Cupra Born Facelift – Born to be wild

Cupra Born Facelift

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Das CUPRA Born Facelift ist laut Hersteller nicht nur ein Auto. Nein. Er ist ein „emotionaler Challenger“. Ein „unkonventioneller Spirit“. Ein „digitales Erlebnis“.

Fünf Jahre nach seiner Markteinführung erhält der Born erstmals eine größere Modellpflege und erhält dabei auch das aktuelle Markengesicht der spanischen Automobilmarke.


Barcelona denkt, Zwickau baut

Die Geschichte des Born ist bereits ein kleiner europäischer Roadtrip. Er wurde in Barcelona entworfen, entwickelt und dann im sächsischen Elektromekka Zwickau gebaut, wo auch andere Elektrofahrzeuge aus dem Volkswagen-Kosmos entstehen.

Man könnte also sagen: Spanisches Temperament trifft deutsche Produktionsplanung. Oder anders formuliert: Das Design kommt aus der Stadt der Tapas. Die Schrauben aus der Stadt der Tabellenkalkulation. Und irgendwie funktioniert diese Kombination erstaunlich gut.


Die Sharknose beißt jetzt

Optisch hat der Born eine Überarbeitung bekommen, und zwar eine, die das Wort „dezent“ vermutlich aus dem Wörterbuch gestrichen hat. Die Front trägt jetzt eine sogenannte Sharknose. Das klingt gefährlich und soll vermutlich auch genau so wirken.

Cupra Born Facelift hinten
Nun wirkt der optische Auftritt noch schärfer: Der überarbeitete Born wird dem Markencredo absolut gerecht.

Dazu kommen neue Stoßfänger, dreieckige Matrix-LED-Scheinwerfer und ein beleuchtetes Hecklogo, das sich in die dreidimensionalen Rückleuchten integriert. Beleuchtete Logos sind übrigens ein Trend, der sich mittlerweile durchgesetzt hat. Vermutlich, weil irgendwann jedes Auto nachts aussehen soll wie ein kleiner Nachtclub mit Hinweis auf den Betreiber.


Innenraum aus dem Meer

Im Innenraum wird es nachhaltig. Ein Teil der Materialien stammt aus recyceltem Meeresplastik. Das Garn nennt sich SEAQUAL. Außerdem kommt Dinamica-Textil zum Einsatz, das ebenfalls zum großen Teil aus recycelten Materialien besteht und im Volksmund auch als Alcantara bekannt ist.

Das bedeutet: Man sitzt in diesem Auto möglicherweise auf dem, was früher einmal eine Fischkiste, eine Zahnbürste oder ein Stück Einkaufsnetz war. Das klingt vielleicht kurios, aber ehrlich gesagt ist es immer noch angenehmer als Kunstleder aus Erdöl.

Der Innenraum selbst wirkt hochwertiger als bisher, mit neuen Türverkleidungen und einem Lenkrad, das wieder physische Tasten besitzt. Und ja, das ist tatsächlich eine gute Nachricht. Denn Touchflächen am Lenkrad waren lange so beliebt wie nasse Handschuhe im Winter.


Digital, digitaler, Born

Natürlich wäre ein modernes Elektroauto ohne große Bildschirme ungefähr so glaubwürdig wie ein Smartphone ohne Akku.

Im Born arbeitet jetzt ein 12,9-Zoll-Infotainmentsystem mit Android-basierter Software. Dazu kommt ein 10,25-Zoll-Virtual-Cockpit und ein Augmented-Reality-Head-up-Display.

Augmented Reality bedeutet in diesem Fall, dass Navigationspfeile scheinbar direkt auf der Straße schweben. Früher musste man dafür Science-Fiction-Filme schauen. Heute reicht eine Autobahnauffahrt bei Regen.


326 PS und ein bisschen Theater

Die Topversion des Born hört auf den Namen VZ und bringt 240 kW oder 326 PS auf die Hinterräder. Das ist für ein kompaktes Elektroauto eine durchaus respektable Zahl und dass es sich dabei nicht nur um Zahlen handelt, sondern auch nach Theater anfühlt, durften wir bereits in einem Test dieser Motorisierung feststellen.

Cupra Born Facelift Heck
Als VZ macht das Cupra Born Facelift Heck mit 326 PS und Heckantrieb so richtig Freude.

Mit Launch Control, ESC Sport und progressiver Lenkung will der Born weiterhin zeigen, dass er nicht nur effizient, sondern auch sportlich sein kann. CUPRA beschreibt das natürlich etwas dramatischer. Man spricht von einer „stärkeren Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug“.


Reichweite für die Langstrecke

Die maximale Reichweite liegt laut Hersteller bei über 600 Kilometern. Das ist ein Wert, bei dem selbst Verbrennerfahrer langsam nervös auf ihre Tankanzeige schauen. Natürlich hängt die Realität wie immer vom Fahrstil ab.
Wer auf der Autobahn mit 180 km/h unterwegs ist, wird feststellen, dass Physik ein sehr konsequentes Fach ist.


Musik mit Tiefgang

Für das Klangbild sorgt ein Soundsystem mit Contrabass-Technologie von Sennheiser. Der Name klingt, als würde ein Kontrabassist im Kofferraum wohnen. Gemeint ist jedoch eine besonders kräftige Basswiedergabe.

CUPRA verspricht außerdem eine neue Klangcharakteristik im Innenraum, besonders in den Fahrmodi Performance und CUPRA. Ziemlich sicher ist wohl dabei, dass damit das Auto auch schneller klingt.


CUPRA Born Facelift mit Stromanschluss für alles

Der Born besitzt außerdem Vehicle-to-Load. Das bedeutet, man kann externe Geräte direkt aus der Fahrzeugbatterie betreiben. Ob Laptop, E-Bike, Campingkocher oder eine sehr ambitionierte Partybox – nun muss nichts davon mehr wegen ausgehendem Saft in der Ecke verstauben. So gesehen ist der Born damit nicht nur ein Auto, sondern auch eine mobile Steckdose mit sportlichem Anspruch.


Die Sache mit dem Challenger

CUPRA bezeichnet sich selbst gern als Challenger-Brand. Das bedeutet, man will gegen etablierte Marken antreten und dabei etwas rebellischer auftreten. Wenn SEAT also der ordentliche Bruder ist, dann ist CUPRA der Bruder, der mit Lederjacke zum Familienessen erscheint.

Der Born passt perfekt zu dieser Rolle. Er ist elektrisch, schnell, digital und ein bisschen dramatisch.


NewCarz meint dazu:

Der neue CUPRA Born zeigt, wie sich Elektroautos grundsätzlich und mit sportivem Anspruch insbesondere weiterentwickeln sollten. Mehr Reichweite, mehr Leistung, mehr Technik, mehr Design. Und ein Innenraum, der teilweise aus Dingen besteht, die früher einmal im Meer schwammen. Das alles ergibt ein Auto, das versucht, nicht nur effizient zu sein, sondern auch emotional. Und vielleicht ist genau das die größte Herausforderung moderner Elektroautos: Sie müssen nicht nur leise und sauber fahren. Sie müssen auch ein bisschen Herzklopfen erzeugen können. Der Born versucht genau das – und wir meinen mit Erfolg.

Quelle & Fotos: Cupra / Text: NewCarz

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