Range Rover Velar – Mondänes Premium-SUV

Mit dem Range Rover Velar stellt der britische Hersteller ein neues, bildschönes SUV auf die Räder, welches sich eine Modellplattform mit dem Jaguar F-Pace teilt und zwischen dem Evoque und dem Range Rover Sport positioniert wurde.

Die Modellbezeichnung Velar stellt eine Hommage an den ersten Range Rover dar, dessen Prototyp vor fünfzig Jahren genau diesen Namen trug. Doch anstatt archaischen Zügen von anno dazumal trägt dieses Modell allerenden sowohl die Leichtigkeit und Moderne der aktuellen Zeit als auch futuristische Nuancen, die dabei große Lust auf zukünftiges machen.

Wir testeten den Range Rover Velar als R-Dynamic P300 mit einem 300 PS starken Turbobenziner. Fahrbericht.

 

 

Exterieur – Stilecht aus der Savile Row

Das Außenkleid des Range Rover Velar zeigt eine überaus formschöne Silhouette, die schon auf den ersten Blick leichte Ähnlichkeiten zum Evoque zeigt und man durchaus auch als SUV-Coupé deklarieren könnte. Die runde Front mit der RR-typisch langen Haube wirkt bullig-massiv und gleichermaßen elegant. Sie zeigt durch den Einsatz kleiner Details, wie zum Beispiel der zarten LED-Lichtsignatur eine gewisse Begehrlichkeit, die dem Betrachter entgegengebracht wird.

 

Range Rover Velar Front
Ein echter Big Boy – Auch der Velar fügt sich CI-konform in die Range-Riege.

 

Der dominante Markenschriftzug macht andere Erkennungszeichen im Grunde überflüssig, sorgt aber für den gewissen Sonderstatus des Fahrzeugs. „Hier bin ich, seht her und staunt.“

Von der Seite betrachtet fällt zunächst das weit hinten beginnende Greenhouse auf, welches im Falle des Range Rover Velar mit einer schmalen Fensterlinie und einer weit oben verlaufenden Gürtellinie in Form von hoch abschließenden Türen eher schmal ausfällt.

Die üppig dimensionierte Einbuchtung in den Türen und die großen Räder unterstreichen den ansonsten mit Diskretion integrierten Offroad-Charme des SUV. Als kleines Highlight dürften die herausfahrenden Türgriffe gelten, die neben der schicken Optik wohl auch die Aerodynamik des großen Briten optimieren.

 

Range Rover Velar Seite
Lange Haube, spät beginnendes Greenhouse, hohe Gürtellinie – der Velar wirkt unique.

 

Das deutlich abgerundete Heck des Range Rover Velar macht auf den Betrachter zunächst einen recht zerklüfteten und dabei massiven Eindruck. Die Aufteilung wirkt für einen Range Rover recht speziell und bietet neben einer kleinen Heckscheibe, eine markante Heckklappe und einen nahezu massiv erscheinenden Unterfahrschutz, in dem trapezförmige Endrohrblenden integriert wurden.

 

Range Rover Velar Heck
Heckbetont – Hier spricht der Velar Offroad, ohne seine Eleganz zu verlieren.

 

Doch bei aller Massivität erweckt der Velar nie den Eindruck eines unschönen Klotzes. Vielmehr ist er ein omnipräsentes Accessoire, welches nahezu jeden Passanten dazu animierte, wenigstens einen zweiten Blick auf das designorientierte SUV zu riskieren. Nicht zuletzt die LED-Heckleuchten mit ihrer formidablen Lichtsignatur fangen die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer immer wieder ein. Hier wird der Unterschied zum klassischen Range Rover aus unserer Sicht am deutlichsten.

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Interieur – Distinguierte Eleganz

Allein das Öffnen der Türen zieht potenzielle Insassen in ihren Bann, wenn die Türgriffe nach der Entrieglung herausgefahren werden. Die massiven Türen lassen sich dennoch einfach öffnen und bieten einen ersten Blick auf eine äußerst galante Innenarchitektur.

