straffen Ausrichtung des Fahrwerks. In diesem Modus ließ es sich sowohl auf Autobahnen als auch über Landstraßen oder durch Stadtgetümmel mit der größtmöglichen Entspannung fahren.

 

Die etwas straffere Auslegung des Fahrwerks passt gut zum Tiguan. Simulationen von aufgewühlter Hochsee blieben dadurch aus und kein Insasse wurde auf seine Seetüchtigkeit geprüft.

So ein Eintrag eines Redakteurs im Testbordbuch.

 

Erstaunlich bei unserem Testfahrzeug war dabei, dass es trotz der – übrigens bildschönen – 19-Zoll-Räder fast nie Einbußen in puncto Fahrkomfort gab. Ein geruhsames Abrollen konnten wir dem SUV so gut wie uneingeschränkt bescheinigen. Nur bei Unebenheiten von deutlich garstiger Natur, registrierten wir ein gelegentliches Weiterreichen dieser Unzulänglichkeiten bis in den Fahrgastraum.

 

VW Tiguan Allspace Fahrmodi
Von allen Fahrmodi war uns auf langer Fahrt der Comfort-Modus am liebsten.

 

Neben dem Allradantrieb 4Motion zusätzlich mit dem Offroad-Paket bestückt, wäre unser Testwagen sogar dazu befähigt, die eine oder andere Strecke abseits der befestigten Bahnen zu bewältigen. Ein größerer Böschungswinkel und ein Unterschutz für Motor und Getriebe gehören zu diesem Paket. Mit einem Schriftzug auf den Einstiegsleisten weist der Wolfsburger zusätzlich optisch markant auf diese Ausstattung hin.

 

VW Tiguan Allspace Offroad-Einstiegsleisten
Erkennungszeichen für bessere Böschungswinkel und Unterfahrschutz am Allspace.

 

Ebenfalls positiv aufgefallen ist der Fakt, dass der VW Tiguan Allspace trotz seinem reichhaltigen Platzangebot recht schmal und übersichtlich unterwegs ist, was vor allem beim Manövrieren auf engen Passagen wie Baustellen oder auch den typisch engen Uferpromenaden entlang des Gardasees enorm zugutekam.

 

VW Tiguan Allspace Verbrauch
Zwischenziel erreicht – Gardasee in Italien. Der Verbrauch bis hier nach 1.200 km: vorbildlich.

 

Das Verbrauchsthema kann sich auch im Raumwunder auf Rädern sehen lassen. Beim gemütlichen Dahingleiten mit nicht mehr als 110 km/h schafft man es problemlos eine Sechs vor dem Komma zu generieren und schafft dadurch realistische Reichweiten von über 800 Kilometer mit einer Tankfüllung.

 

VW Tiguan Allspace Seitenansicht
Bondfilm-Kulisse – Der Tiguan Allspace am ehemaligen Filmset direkt am Gardasee.

 

Im gesamten Testzeitraum, der immerhin fast 3.000 Kilometer betrug und in dem von Vollgasfahrten bis zum langanhaltenden Stauzuckeln und gemachen Landstraßentouren alles dabei war, pendelte sich der Verbrauch bei 7,9 Liter ein. Das weicht nur 0,3 Liter von der Herstellerangabe ab, was uns doch beeindruckte.

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Ausstattung, Komfort, Sicherheit

Eines der wichtigsten Komfortaspekte in einem Auto ist unbestritten der Sitzkomfort. Hier punktet das SUV auf breiter Front. Dank Top-Komfortsitzen vorn und der Lederausstattung „Vienna“ gibt es ein extrem langstreckentaugliches Mobiliar und in Kombination mit dem Raumgefühl und den Platzverhältnissen fühlt man sich überall im Allspace sehr wohl.

 

VW Tiguan Allspace Klapptisch hinten
Reisepicknick? Kein Problem bei Klapptischen und Getränkehaltern im Fond.

 

Wäre unser Testwagen ein Siebensitzer, könnten die beiden zusätzlichen Plätze bei Nichtgebrauch im Laderaumboden versenkt werden. Die deutlich längeren Hintertüren erlauben zudem einen einfacheren Einstieg zur dritten Reihe. Mehr als die 1,60 – wie es der Hersteller empfiehlt – sollte man jedoch wirklich nicht bemessen. Sonst gibt es bereits Probleme beim Zu- und Ausstieg.

