Mercedes-AMG baut stärksten Serien-Turbovierzylinder

Mercedes-AMG

Als Mercedes-AMG vor sechs Jahren den AMG A45 vorstellten, war der Motor M 133 bereits der stärkste Serienvierzylinder mit Turboaufladung – Der Nachfolgemotor M 139 überbietet nun dessen Leistung nochmals.

Und dieses Plus an Leistung beträgt nicht etwa nur ein Quäntchen, sondern einen deutlichen Zuwachs.

 

Weltrekord mit zwei Litern geteilt durch vier Brennräume

Beim neuen serienstärksten Vierzylinder-Turbo der Welt handelt es sich wie beim Vorgänger um einen 2.0-Liter-Reihenvierzylinder. Das Meisterstück aus Affalterbach leistet 421 PS und überflügelt den M 139 dabei um 40 PS. Das maximale Drehmoment beträgt nun 500 Newtonmeter, was einem Plus von 25 Newtonmetern gegenüber dem Vorgänger entspricht.

Ebenfalls rekordverdächtig ist die sogenannte Literleistung. Mit 211 PS pro Liter Hubraum schlägt der M139 sogar viele Top-Aggregate aus Supersportwagen, die er fast spielerisch auf die Plätze verweist. Beispiele? Der 640 PS starke Lamborghini Huracán Evo kommt auf eine Literleistung von 123 PS, ein Porsche 911 GT3 RS leistet 137,5 PS pro Liter Hubraum und selbst der Hypersportwagen Bugatti Chiron verteilt seine 1.500 PS auf acht Liter Hubraum, was einer Literleistung von 187,5 PS entspricht.

 

Zwei Leistungsstufen für Kompakt-AMGs

Mercedes-AMG baut den Vierzylinder in zwei Leistungsstufen und stellt diese wie gehabt für die Kompaktmodelle zur Verfügung. Als Basismodell leistet der neue Motor 387 PS und 480 Newtonmeter maximales Drehmoment, das zwischen 4.750 und 5.000 Touren anliegt.

Das S-Modell kommt auf besagte 421 PS und leistet die 500 Newtonmeter zwischen 5.000 und 5.250 Umdrehungen in der Minute. Laut AMG-Mercedes soll die Kraftentfaltung des M 139 dem eines Saugmotors ähnlich sein und so für ein emotionaleres Fahrerlebnis sorgen. Beim neuen Übervierzylinder handelt es sich um einen Hochdrehzahlmotor, der den roten Bereich erst bei seiner Maximaldrehzahl von 7.200 U/min erreicht.

 

Wie ist es denn mit der Haltbarkeit?

Es sollte einleuchten, dass ein kleiner Motor mit viel Leistung mehr beansprucht wird, als ein großvolumiges Pendant. Doch in Affalterbach überlässt man bekanntlich nichts dem Zufall. Die Fertigung erfolgt nach dem Prinzip „One Man, One Engine“. Dabei begleitet ein Ingenieur die Fertigung eines Motors in Handarbeit vom Anfang bis zum Ende. Diese persönliche Verantwortung trägt auch Früchte.

 

Mercedes-AMG Motorbau
Handarbeit – Jeder Motor wird von seinem „Meister“ von Anfang bis Ende handgefertigt.

 

Denn wenn man der Resonanz der AMG-Kunden über das „World Wide Web“ glauben schenken kann, gibt es auch bei den kleinen AMG-Motoren keinen Grund, um Zweifel an der Haltbarkeit zu hegen. Bevor AMG-Mercedes einen Motor zur Serienreife freigibt, muss er extreme Prüfungen und Tests absolvieren, die im Vergleich zu anderen Serienproduktionen um ein vielfaches akribischer und erbarmungsloser ablaufen. So hat es der Fahrer allein in der Hand, wie lange er Freude an diesem Antrieb hat. Denn die Behandlung desselben ist nach wie vor das Hauptkriteritum für die Lebenserwartung.

Text: NewCarz / Fotos: AMG-Mercedes

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