 

Range Rover Velar Instrumententafel
Volle Digitalisierung inmitten reizvoller Noblesse – Das Interieur im Velar.

 

Überall weisen viele kleine Dinge auf die Detailverliebtheit der Entwickler hin. So zeigen unter anderem die Perforation der mit Stoff und Alcantara bezogenen Sitze und der Lautsprecherabdeckungen in den Türen den Union Jack. Understatement at its best – möchte man meinen.

 

Range Rover Velar Sitzbezug
Bery british – Perforation im Union-Jack-Format zeigt viel Liebe zum Detail.

 

Das überaus schöne Lenkrad mit seinem im Kranz verlaufenden Metallring und der hübschen Intarsie aus Edelmetall liegt dank dem griffigen Alcantarabezug hervorragend in den Händen und weist die spezifischen Bedienelemente eines Range Rovers vor.

Auch der Kunststoff in der Instrumententafel in Zweifarbton mit der raute-ähnlichen Maserung wirkt sehr hochwertig und passt zu den überall sehr edel anmutenden Materialien.

 

Range Rover Velar Lenkrad
Griff mit Pfiff – Mit Alcantara in den Handflächen wird das Steuern des Velar zum Genuss.

 

Die Sitze erweisen sich als sehr bequem und bieten neben verstellbaren Beinauflagen auch ausreichend Seitenhalt und dank einer multiplen Verstellmöglichkeit eine Anpassungsgarantie an so gut wie jeden ergonomisch indizierten Anspruch.

 

Range Rover Velar Sitze vorn
Sitzmöbel – Sehr komfortabel, mit genügend Seitenhalt und Langstreckentauglichkeit.

 

Doch bei aller Schönheit: Das Platzangebot für die Insassen ist im Verhältnis zur äußeren Erscheinung gelinde gesagt überschaubar. Große Personen mit mehr als 1,90 auf der Messlatte kommen auch auf dem Beifahrersitz bezüglich Beinfreiheit schnell an die Grenzen und müssen ihre Knie aufwändig unter dem ausladenden Armaturenträger einfädeln. Auf den hinteren Plätzen herrschen ebenso nur eingeschränkte Platzverhältnisse für ein SUV in dieser Größe. Design vor Funktionalität schien hier in jedem Fall die Prämisse gewesen zu sein.

 

Range Rover Velar Beinfreiheit hinten
Wenn vorne ein Großer sitzt, wird es hinten extrem eng für die Beine.

 

Ganz anders sieht es beim Kofferraum aus, der mit 673 Litern ein enormes Fassungsvermögen vorweisen kann. Klappt man die Rückenlehnen komplett um, vergrößert sich das Ladeabteil auf 1.731 Liter. Die recht hohe Ladekante lässt sich dank Luftfahrwerk und Bedienelemente direkt im Laderaum deutlich absenken – sehr schön.

 

 

Die Doppel-Display-Technologie namens Touch Pro Duo gibt einen Ausblick auf die kommende Infotainment-Landschaft bei Jaguar Land Rover. Futuristisch anmutend wurde diese hochauflösende Multimediazentrale mit zwei Bildschirmen formschön in den Armaturenbereich integriert. Der obere Bildschirm stellt sich bei Aktivierung der Zündung in einem gewählten Winkel dem Fahrersichtfeld entgegen.

 

Range Rover Velar Touch Pro Duo
Zwillinge – Gleich zwei große Bildschirme dienen als Info- und Bedienzentrale.

 

Unser Test-SUV besaß ein großzügig geschnittenes Glas-Panoramadach, durch welches der Innenraum einen lichtdurchflutenden und damit freundlichen Charakter erhielt. Die Rundumsicht profitiert zum einen durch die erhöhte Sitzposition, andererseits beschränken die breiten C- und D-Säulen die Sicht nach hinten recht stark.