Wir erfreuten uns im Fünfsitzer dagegen an dem immensen Platzgefühl und einem gigantischen Gepäckabteil. Einzig eine Sitzbelüftung hätten wir uns zusätzlich gewünscht, welche optional auch verfügbar ist.

 

VW Tiguan Allspace Sitzmemory
Schneller Fahrerwechsel – Dank Sitzmemory eine Sekundensache.

 

Einen wichtigen Assistenten haben wir in unserem Test-Tiguan sehr vermisst: Den Totwinkelassistenten. Trotz Highline-Ausstattung war dieser nicht serienmäßig an Bord, was unsere Redakteure sehr bedauerten.

Dafür bewies einmal mehr der adaptive Tempomat im VW Tiguan Allspace eine hervorragende Arbeit und blieb einen nicht unbeträchtlichen Teil der Autobahnetappen im dauerhaften Betrieb. Insbesondere die Staufunktion erleichterte das Durchqueren der typischen Nadelöre entlang der bayrischen Autobahnen Richtung Innsbruck und Brennerautobahn erheblich.

 

VW Tiguan Allspace schräg hinten
Nebelschwaden am frühen Morgen in Oberbayern – es geht weiter.

 

Was vor einiger Zeit nur die tschechischen Pendants des Konzerns konnten, hielt nun auch im Allspace Einzug: Bewegt sich im Stau der Vordermann einige Meter, springt der Motor des SUV wieder an und signalisiert auf diese Art, dass es weitergeht.

Auch das Navigationssystem Discover Pro zeigte im Test durchgehend erstklassige Assistenzarbeit, reagierte zeitnah und grundsätzlich rechtzeitig auf Verkehrsstörungen. Dabei brillierte es mit einer überzeugend verständlichen wie detaillierten Routenführung auf übersichtlicher Kartendarstellung und einer Vielzahl an Informationen rund um die Reiseroute.

 

VW Tiguan Allspace Navi
Einfach aber sehr informativ – die Routenführung des Discover Pro.

 

Apropos Kartendarstellung: Diese ist auch im dynamischen Cockpitdisplay verfügbar und kann per Knopfdruck entweder nur den Bereich des herkömmlichen Infodisplays einnehmen, oder bei verkleinerter Darstellung der simulierten Rundinstrumente, den Großteil des 12,3-Zoll-Displays – perfekt!

Kleine Kritik am Rande: Das Hochfahren des Navigationssystems dauert beim Start des Fahrzeugs auffällig lange und so benötigt man etwas Zeit, um die Routenführung zu aktivieren. Glücklicherweise betrifft dies nicht den eigentlichen Betrieb, sodass etwaige Neuberechnungen der Route blitzschnell und ohne große Zeitverzüge stattfanden.

 

VW Tiguan Allspace Multiinfodisplay
Vielseitig – Die Konfiguration des dynamischen Cockpits bietet Möglichkeiten en masse.

 

Das Thema Konnektivität erfuhr erwartungsgemäß auch im VW Tiguan Allspace große Berücksichtigung. Neben einem DVD-Laufwerk und zwei SD-Card-Slots im Handschuhfach, existieren mehrere USB-Anschlüsse, eine 32 GB interne Festplatte, von denen 10 GB für Multimediainhalte genutzt werden können und im Kofferraum auch eine 230-Volt-Steckdose. Apple Car Play sowie Android Auto werden vollumfänglich unterstützt.

 

VW Tiguan Allspace LED-Scheinwerfer
Wie erwartet – Mit dem LED-Licht lässt sich jede Nachtfahrt entspannt antreten.

 

Keine Kompromisse geht das extrem helle LED-Licht der Scheinwerfer ein. Mit adaptivem Kurvenlicht, Fernlichtassistenten und Abbiegelicht via Nebelleuchten bietet der Wolfsburger ein Rundum-Sorglospaket namens „Active Lighting System“ an, dass im Praxistest durchweg und bei allen Gegebenheiten zu überzeugen wusste.

