IAA 2025: CUPRA Tindaya – Ein Vulkan auf vier Rädern erwacht

Cupra Tindaya Weltpremiere
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IAA-Besucherinnen und Besucher sind ja einiges gewohnt: schillernde Konzeptstudien, selbstfahrende Zukunftsvisionen und SUVs, die größer sind als die eigene Wohnung – und dann kommt er, der Cupra Tindaya.

Auch diesmal hat die Challenger-Brand CUPRA das Parkett betreten – und mit dem Tindaya Showcar ein Statement abgefeuert, das man getrost als Vulkanausbruch bezeichnen darf. Wir waren live vor Ort und haben uns das Konzeptfahrzeug einmal näher angeschaut.

Das CUPRA Tindaya Showcar ist kein Traum, nicht einmal ein Ziel. Es ist unser Statement – und es wird Realität“, verkündet Markus Haupt, Interims-CEO von CUPRA, und klingt dabei, als hätte er den Wagen höchstpersönlich aus Lava gegossen. Während andere Hersteller ihre Kundschaft sanft in Richtung autonomes Fahren schubsen, bleibt CUPRA trotzig am Steuer: „No Drivers, no CUPRA.“ Wer nicht lenkt, fährt hier nicht mit.


Cupra Tindaya – Design zwischen Vulkangestein und Science-Fiction

Benannt nach dem Vulkanberg Tindaya auf Fuerteventura, sieht das Showcar auch tatsächlich aus, als könne es jederzeit ausbrechen. Eine schwarze Frontmaske, die beinahe lebendig wirkt, beleuchtete Logos, die wie pulsierende Herzen schlagen, und schlanke Scheinwerfer, die eher an digitale Pupillen erinnern als an schnöde LED-Technik. CUPRA spricht vom „Übergang vom Digitalen ins Physische“ – was sich in der Praxis anfühlt wie ein Blickkontakt mit einem sehr energischen Transformer.

Die Formensprache ist dabei alles andere als subtil: Sharknose, Power-Domes, 23-Zoll-Felgen – das Tindaya ist mehr Kraftausdruck als Karosserie. Eine scharfe Linie zieht sich wie ein Blitzschlag über die Flanken, während am Heck ein Doppelspoiler aus dem Innenraum herauszuragen scheint, als wolle er gleich selbst zum Abflug ansetzen. Selbst die Heckleuchten schweben – zumindest optisch – in einer Art „Coast-to-Coast-Digitalmaske“. Wer da nicht hinschaut, hat vermutlich schon vor dem Aufwachen die Sonnenbrille auf.


Innere Werte mit Gaming-Gen

Im Cockpit setzt sich der Vulkanismus fort – diesmal digital. Herzstück ist die sogenannte „Driver Axis“, ein cockpitartiges Armaturenbrett mit 24-Zoll-Freiform-Display. Dazu ein Lenkrad, inspiriert von Motorsport und Gaming, mit Satellitentasten, die wirken, als könne man damit auch eine Raumstation steuern.

Die Phygitalität – ein Wort, das vermutlich erst in Marketing-Laboren während eines Brainstormings in die hiesige Dimension materialisiert wurde – zeigt sich im „Juwel“: einer sensorischen Schnittstelle, die den Wagen nicht nur startet, sondern gleich das Licht dimmt, den Sound moduliert und den Raum in eine immersive Erlebniswelt verwandelt. Soundpartner ist Sennheiser, was unter anderem garantiert, dass der Bass nicht nach Plastikdose klingt.


Cupra Tindaya: Eine Lounge auf Lava

Wer Platz nimmt, darf es sich in den CUPBucket-Sitzen bequem machen – eine Mischung aus Eames Lounge Chair und Raumschiff Enterprise. Nachhaltige Materialien, ergonomische Präzision, Ambient Light – hier wird Sitzen zur Designphilosophie erhoben.


Antrieb und Leistung des Cupra Tindaya

Auch wenn Petrolheads mit Sicherheit von einem bösen turbobefeuerten Fünfzylinder oder gar größerem Aggregat träumen werden, wird die Realität einen vollelektrischen Antrieb mit Range Extender – REEV benannt – bringen. Dieses interessante Konzept ist zwar nicht neu und kam in ähnlicher Form bereits im BMW i8 sowie aktuell im Mazda MX-30 R-EV zum Einsatz. Hier wird der Verbrenner (ein Reihenvierzylinder 1.5 TSI) allerdings ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt – am Antrieb direkt ist er nie beteiligt.

Die Elektroenergie wird in einem Akku gespeichert, der auch extern aufgeladen werden kann. Dessen Kapazität soll bis zu 300 Kilometer Reichweite ermöglichen, die durch den Verbrenner als Range Extender auf bis zu 1.000 Kilometer erhöht werden. Die Elektroenergie versorgt zwei E-Motoren – pro Achse einer.

Cupra Tindaya oben
Mit Range Extender soll der elektrisch angetriebene Tindaya über 1.000 km Reichweite erreichen.

Die Systemleistung der beiden E-Motoren wird mit 496 PS angegeben – so stark war noch kein Serien-Cupra zuvor. Auch die angegebenen Beschleunigungswerte (4,1 Sekunden von null auf Tempo 100) wären ein neuer Rekord bei der spanischen Marke.

Wenn es mit der Umsetzung vom Showcar bis zum Serienfahrzeug schnell gehen sollte (was bei Cupra nicht so ungewöhnlich wäre – siehe Beispiel Formentor), könnte vielleicht auch der im Tavascan eingesetzte reine E-Antrieb zusätzlich im Tindaya angeboten werden. Vielleicht.


NewCarz meint dazu:

Wir waren seit dem ersten Teaser mehr als gespannt – und wurden nicht enttäuscht: Die Begeisterung der Kolleginnen und Kollegen sowie der Besucher auf der IAA kennt kaum Grenzen! Und ja, wir können das vollumfänglich nachvollziehen, denn der Tindaya schlägt am Cupra-Messestand ein wie eine Bombe. Mit dem Tindaya Showcar präsentiert CUPRA kein fahrbares Möbelstück und keinen rollenden Algorithmus, sondern ein Konzept, das Emotionen weckt – und vermutlich auch Diskussionen. Zwischen rebellischem Design, Gaming-inspiriertem Cockpit und der klaren Kampfansage an die Autonomie-Bewegung liefert CUPRA ein Showcar, das man nicht ignorieren kann. Ob es so auf die Straße kommt? Wir hoffen es inständig. Ob man es vergisst? Sicher nicht.

Quelle & Fotos: Cupra / Text: NewCarz

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