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Motor & Fahreigenschaften – Mit Kraft(stoff) unterwegs

Der Antrieb unseres Testkandidaten mit dem Namenszusatz P300 bestand aus einem aufgeladenen, 300 PS starken Vierzylinder-Benzinmotor. Das Zweiliter-Aggregat scheint auf den ersten Metern leichtes Spiel mit dem Designer-Dickschiff zu haben, so spritzig und leichtfüßig ließ sich der Range Rover Velar aus der Redaktionstiefgarage manövrieren.

 

Range Rover Velar Motorraum
Kraft durch Kraftstoff – Der aufgeladene Benziner hat Power und Durst.

 

In den teilweise engen Schluchten urbaner Gefilde erwies sich der Velar als spritzig und trotz seiner ausgewachsenen SUV-Dimensionen nicht zu groß. Parkhäuser sollten jedoch aufgrund der eingeschränkten Übersicht nach hinten mit Vorsicht befahren werden. Alternativ sorgen hier Kameras für die nötige Sorgfalt. Dazu später mehr.

 

Range Rover Velar schräg hinten links
Macht eine gute Figur – Und das nicht nur optisch, sondern auch fahrtechnisch.

 

Abseits der Ballungszentren und Ortschaften mutiert der recht ruhig agierende Vierzylinder zum kernigen Wiesel und dreht knurrend freudig, ohne erkennbare Atemnot, bis in den roten Bereich. Hier erscheint der Vortrieb dem Fahrzeug als absolut angemessen, vor allem im Sportmodus und unter Berücksichtigung des Fahrzeuggewichts auch als recht vehement. Lediglich die Laufkultur ist nicht vergleichbar mit der eines Aggregats mit zwei oder mehr zusätzlichen Zylindern.

 

Range Rover Velar Drehknopf Automatik
Typisch Range – Drehknopf statt Wahlhebel für die Fahrstufen der Automatik.

 

Die Achtgangautomatik aus dem Hause ZF sorgte indes für ein sehr flüssiges und zudem zackiges Schaltverhalten. In keinem Fahrmodus gab es Grund zur Kritik. Im Dynamik-Modus – der als Sportfahrprogramm fungiert – werden die Gänge hoch ausgedreht und sollte man die zügige Kurvenfahrt präferieren, so werden die Gänge in besagtem Getriebemodus angenehm früh heruntergeschalten.

Wer möchte, kann dies auch manuell per Schaltwippen am Lenkrad übernehmen – das machte im Test auch richtig Spaß. Eine Kurvenneigung war zwar stetig zu beobachten, ging aber nie über ein Maß hinaus, was das Sicherheitsgefühl nachdrücklich reduzieren konnte.

 

Range Rover Velar Offroad
Der Weg ist das Ziel – Der Velar ist nicht nur auf dem Papier ein Offroader.

 

Im Gelände macht der Range Rover Velar genau das, was man von einem Fahrzeug der Marke Land Rover erwartet. Sechs Fahrmodi – Eco, Comfort, Dynamic, Gras-Shotter-Schnee, Schlamm-Spurrillen und Sand bieten ein breitgefächertes Repertoire, aus dem das SUV elektronisch schöpfen darf. Zusätzlich offeriert das Fahrwerksystem auch eine Bergabfahrhilfe und eine Längs- und Differenzialsperre. Sogar durch Wasser marschiert der Velar bis zu einer Tiefe von 60 Zentimetern.

 

 

Dadurch reduziert sich der Bottleneck für die Offroadtauglichkeit wie so oft auf die Art der Bereifung, die auch hier in erster Linie für den Einsatz auf befestigtem Untergrund optimiert ist. Doch auch mit dieser Straßenbereifung kann der Range Rover Velar eine Menge und lässt selbst dort Wege entstehen, wo selbige nicht mal ansatzweise existieren.

