Der kleine Stromer, der alles kann: Kia präsentiert den EV2 und bietet diesen ab 26.600 Euro an – die Bestellbücher sind ab sofort geöffnet.
Die Welt der Elektroautos kennt seit einigen Jahren nur eine Richtung: nach oben. Mehr Reichweite, mehr Displays, mehr Preise für „Car of the Year“ als so manche Vitrine im Sportverein fassen kann. Und mittendrin meldet sich nun wieder Kia zu Wort und verkündet: Der nächste elektrische Heilsbringer steht bereit. Sein Name: Kia EV2.
Kia EV2 gilt als Einstieg in E-Mobiliät der koreanischen Automarke
Der neue Einstiegsstromer der Marke kann ab sofort bestellt werden und soll im B-Segment zeigen, dass Elektroautos nicht nur mithalten können, sondern eigentlich ohnehin schon alles besser machen. Das hat Kia schließlich schon öfter bewiesen, wie die beeindruckende Sammlung an Auszeichnungen zeigt. Der größere Bruder Kia EV6 wurde Europas „Car of the Year 2022“, der mächtige Kia EV9 gewann „World Car of the Year 2024“, und der kompakte Kia EV3 wurde kurzerhand zum „World Car of the Year 2025“ gekürt.


Frisch designt und technisch up to date: Kia EV2
Nun gesellt sich der EV2 hinzu. Mit 4,06 Metern Länge ist er ein SUV im Format „passt noch in die Innenstadt“, aber laut Hersteller natürlich trotzdem großzügig, variabel und technologisch ganz vorne mit dabei. Ein Panoramadisplay, moderne Konnektivität und allerlei Assistenzsysteme sorgen dafür, dass sich der Fahrer nie allein fühlt. Selbst beim Einparken.


Optisch setzt der Stromzwerg auf ein „frisches Erscheinungsbild“. Übersetzt heißt das vermutlich: futuristische Linien, die in zehn Jahren entweder visionär oder modisch fragwürdig wirken werden. In jedem Fall aber unverwechselbar.
Auch bei der Reichweite will der Kleine groß auftrumpfen. Mit der 61-kWh-Batterie soll der EV2 bis zu 453 Kilometer schaffen. Wer sich für den kleineren 42,2-kWh-Akku entscheidet, kommt laut WLTP immerhin noch 317 Kilometer weit. Vorausgesetzt natürlich, man fährt so, wie es die Norm vorsieht. Also vermutlich nachts, bergab und mit Rückenwind.
Preis, Verfügbarkeit und Garantie
Beim Preis versucht Kia ebenfalls den Spagat zwischen „erschwinglich“ und „Elektroauto“. Los geht es bei 26.600 Euro für die Basisversion Light mit Standardakku. Dafür gibt es schon serienmäßig LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, ein Panoramadisplay und eine breite Palette an Assistenzsystemen. Außerdem die berühmte Kia-Garantie: sieben Jahre für das Auto, acht Jahre für die Batterie oder 160.000 Kilometer.

Produziert wird der EV2 übrigens in Europa, genauer gesagt im Werk im slowakischen Žilina. Ab April rollen zunächst die Versionen Air und Earth zu den Kunden, im Juli folgen Varianten mit größerem Akku inklusive der sportlichen GT-Line. Wer es wirklich minimalistisch mag, muss sich noch etwas gedulden: Die Basisversion Light kommt erst im Oktober.
Thomas Djuren, Geschäftsführer von Kia Deutschland, fasst das Ganze erwartungsgemäß enthusiastisch zusammen: Der EV2 sei kompakt, geräumig, flexibel, technologisch hervorragend ausgestattet und natürlich höchst attraktiv. Ein Auto also, das praktisch alles kann.
NewCarz meint dazu:
Viel Lob erhält der EV2 im Vorfeld aus eigenem Hause. Ob er dem gerecht wird? Nun, wenn man in die Modellhistorie der Koreaner schaut, kann man sich fast sicher sein, dass es sich hierbei nicht um Selbstüberschätzung handelt, sondern um eine selbstbewusste Ansage, die man im Vorfeld validiert hat. Wir sind gespannt auf den kleinen Alleskönner. Obwohl, alles? Ob der kleine Stromer auch Kaffee kochen kann? Wahrscheinlich nicht, doch sowas kommt zukünftig vermutlich mit dem nächsten Software-Update.
Quelle & Fotos: Kia / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
