Hyundai Santa Fe – Des Kona großer Bruder

Seit mittlerweile knapp 20 Jahren rollt das Fullsize-SUV Hyundai Santa Fe bereits auf den Straßen unserer Erde und Hyundai hatte damit sehr früh an das Potenzial eines SUV geglaubt.

Dieser Glaube sollte belohnt werden, wenn auch zunächst nur in den Vereinigten Staaten, wo man zuerst ein Faible für Sport Utility Vehicles entwickelte. Doch schon bald erreichte der SUV-Boom auch Europa und schließlich auch den Rest des Planeten, sodass die Erfolgsgeschichte des Hyundai Santa Fe weitergehen konnte.

Im Hier und Heute sprechen wir bereits über die vierte Generation des koreanischen SUVs, das seit Herbst 2018 auch in Deutschland erhältlich ist. Wir testeten den Hyundai Santa Fe in der Premium-Ausstattung als Allrad-Benziner mit 185 PS in der kraftvollen Farbe Magma Red – einer Mineraleffekt-Lackierung.

 

 

Exterieur – Die Macht der Corporate Identity

Bereits mit etwas Abstand betrachtet, fällt beim Blick auf den Hyundai Santa Fe sogleich auf, dass das neue Modell klare Ähnlichkeiten mit einem seiner Modellgeschwister hat.

Der sieht ja aus wie ein Kona in XL!

Diesen Vergleich hörten wir nicht nur aus unserem Redakteurteam, sondern auch von Passanten, die uns auf das neue SUV ansprachen. Vor allem die Front zeigt absolute Markenzugehörigkeit und erinnert mit den speziell angeordneten Scheinwerferelementen an seinen kleinen Bruder, den Hyundai Kona. Auch wenn der imposant wirkende Kühlergrill im Kaskaden-Design hier deutlich markanter ausfällt, bedient auch dieser die Ähnlichkeit en detail.

 

Hyundai Santa Fe Front
Die Leuchteinheiten in drei Etagen – Das ist der aktuelle Look bei Hyundai-SUVs.

 

Die Seitenansicht des neuen Hyundai Santa Fe bietet wiederum eine schicke SUV-Optik mit einer Nuance Dynamik. Was allein die Farbgebung bewirken kann, spürt man besonders im Falle unseres Testwagens, denn die rote Lackfarbe sticht aus der Masse heraus und steht dem großen Hyundai ausgesprochen gut. Die wuchtig ausgeformten Radhäuser blähen gar die Kotflügel auf und lassen das SUV „dicke Backen“ machen. Insgesamt wirkt der Koreaner auch hier absolut XXL.

 

Hyundai Santa Fe Seite
Wuchtige Radhäuser und ein endloses Greenhouse – Der Santa Fe wirkt wahrlich groß.

 

Am Heck des Hyundai Santa Fe meldet ein massiver Unterfahrschutz seine Einsatzbereitschaft für die Geländefahrt. Damit auch die Sportlichkeit nicht zu kurz kommt, gibt es einen Dachkantenspoiler und neue, schmalere LED-Heckleuchten, die nicht nur moderner aussehen, sondern für eine entscheidende Prise Eleganz sorgen.

 

Hyundai Santa Fe Heck
Auch am Heck finden sich diverse Ähnlichkeiten zum Hyundai Kona, der damit ebenso gefiel.

 

Summa summarum ergibt sich wieder einmal ein Eindruck, der das koreanische SUV als vollkommen europakonform deklariert. Keine fremdartigen Designexperimente, sondern stringent durchgestylte Dynamik, gepaart mit Dominanz und einer Prise Pragmatismus. Mehr Europadesign geht ja wohl kaum.