Auf der Autobahn fühlt sich der Range Rover Velar ähnlich wohl wie abseits der befestigten Straßen. Ab Tempo 105 senkt sich übrigens die Karosserie dank Luftfahrwerk um zehn Millimeter ab, was man allerdings nicht spürt. Als Reisemobil macht das Designer-SUV der Marke alle Ehre, sodass selbst stundenlange Reisen problemlos zu absolvieren sind.

 

Range Rover Velar Endrohrblende
Keine Blender – Die Endrohrblenden finden beidseitig auch ihre Verwendung.

 

Der Federungskomfort des Luftfahrwerks erwies sich als kommod, jedoch nie zu flauschig. Eine gesunde Straffung und das leicht derbe Abrollen lässt den Briten über Querfugen und abgesenkte Kanaldeckel auch mal poltern, jedoch nicht so unwirsch, dass man dies als unangenehm empfinden würde.

Außerdem sorgt diese straffe Grundabstimmung für eine omnipräsente Portion Dynamik und die Lenkung vermittelt obendrein jederzeit ausreichend Feedback. Dieses Gesamtkonstrukt verleitet nicht selten zu einer dynamischen Fahrweise mit dem Range Rover Velar – mit entsprechenden Folgen.

 

Range Rover Velar Verbrauch
Mit einem Verbrauch um die zwölf Liter muss man beim P300 Benziner rechnen.

 

Die Verbrauchsthematik beim Velar präsentierte sich im Test nämlich als sehr ambivalent. Lässt man es mit dem SUV ruhig angehen, sind Verbräuche um die acht Liter durchaus realisierbar. Gibt man dem schicken Range jedoch andauernd die Sporen, passiert es nicht selten, dass der Durchschnittsverbrauch auf 13 Liter und weitaus mehr klettert. Im Durchschnitt waren es immer noch knapp 12 Liter, was im Vergleich zu größeren Motoren als überdurchschnittlich viel gelten muss.

Das Zweiliter-Aggregat bietet zwar ausreichend Leistung, genehmigt sich insbesondere bei forcierter Fahrweise allerdings gern den einen oder anderen Liter mehr, sodass wir vor allem Vielfahrern einen Blick auf den D300 genannten Sechszylinder-Diesel empfehlen.

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Ausstattung, Komfort, Sicherheit

Ein gutsortiertes Assortiment an Annehmlichkeiten und Assistenten sorgen im Range Rover Velar für ein sehr hohes Sicherheits- und Komforterlebnis.

Ein Highlight möchten wir gleich zu Beginn abhandeln: Besonderes Augenmerk verdienen hier die optionalen Matrix-Laser-LED-Scheinwerfer, die im Test eine überaus brillante Figur machten. Die hier eingesetzte Technologie ist hochkomplex und bietet eine intelligente Ausleuchtung selbst unter widrigsten Bedingungen.

 

Range Rover Velar Abblendlicht
Tag-Nachtgrenze – Die Scheinwerfer tauchen die Fahrbahn in Tageslicht…

 

Range Rover Velar Fernlicht
…und das Fernlicht startet vor dem Velar dank Lasershow eine wahre Flutlichtorgie.

 

Im Unterschied zu den Scheinwerfern eines BMW 7er unterstützen die Laserdioden auch das Abblendlicht ab einer Geschwindigkeit von 55 km/h. Erst bei weniger als 45 km/h werden die Laserdioden wieder deaktiviert und der Fahrer fährt mit herkömmlichem LED-Abblendlicht. In der Praxis erweist sich dies als absolut sinnvoll. In der Stadt beispielsweise, wird die enorme Helligkeit der Laserdioden nicht gebraucht, auf der Landstraße oder der Autobahn hingegen gern in Anspruch genommen.