Das Headup-Display funktioniert durch eine mehrfarbige Projektion der Daten auf eine ausfahrbare Plexiglasscheibe. Gut ablesbar bleibt dies nur, sofern man keine Sonnenbrille mit polarisierenden Gläsern benutzt. Doch dies ist fast allen HUD verschiedener Hersteller eigen. Störend empfanden wir im Test das sehr geräuschvolle Ein- und Ausfahren der Projektionsscheibe.

 

VW Tiguan Allspace HUD
Projektion auf Kunststoff – Das HUD erfüllt seinen Zweck.

 

Für den Hörgenuss zeigte sich im Testfahrzeug ein Dynaudio Soundsystem zuständig und konstruierte über neun Lautsprecher – inklusive Woofer – mit 400 Watt Gesamtleistung ein beachtenswertes Klangfeld an die Ohren der Insassen. Opulente Bässe werden von natürlichen Mitten und feingranularen Höhen begleitet. Ein sehr ausgewogenes Klangbild, welches sämtliche Genres an Musikrichtungen bedienen kann und dabei für ein hohes Maß an Soundqualität sorgte. Wir fanden dies bravourös zu einem überschaubaren Aufpreis.

 

VW Tiguan Allspace Woofer
Versteckte seismische Aktivitäten – Der Woofer unter dem Laderaum.

 

Die Freisprecheinrichtung via Bluetooth – Bestandteil der Telefonschnittstelle „Comfort“ – überzeugte im Test ebenso mit einer sehr guten Sprachqualität und der erfolgreichen Unterdrückung von Nebengeräuschen, sodass es oftmals vorkam, dass Gesprächsteilnehmer verwundert zugaben, nicht mitzubekommen, dass man aktuell mit dem Auto unterwegs sei.

Auch eine induktive Ladestation war an Bord. Diese konnten wir im Test jedoch nicht ein einziges Mal zur drahtlosen Ladung von Mobiltelefonen bringen. Mehrere entsprechend taugliche Geräte wurden ausprobiert – allesamt ohne Erfolg. Schade.

 

VW Tiguan Allspace Telefonanzeige
Freies Sprechen – Die akustische Übertragungsqulität der Telefonanlage war erstklassig.

 

Schnelles Öffnen und Schließen der elektrischen Heckklappe vermeidet nervige Wartezeiten und die Fernsteuerung vom Fahrersitz aus erhöht den Bedienkomfort. Auch das schlüssellose Zugangssystem erhöht den Komfort, doch wäre es schön gewesen, wenn auch die hinteren Türgriffe entsprechende Sensoren erhalten hätten und zudem an der Heckklappe eine Verriegelungsmöglichkeit per Knopf oder Sensor existieren würde.

 

VW Tiguan Allspace Heckklappe
Keine zusätzliche Türverriegelung an der Heckklappe des Tiguan Allspace.

 

Zugute heißen muss man aber, dass das Fahrzeug auch bei offenstehender Heckklappe per Sensor an der Fahrer- oder Beifahrertür – oder eben per Funkfernbedienung – bereits verriegelt werden kann.

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Varianten und Preise des VW Tiguan Allspace

Volkswagen bietet die gestreckte Version des Tiguan in drei Ausstattungsleveln an. Trendline, Comfortline und Highline, jeweils ab 29.975 Euro, 32.375 Euro und 40.525 Euro.

Die Motorisierungen gleichen denen des herkömmlichen Tiguan. Bei den Benzinmotoren stehen von 150 PS über 180 PS bis zu 220 PS zur Verfügung. Die stärkste Version mit 220 PS ist ausschließlich im Highline-Modell erhältlich.

Als Diesel stehen im VW Tiguan Allspace Leistungsstufen von 150, 180 und 240 PS bereit. Auch hier bleibt die stärkste Version dem Highline vorbehalten.

Der Allradantrieb 4Motion steht außer im kleinsten Benziner, dem 1.4 TSI mit 150 PS, in allen anderen Varianten zur Verfügung. Im kleinsten Diesel optional, alle anderen Motorisierungen besitzen ihn serienmäßig.