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Interieur – Ying und Yang

Im Innenraum geht es weitgehend aufgeräumt zu. Die breite Mittelkonsole vermittelt einen zum Fahrzeug passenden, wuchtigen Eindruck, ohne dabei klobig zu wirken und die entsprechenden Tasten findet man überall dort, wo man sie erwartet und so fällt lediglich das etwas überfrachtete Multifunktionslenkrad aus dem Rahmen. Doch auch hier gilt: Hat man sich einmal damit auseinandergesetzt, wirft die Bedienung keine Fragen mehr auf. Beim übrigen Bedienkonzept dauert es dagegen ein wenig, bis man sich durch die Untermenüs gescrollt hat und auch das findet, was man sucht. Wirklich intuitiv ist das allerdings nicht.

 

Hyundai Santa Fe Fahrerplatz
Einladend – Das fahrerorientierte Cockpit des Hyundai Santa Fe.

 

Doch weshalb bedienen wir uns bei der Kapitelüberschrift des Daoismus? Nun, da sowohl die Materialien als auch deren Verarbeitung fundamentale Aspekte beim Qualitätseindruck darstellen, stellten wir hier einen Gegensatz fest, zu dem dieser Vergleich passt. Die Verarbeitungsqualität kann sich absolut sehen lassen und auch bei der Materialauswahl gibt es Highlights. Neben der Lederausstattung kamen viele Softtouch-Oberflächen zum Einsatz – Ying. Doch da gibt es auch diverse Stellen, an denen einfach wirkendes Hartplastik zum Einsatz kam und den Gesamteindruck dadurch wiederum trübten – Yang.

 

Hyundai Santa Fe Türverkleidung
Oben Leder, dann Alu, gefolgt von deplatziert wirkendem Hartplastik, worauf wieder Leder folgt.

 

Was der Hyundai Santa Fe in rauen Mengen bietet, ist extrem viel Platz. Optional ist das Fahrzeug auch mit einer im Boden versenkbaren dritten Sitzreihe ausgestattet. Bei unserem Testfahrzeug handelte es sich um einen Fünfsitzer. Das Raumgefühl ist für die beiden Sitzreihen gewaltig und selbst großgewachsene Passagiere finden so gut wie keine Einschränkungen.

 

Hyundai Santa Fe Rücksitze
Lounge-Charakter – Das Raumgefühl im Fond des SUV ist gewaltig.

 

Die Sitze sind bequem und bieten vorn auch mehr als genügend Seitenhalt. Sehr praktisch erwies sich die Sitzverstellungsmöglichkeit des Beifahrersitzes über dem Fahrer zugerichteten Tasten in der Rückenlehne. Dadurch kann der Pilot die Sitzverstellung direkt vom Fahrerplatz aus durchführen, was in manchen Situationen durchaus erforderlich ist. Das angenehm haptische Lenkrad lässt sich passend einstellen und der freistehende Infobildschirm thront Hyundai-typisch mittig auf der Instrumententafel.

 

 

Die Rundumsicht ist überraschend gut und nur nach hinten ein klein wenig eingeschränkt. Der Kofferraum steht in puncto Platzangebot dem Passagierraum in nichts nach. Von 625 bis maximal 1.695 Liter sollten so gut wie jedem Platzbedarf gerecht werden. Als Fünfsitzer erhält man obendrein drei Ablagefächer unter dem Laderaumboden.

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Motor & Fahreigenschaften – Unaufgeregter Cruiser

In unserem Testwagen arbeitete ein 2.4-Liter-GDI Reihenvierzylinder Ottomotor mit 185 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 238 Newtonmetern, die ab 4.000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung stehen. Bereits diese Daten zeigen eine klare Saugmotor-Charakteristik, die sich in der Praxis auch bestätigten.

 

Hyundai Santa Fe Motorraum
Klassiker – Der 2.4-Liter ist ein echter Sauger, mit allen Vor- und Nachteilen.

 

So ließ sich recht schnell feststellen, dass die Leistung hier hauptsächlich über die Drehzahl abgerufen werden kann. Schwächlich fühlt sich der Motor aber zu keinem Zeitpunkt an und passte insgesamt gut zum Fahrzeug.

Das Aggregat ist europaweit der einzige Benziner im Portfolio des Santa Fe; alternativ steht ein Diesel in zwei Leistungsstufen zur Verfügung, von denen wir einen – den stärkeren – bereits aus dem Kia Sorento kennen.