Als exzellent ist auch das Fernlicht einzustufen. Hier unterstützt das Laserlicht mit seiner dank Bündelung enormen Helligkeit permanent – ungeachtet der gefahrenen Geschwindigkeit. In allen durchexerzierten Szenarien zeigte sich die Ausleuchtung als uneingeschränkt homogen und dazu enorm weitreichend.

 

Range Rover Velar Fernlichtassistent
Komplex – Selbst die Aktivierung de Fernlichtassistenten verlangt viel Aufmerksamkeit.

 

Auch eine nasse Fahrbahn aus dunklem, stark lichtabsorbierendem Asphalt wird mit einem tageslichtähnlichem Lichtteppich gnadenlos in Szene gesetzt, was der Sicherheit enorm zuträglich ist. Der Aufpreis von 3.320 Euro ist zwar keine Kleinigkeit, aber die damit einhergehende Erhöhung der Sicherheit lässt sich kaum monetär aufwiegen.

Allenfalls der Umstand, dass selbst bei Betätigung der Lichthupe die superstarken Laserdioden hinzuzugezogen werden, wirkt in manchen Situationen eventuell exaltiert. So wird jeder Einsatz derselben zu einem wahren Lasergewitter, was manche Verkehrsteilnehmer mit zusammengekniffenen Augen und empörtem Defensivlichthupen quittierten.

 

 

Mittels 360-Grad-Rundumsicht reduziert sich jedes Parkmanöver auf die Überwachung selbiger. Die Rückfahrkamera des Range Rover Velar lieferte zudem immerzu ein scharfes Bild, ob am Tage oder bei Nacht. Zusätzlich verfügt die kleine Linse über eine eigene Waschdüse, was sich insbesondere bei Schmuddelwetter als äußerst vorteilhaft erwies.

 

Range Rover Velar Meridian Abdeckung
Von wegen Standard – Bereits die Einstiegsversion von Meridian wusste zu überzeugen.

 

Das serienmäßige Meridian-Soundsystem garantiert einen sehr natürlichen Klang und bereitet auch bei anspruchsvollen Genres eine ordentliche Portion Hörgenuss. Dabei reichen die Reserven durchaus auch für lautstarke Passagen. Wer virtuose Details noch besser heraushören möchte und auch Dynamik sowie Natürlichkeit um einen oder mehrere Level steigern möchte, kann auf die optionalen Meridian-Systeme mit mehr Leistung, mehr und hochwertigeren Lautsprechern und entsprechender Steuerung zugreifen, welche dann in Summe den Musikgenuss im High-End-Bereich perfektionieren.

Die berührungssensitiven Touchpads am Lenkrad sorgten nach kurzer Eingewöhnung für eine reibungslose Steuerung der Lautstärke und der Musiktitelauswahl. Das doppelte Display „Touch Pro Duo“ mit zwei 10.2-Zoll Bildschirmen in der Mittelkonsole plus Armaturenträger vereint erfolgreich Technologie und Design.

 

 

Grundsätzlich bedarf dieses System allerdings einen Moment der Eingewöhnung. Entgegen unserer ersten Erwartungen erwies sich das System in vielen Belangen als durchaus intuitiv, wenngleich einige Menüoptionen wie beispielsweise die Aktivierung der Sitzheizung oder -belüftung nie nur mit einem Bedienschritt absolviert werden können und insgesamt zu komplex ausfielen.

Die Sitzheizung erwärmt mit großem Engagement die Sitz- und Lehnenflächen, allerdings in einem zu schmalen Streifen, sodass die äußeren Bereiche weiterhin eiskalt bleiben, was sich mitunter als unangenehm anfühlte.

 

 

Das volldynamische Display lässt sich individuell in Bezug auf Ansicht und Informationsinhalte anpassen. Von der Interpretation klassischer Rundinstrumente ist bis zur ausfüllenden Navigationskarte alles möglich.

Als schönes Detail zeigte sich der an die Verriegelung geknüpfte Sonnenschutz des Panoramadachs, der sich beim Abschließen automatisch geschlossen und beim Entriegeln wieder geöffnet hatte.