 

VW Tiguan Allspace schräg vorn links
Unser Test-Allspace fuhr als Highline-Ausstattung rund um den Gardasee.

 

Bei den Getriebeoptionen sieht es ähnlich aus: Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG ist in allen Motorisierungen serienmäßig erhältlich, außer im kleinsten Benziner, der ausschließlich mit einem 6-Gang-Handschaltgetriebe kombinierbar ist und dem keinsten Diesel, der ebenso dieses manuelle Getriebe erhält, aber optional auch mit dem DSG ausgestattet werden kann.

Als Highline mit dem stärksten – und teuersten – Dieselmotor, kostet der VW Tiguan Allspace inklusive aller möglichen Ausstattungsoptionen und ohne Zubehör und Garantieerweiterungen knapp 65.000 Euro.

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Fazit – Lang anhaltendes Raumgefühl

Resümierend kann man dem VW Tiguan Allspace eine uneingeschränkte Reisetauglichkeit und eine ideale Besetzung als Familienfahrzeug bescheinigen. Die Größe des Skoda Kodiaq, kombiniert mit einer noch höheren Wertigkeit und Übersicht sowie allen aktuell verfügbaren Assistenz- und Sicherheitssystemen, prädestinieren den Wolfsburger zum SUV erster Wahl.

Im Test schlug er sich auch auf engen Straßen und Gassen Italiens bravourös und ließ im Zirkeln durch beengten Raum viele der größeren Geschwister wie Touareg oder Q7 oftmals hinter sich. Überzeugt hat der Benziner auch mit seinem überschaubaren Konsum an Superbenzin und seiner moderaten Geräuschkulisse.

 

VW Tiguan Allspace bei Regen
Der Himmel weint in Österreich – Wohl vor Freude über das Allroundtalent Allspace.

 

Am überzeugendsten war jedoch sein hervorragendes Platzangebot, bei dem man sich glücklicherweise nicht Tage vor der großen Reise den Kopf zerbrechen muss, wie man wohl das ganze Reisegepäck hineinbekommen solle. Auch Ermüdungserscheinungen bleiben für eine sehr lange Zeit außen vor und hinten darf man sich als Passagier regelrecht räkeln und das Raumgefühl voll und ganz genießen.

Auch wenn die Aufpreispolitik den Einstiegspreis sehr schnell um einen deutlich vier- ja sogar fünfstelligen Betrag erhöht und sicherlich die Nase zu dem einen oder anderen Rümpfer verleitet, so erhält man mit dem VW Tiguan Allspace ein sehr ausgewogenes SUV mit fast allen technischen Raffinessen, die heutzutage erhältlich sind.

So bleibt es jedem überlassen, wie viel er zusätzlich investieren möchte – das exorbitante Platzangebot steht hingegen immer serienmäßig zur Verfügung.

 

Text / Fotos: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Technische Daten: VW Tiguan Allspace 4Motion 2.0 TSI Highline

Farbe: Dark Moss Green Metallic

Länge x Breite x Höhe (m): 4,83 x 1,86 x 1,67

Radstand in mm: 2.787

Motor: Reihenvierzylinder

Leistung: 132 kW (180 PS) bei 3.940 – 6.000 rpm

Hubraum: 1.984 ccm

Max. Drehmoment: 320 Nm bei 1.500 – 3.940 rpm

Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG

Antrieb: Allrad 4Motion

Böschungswinkel vorn/hinten: 16,9°/14,5° (mit Offroadpaket)

Rampenwinkel: 14,9° (mit Offroadpaket)

Zulässige Anhängelast: 750 kg ungebremst (2.300 kg gebremst bis 12 Prozent Steigung)

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 7,6 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 7,9 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 172 g/km

Abgasnorm: Euro 6 W

Höchstgeschwindigkeit: 208 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 8,2 Sekunden

Leergewicht: 1.735 kg

Laderaumvolumen: 720 Liter (1.920 Liter bei umgeklappten Rücksitzlehnen)

Kraftstofftank: ca. 60 Liter

Neupreis des Testwagens: ca. 53.931 Euro (ohne Ausstattungsoptionen ab 40.525 Euro)

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