 

Hyundai Santa Fe Wahlhebel
Butterweich und manchmal orientierungslos – Die 6-Stufen-Automatik.

 

Aufgefallen ist die zwar samtweich schaltende, aber etwas nervös anmutende Schaltcharakteristik der Sechsgang-Automatik im Hyundai Santa Fe. Deutlich wird dies in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen, in denen die Automatik ständig zwischen zwei Fahrstufen hin und herschaltet. Die neue Achtgang-Automatik ist nur für den Diesel verfügbar und kann nicht mit dem 2,4-Liter-Benziner kombiniert werden. Wir kennen diese aus dem Fahrtest des Kia Sorento und gehen davon aus, dass die souveräne Schaltcharakteristik auch im Hyundai Santa Fe realisiert wurde.

 

Hyundai Santa Fe Fahrmodi
All together – Neben den Schalter für die Fahrmodi gibt´s eine Bergabfahrhilfe in der Konsole.

 

Keinerlei Kompromisse lässt der große Koreaner hingegen in Bezug auf fortwährende Traktion zu. Dank seines Allradantriebs — der bei Hyundai den Namen HTRAC trägt — konnte das Fahrzeug während des gesamten Testzeitraums mit bestem Grip überzeugen, ganz gleich auf welchem Untergrund das große SUV bewegt wurde.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist das insgesamt sehr ausgewogene Fahrwerk, welches besonders im Fahrprogramm „Comfort“ beachtenswerte Langstreckenqualitäten aufweist. Apropos Fahrprogramm: Die Spreizung der einzelnen Fahrmodi ist durchaus spürbar.

 

 

Die verschiedenen Fahrmodi sorgen im Hyundai Santa Fe dafür, dass sich gewisse Charakterzüge des Fahrzeugs verändern. So werden unter anderem Gaspedalkennlinie, Lenkung, Fahrwerk und auch Schaltverhalten maßgeblich beeinflusst. Interessant ist hier der Fahrmodus „Smart“, der je nach Fahrweise die Anpassungen vornimmt und von Eco bis Sport alle verfügbaren Modi automatisch nutzt.

Besonders im Sportmodus unterlässt der Hyundai Santa Fe das ständige Schalten und dreht die Gänge bei Volllast komplett aus. Dazu erhält das Fahrwerk eine straffere Charakteristik und die Lenkung wird direkter und fordert etwas mehr Kraftaufwand.

 

Hyundai Santa Fe Offroad
Auch Wege abseits der Befestigung sind für den allradgetriebenen Santa Fe kein Problem.

 

Das nun vorherrschende Ambitionspotenzial ist zwar noch weit entfernt von dem eines Performance-SUV, doch kann dadurch bereits spürbar der Fahrspaß gesteigert werden. Schnell gefahrene Kurven lassen sich so schneller und mit deutlich weniger Wank- und Nickbewegungen durchfahren als in einem der anderen Fahrmodi.

Mit den hohen Drehzahlen einhergehend, tritt die Geräuschkulisse mitunter zu dominant in den Vordergrund und der Vierzylinder erscheint akustisch dadurch manchmal auch etwas gequält, was insbesondere auf längeren Fahrten mit forciertem Charakter auch nerven kann. Doch einmal in Schwung und mit zurückhaltender Fahrcharakteristik, bleibt die Geräuschkulisse im Innenraum auf einem absolut erträglichen Niveau. Insgesamt tendiert das SUV daher eher zum Cruisen.

 

Hyundai Santa Fe Allradanzeige
Verlauf – Die Kraftverteilung des Allradsystems lässt sich in Echtzeit anzeigen.