 

Range Rover Velar Panoramadach
Sonnenanbeter – Das riesige Panoramadach garantiert einen lichtdurchfluteten Innenraum.

 

Das Parken und Rangieren erleichtern eine 360-Grad-Kamera sowie Parksensoren vorn und hinten. Allerdings muss man beim vorwärts Einparken die Sensoren erst per Knopfdruck aktivieren. Nur beim Einlegen des Rückwärtsgangs werden die Sensoren ringsum plus Kamera automatisch aktiviert. Das sollte man nicht vergessen, sonst kann es schnell dazu führen, dass man mit der Front ungewollt an ein Hindernis gerät.

 

Range Rover Velar Assistenten
Easy Adjustment – Alle Assistenten lassen sich einfach via Cockpit bedienen.

 

Der Totwinkelassistent konnte auch sehr zeitig vor schnell herannahenden Fahrzeugen warnen und der adaptive Tempomat überzeugte mit einem flüssigen Anpassen an die jeweilige Verkehrssituation, ohne durch burschikose Fahrmanöver die Insassen zur Suche nach Haltegriffen zu animieren.

 

Range Rover Velar Spurwechselassistent
Vormund – Der Spurwechselassistent griff in jeder Einstellung zu harsch ein.

 

Weniger überzeugend weil einfach zu burschikos war der Auftritt des Spurhalteassistenten, der – so die einheitliche Meinung der Testfahrer – mit zu viel Engagement in den Lenkvorgang eingriff und dabei beim Spurhalten mehr störte als half.

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Varianten und Preise des Range Rover Velar

Aktuell gibt es vom designorientierten SUV drei verschiedene Ausführungen – jede Ausführung kann man zusätzlich noch in den Ausstattungspaketen S, SE und HSE unterteilen.

Die Motorenpalette beinhaltet aktuell sechs Motoren: Drei Diesel und drei Benzinmotoren stehen zur Auswahl.

Als Benziner gibt es den P250 – ein Vierzylinder mit Turboaufladung und 250 PS mit 365 Newtonmetern – den hier getesteten P300 – ebenso ein Vierzylinder-Turbobenziner mit 300 PS und 400 Newtonmetern – sowie den P380 – ein V6-Benziner mit Kompressor und 380 PS sowie 450 Newtonmetern.

Als Diesel stehen ein D180 – ein 2.0-Liter-Vierzylinder Turbodiesel mit 180 PS und 430 Newtonmeter – ein D240 – ebenfalls ein 2.0-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung und 240 PS plus 500 Newtonmetern – und der D300 V6-Turbodiesel mit 300 PS und 700 Newtonmetern zur Verfügung.

 

  • Velar: Das Basismodell besitzt Parksensoren ringsum mit Rückfahrkamera, ein adaptives Fahrwerk mit Berganfahr- und abfahrhilfe, Torque Vectoring, Regensensor, 18-Zoll-Räder, das Touch Pro Duo, Keyless Entry und vieles mehr zum Einstiegspreis von 56.020 Euro.
  • R-Dynamic: Diese sportiv orientierte Variante erhält zusätzlich diverse optische Upgrades im Innenraum und ein spezielles Exterieur-Paket mit einer Vielzahl an Akzenten und Details in Burnished Copper oder Shadow Atlas. Der Preis beginnt ab 59.420 Euro.
  • First Edition: Diese limitierte Sonderserie, die nur im ersten Verkaufsjahr erhältlich ist, besitzt obendrein eine nahezu als Vollausstattung zu betrachtende Serienliste. Neben 22-Zoll-Rädern sind ein aktives Luftfahrwerk, eine All Terrain Progress Control, das volldynamische Cockpit, Surround-Kamera mit Wade Sensing und vieles mehr an Bord. Der Preis beträgt ab 108.050 Euro.

 

Range Rover Velar schräg vorn links
Der getestete Velar rollte in der R-Dynamic SE Ausführung auf unseren Parkplatz.

 

Konfiguriert man diese Topvariante mit der einzigen Zusatzoption in Form einer Sonderfarbe in der teuersten Variante – eine Flux-Lackierung mit Aluminiumpartikeln für 7.200 Euro – steigt der Gesamtpreis auf etwas über 116.000 Euro. Mit weiterem Zubehör und Garantieerweiterungen kann man dann knapp an der 120.000-er Grenze kratzen.

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Fazit – Der Dandy unter den Premium-SUVs

Der Range Rover Velar präsentierte sich uns im Test als designorientiertes, markantes SUV-Coupé mit modernem Antlitz und topaktueller Technik. Seine Liebe zum Detail und die vielen Rundungen, kombiniert mit Ecken und Kanten, sprechen eine klare Designsprache und offerieren den Kunden einen herrlichen Kontrast zu den klassisch anmutenden Range Rover Modellen.

Als schickes Accessoire, als nobler Begleiter oder als extrovertierter Vertreter der SUV-Riege polarisiert der Velar und weckt weitere Begehrlichkeiten, die man auf diese Weise bei Land Rover so nicht erwarten würde. Erwartungsgemäß zeigte sich dagegen der Preis, denn einen Range erwirbt man nicht mit dem Inhalt der Portokasse – das war allerdings bereits im Vorfeld zu erwarten.

 

Range Rover Velar schräg hinten rechts
Ein Charmeur unter den SUVs – Der Range Rover Velar strahlt viel Eleganz aus.

 

Doch neben dem stylishen Aspekt, kann der Velar auch mit entsprechender Konsistenz punkten. Das durchdesignte Interieur überzeugt zwar nicht mit den besten Platzverhältnissen für die Insassen und das neue, extrem vielfältige Infotainment mag in Bezug auf dessen Bedienung nicht das Intuitivste sein. Doch gerade diese Imperfektion mündet beim Range Rover Velar aus unserer Sicht in einer stilvollen Eigenart. Stilsicher wie ein zeitloses Modestück aus dem Hause Burberry, zelebriert das SUV-Coupé eine kühle, moderne Noblesse.

Vor allem Vielfahrern raten wir auch einen Blick auf den Sechszylinder-Diesel, der durchaus als sinnvolle Alternative für das stylishe SUV-Coupé herhalten dürfte.

 

 

Text / Fotos: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Technische Daten: Range Rover Velar P300 SE R-Dynamic 

Farbe: Corris Grey Metallic

Länge x Breite x Höhe (m): 4,80 x 1,93 x 1,67

Radstand in mm: 2.874

Antrieb: Reihenvierzylinder Ottomotor mit Kompressor

Leistung: 221 kW (300 PS) bei 5.500 rpm

Hubraum: 1.998 ccm

Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.500 bis 4.500 rpm

Getriebe: 8-Stufen-Automatik

Antrieb: Allrad

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 7,8 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 11,8 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 173 g/km

Abgasnorm: Euro 6d-Temp

Höchstgeschwindigkeit: 234 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 6,2 sec

Leergewicht: 1.884 kg

Anhängelast ungebremst/gebremst 12% in kg: 750/2.500

Stützlast: 175 kg

Dachlast: 79 kg

Laderaumvolumen: 673 Liter (1.731 Liter bei umgeklappten Rückenlehnen)

Bodenfreiheit: 213 mm

Böschungswinkel vorn/hinten: 25,9°/27,3°

Rampenwinkel: 21°

Wattiefe: 600 mm

Kraftstofftank: 82 Liter

Kraftstoffart: Benzin mindestens 95 Oktan (Super, Super E10)

Neupreis des Testwagens: ca. 98.300 Euro (Basispreis Range Rover Velar ab 56.020 Euro)

 

 

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