 

Werfen wir abschließend einen Blick auf den Verbrauch des koreanischen Riesen. Dieser steht hier besonders in Abhängigkeit von gewähltem Fahrprofil und der jeweiligen Fahrweise. In unserem Test ergab der Durchschnittswert knapp elf Liter. Defensives und vorausschauendes Fahren mit moderaten Geschwindigkeiten werden mit Verbräuchen von knapp unter neun Litern belohnt. Eine sportliche Behandlung, bei der die Kurbelwelle des 2.4-Liter-Saugers fast immer oberhalb der 4.000 Touren rotiert, können auch gut und gerne knapp 15 Liter durch die Brennkammern jagen.

 

Hyundai Santa Fe Tankdeckel
Gut: Nur 91 Oktan verlangt der Sauger; weniger gut: Bei schwerem Gasfuß steigt der Durst intensiv.

 

Der Hyundai Santa weist einen recht großen Wendekreis auf, lässt sich aber in der City — nicht zuletzt dank diverser Kameras und einer leichtgängigen Lenkung — dennoch recht gut rangieren.

 

Ausstattung, Komfort, Sicherheit

Wie alle Fahrzeuge aus Fernost ist auch der Hyundai Santa Fe in der höchsten Ausstattungslinie – hier die „Premium“ – mit nahezu allen erdenklichen Features ausgestattet, die das aktuelle Markenportfolio beinhaltet.

Eine Freude für alle audiophil veranlagten Interessenten und daher besonders hervorzuheben, ist das sehr gute Soundsystem der Marke Krell. Mit angenehm klaren und auch bei höheren Pegeln sauberen Höhen und kraftvolle, sehr voluminöse, tiefe Bässe, bieten einen grundsoliden Klang, der alle bisher getesteten Standard-Soundsysteme um Lichtjahre übertrifft.

 

Hyundai Santa Fe Bildschirm
Das basst – Eine saubere, sehr detaillierte Musikwiedergabe gefiel den Ohren überaus gut.

 

Auch die Voll-LED-Scheinwerfer des Hyundai Santa Fe wurden von allen Redakteuren ohne Ausnahme voller Lob erwähnt. Eine helle, breite, erfreulich homogene Ausleuchtung und die enorme Reichweite des Fernlichts bildeten dabei die Kernkompetenzen dieses Lichtsystems.

 

Hyundai Santa Fe Front mit Hauptlicht
Trotz der recht tiefen Position erreichten die LED-hauptscheinwerfer eine immense Reichweite.

 

Fast schon ein Garant bei Hyundai-Modellen, sind die schnellen und vor allem gleichmäßig erwärmenden Lenkrad- und Sitzheizungen sowie eine zugfreie Klimatisierung des Innenraums. Die Sitzbelüftung erwies sich ebenfalls als äußerst engagiert, wobei in der höchsten dritten Stufe die Lüftergeräusche deutlich wahrnehmbar werden.

Die Unterstützung des Fahrers im Hyundai Santa Fe durch Assistenzsysteme fällt sehr umfangreich aus und dabei gibt es einige Optionen, die man bei Wettbewerbsmodellen vergeblich sucht. Ein Beispiel ist der „Safety Exit Assist“, der die hinteren Türen solange verriegelt lässt, wie sich ein Fahrzeug nähert. Hierbei nutzt der Assistent der Kindersicherung und warnt zudem auch akustisch vor einer Gefahrensituation.

 

Hyundai Santa Fe Sitzbelüftung
Die Sitzbelüftung hat großes Potenzial, wird aber in höchster Stufe recht laut.

 

Der Spurhalteassistent greift deutlich ein, sobald man die Spur unbeabsichtigt verlässt. Dass man nach dem Deaktivieren dieses Helfers nach jedem Motorstart eine automatische Wiederaktivierung beobachten muss, ist der Sicherheit gewiss zuträglich, doch nervt dieser Punkt, falls man den Assistenten nicht mag.

Ein weiteres sinnvolles Feature ist ein Helfer mit der auch zur Zungenakrobatik taugenden Bezeichnung „Rear Cross Traffic Collision Avoidance Assistent“. Dabei handelt es sich um einen erweiterten Querverkehrswarner, der durch eine Notbremsfunktion die unbeabsichtigte Kaltverformung bei Rückwärtsfahrten verhindern kann.

 

Hyundai Santa Fe Rückfahrkamera
Rundum Kameras ermöglichen eine Vielzahl von Perspektiven, was das Rangieren vereinfacht.

 

Grund zur Kritik gab die während des Tests unzuverlässig agierende Verkehrszeichenerkennung. Dabei gab es sowohl Beschränkungshinweise an Stellen, wo reell keine vorhanden waren und auch – was viel gefährlicher war – keine oder falsche Beschränkungshinweise in geschwindigkeitsbeschränkten Bereichen. Dabei wurden beispielsweise Dreißiger-Zonen mit einer 70-km/h-Beschränkung angegeben.

 

Hyundai Santa Fe HUD
Beispielhaftes HUD – Informationsdichte, Übersicht und Individualisierung sind ausgezeichnet.

 

Das Headup-Display brilliert wiederum mit gestochen scharfer und farbiger Darstellung diverser Parameter. Sehr hilfreich: Die Warnungen des Totwinkelwarners werden auch über das HUD angezeigt, wodurch die Erkennung einer derartigen Gefahr deutlich aufmerksamkeitsintensiver erfolgen konnte.

Als überaus praktisch und große Hilfe im täglichen Gebrauch erwies sich die elektrische Heckklappe samt Gepäckraum-Öffnungsassistent, der ebenfalls ungewollten Kaltverformungen vorbeugt. Dieser misst per Ultraschllsensor den Abstand zu einem Hindernis wie etwa einer niedrigen Decke und meldet dies dem Fahrer akustisch.

 

Hyundai Santa Fe Sitzmemory
Merkefix – Sitzmemory für den Fahrersitz mit zwei möglichen Positionsspeichern.

 

Außerdem öffnet ein Annäherungssensor nach mehrfachem Piepen die Heckklappe von allein, sofern man diesen Automatismus aktiviert hat. Selbst die Geschwindigkeit der sich öffnenden und schließenden Heckklappe ist in zwei Stufen variierbar.

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Varianten und Preise des Hyundai Santa Fe

Insgesamt vier Ausstattungslevel werden für das koreanische SUV angeboten. Als Motorisierung steht der hier getestete 2.4-Liter Saugbenziner und zwei Diesel, ein 2.0 CRDi mit 150 PS und ein 2.2 CRDi mit 200 PS zur Verfügung. Allrad ist beim Benziner Serie, der kleine Diesel ist nur mit Frontantrieb erhältlich, der große Diesel kann mit Front- oder Allradantrieb geordert werden.

Die Kraftübertragung übernimmt beim Benziner immer eine 6-Gang-Automatik, beim kleinen Diesel ein manuelles 6-Gang-Getriebe und beim großen Diesel entweder das manuelle 6-Gang-Schaltgetriebe oder eine 8-Gang-Automatik.

  • Select: Der Einstiegslevel beginnt mit dem kleinen Diesel bei 35.070 Euro. Der Benziner kostet nur 400 Euro mehr, besitzt dafür bereits Allrad und ein Automatikgetriebe, was diesen sicher als erste Wahl in der Konstellation machen dürfte. Ein aktiver Spurhalteassistent, eine Zweizonen-Klimaautomatik, eine Parkhilfe hinten und LED-Tagfahrlicht sind unter anderem Serie.
  • Trend: Serienmäßig zusätzlich befinden sich hier die vordere Einparkhilfe, das schlüssellose Zugangs- und Startsystem, eine Dachreeling und die vorderen Sitzheizungen plus Lenkradheizung an Bord. Der Preis beginnt bei 38.400 Euro.
  • Beim Style gibt es obendrein auch 18-Zoll-Bereifung, ein Navigationssystem mit Touchscreen, LED-Scheinwerfer und eine Lederausstattung ab 42.600 Euro.
  • Premium benennt Hyundai die höchste Ausstattungsstufe und belohnt die Wahl zusätzlich mittels Headup-Display, 19-Zoll-Rädern, eine Sitzbelüftung der vorderen Sitze und einen Arround-View-Monitor. Für all dies werden mindestens 46.600 Euro verlangt. Mit dem 200-PS-Diesel, Allrad und 8-Gang-Automatik werden 5.600 Euro mehr fällig.

 

Hyundai Santa Fe Premium
Beim Testwagen handelte es sich um die höchste Ausstattungsvariante „Premium“.

 

Viel lässt sich dann nicht mehr hinzufügen. Es bleibt nur das Panoramadach für 1.200 Euro und eine Sonderfarbe, dann ist die mögliche Ausstattung ausgeschöpft und für das so erschaffene Flaggschiff werden gut 54.000 Euro verlangt.

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Fazit – Der ausgewogene Riese

Der Hyundai Santa Fe präsentierte sich uns als solides Fullsize-SUV, das mit jeder Menge Platz und einer reichhaltigen Ausstattung punktet. Als Siebensitzer kann man dazu auch die Großfamilie unterbekommen und jeden schnöden Kleinbus ersetzen. Doch als Fünfsitzer erhält man ein Raumwunder auf Rädern und könnte den Santa Fe als Shuttle für den Club der Zweimeter einsetzen. Außerdem sieht er richtig gut aus und kann sich mit seinem frischen Design auch absolut selbstbewusst neben europäischen Wettbewerbern wie Kodiaq oder Taracco zeigen.

Der Benziner quittiert forcierte Fahrweisen zwar mit erhöhtem Verbrauch, doch ist er inklusive Allrad und Automatik die mit Abstand günstigste Variante des Raumwunders. Urban lebende Familien sowie Pragmatiker mit erhöhtem Platzbedarf oder Individualisten mit dem Sinn für viel Ausstattung und Sicherheit fürs Geld, sind die primäre Zielgruppe des Santa Fe mit Benzinmotor.

 

Hyundai Santa Fe schräg vorne links
Daseinsberechtigung? Hat er. Charme? Hat er. Sicherheit und Platz? In Hülle und Fülle.

 

Vielfahrern sei dagegen das Diesel-Pendant empfohlen, bei dem der stärkere Antrieb und der geringere Verbrauch den höheren Anschaffungskosten gegenüberstehen. Wer zudem die Ausstattungslinie „Premium“ wählt, erhält eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit vielen nützlichen Assistenten. Eine ausgiebige Probefahrt dürfte am Ende die Qual der Wahl etwas kompensieren.

Ein weiterer Fakt, der allen Hyundai-Modellen innewohnt, ist die 5-Jahres-Garantie, mit der auch der Hyundai Santa Fe ein As im Ärmel hat, das so manchen Konkurrenten ausstechen könnte.

 

Text / Fotos: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Technische Daten: Hyundai Santa Fe Premium AWD 2.4 GDI Fünfsitzer

Farbe: Magma Red Mineraleffekt

Länge x Breite x Höhe (m): 4,77 x 1,89 x 1,68

Radstand in mm: 2.765

Antrieb: Reihenvierzylinder Ottomotor ohne Aufladung

Leistung: 136 kW (185 PS) bei 6.000 rpm

Hubraum: 2.359 ccm

Max. Drehmoment: 238 Nm bei 4.000 rpm

Getriebe: 6-Gang-Automatik

Antrieb: Allrad

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 9,3 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 10,9 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 215 g/km

Abgasnorm: Euro 6d-Temp

Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 10,4 sec

Leergewicht: 1.780 kg

Kofferraumvolumen in Liter: 625 (1.695 Liter bei umgeklappten Rückenlehnen)

Bodenfreiheit: 185 mm

Böschungswinkel vorn/hinten: 18,5°/21,2°

Rampenwinkel: 20,7°

Anhängelast maximal: 2.000 kg

Kraftstofftank: 68 Liter

Kraftstoffart: Superbenzin 95 Oktan (E5/E10)

Neupreis des Testwagens: ca. 47.000 Euro (Basispreis ab 35.070 Euro)

 

 

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