Volvo XC90 B5 – Facelift auf Nordisch

Fünf Jahre ist es bereits her, seit das größte SUV der Schweden seinen letzten Generationenwechsel erlebte und nun, vor einigen Monaten, gab es das erste Facelift der zweiten Generation und als Volvo XC90 B5 zeigt sich der Große nun auch mit einem überarbeiteten Diesel.

Aus D mach B – Ob es Kunden verwirren könnte, scheint zunächst nicht von Relevanz, so war bei einem „D“ glasklar, dass im entsprechenden Modell ein Diesel sein Werk vollzieht. Beim neuen „B“ könnte man gegebenenfalls einen Benziner vermuten?

Auch das ist soweit korrekt – denn als B5 erhält man sowohl einen Selbstzünder, als auch einen Benzinmotor. Aber, und dies ist der Unterschied, erhalten in dieser Modellvariante beide Verbrennungsmotoren eine Mild-Hybrid-Unterstützung.


Nomenklatur am XC90
Nomen est Omen: Alles was mit B anfängt, ist bei Volvo nun mit Mild-Hybrid-Technik ausgestattet.



Die Nomenklatur soll also auch diese Änderung kommunizieren. Okay, das ist hiermit geschehen. Wie hilfreich es wohl ist, dass wir ausgerechnet das Pendant zu diesem neuen, durch E-Power unterstützten Diesel bereits ausführlich getestet hatten? Denn der XC90 D5 befand sich bereits zum Modellstart in den Händen unseres Test-Teams. Ein Vergleich sollte also recht einfach werden. Oder etwa nicht?

Auf geht’s, beschauen wir uns also die Facelift-Änderungen etwas genauer am Beispiel dieses Volvo XC90 B5 in der Inscription-Ausstattung, der in einem Thunder Grey Metallic auf unseren Hof rollte.





Exterieur und Interieur

Auch rund fünf Jahre nach dem Marktstart der zweiten Generation des Volvo XC90 ist das SUV immer noch eine topmoderne Erscheinung. Groß, durchaus wuchtig, dabei aber niemals plump erscheinend, steht der Schwede vor dem Betrachter.


Volvo XC90 B5 Front
Etwas filigraner erscheinend, rollt der XC90 mit der leicht modifizierten Front vor.



Ein marginal überarbeiteter Kühlergrill lässt die Front etwas sanfter erscheinen. Gemeinsam mit den Thors-Hammer-Scheinwerfern und einer nahezu gecleant wirkenden Karosserieform strahlt das SUV in Summe nordische Coolness und Sicherheit à la Fort Knox aus. Auch die Frontschürze erhielt eine optisch sehr dezente Anpassung. Alles in Allem eine eher zurückhaltende Straffung, die man dem Flaggschiff von Volvo gegönnt hat und welche dennoch optisch als Gesamtbild erkennbar zur Geltung kommt. Well done.


Seitenansicht Volvo XC90 B5
Gut proportioniert – Die 21-Zöller integrieren sich bestens ins Gesamtbild des SUVs.



Die 21 Zoll großen Räder füllen die Radhäuser gut aus, lassen aber durchaus Luft nach oben – da geht, falls der Wunsch bestehen sollte, noch etwas mehr rein. Volvo bietet für den XC90 Radgrößen bis zu 22 Zoll an.

Am Heck bleibt es bei den traditionell vertikalen Rückleuchten – hier hätten wir uns etwas in der Art wie beim XC60 gewünscht, der mit einem Mix aus Horizontalen und Vertikalen erfrischend dynamisch wirkt. Dafür gibt es weiterhin echte Endrohrblenden und selbstredend die in Chrom gefasste Nomenklatur des Modells auf der Heckklappe.


Heck Volvo XC90 B5
Klassiker – Die vertikalen Heckleuchten sind eine mittlerweile leicht angestaubte Tradition bei Volvo.



Im Innenraum geht es erwartungsgemäß sehr hochwertig zu, denn als Inscription, der höchsten Ausstattungsstufe, gibt es diesbezüglich nichts zu beanstanden. Extrem schick und ein echtes Highlight ist der Schaltknauf aus Orrefors Kristall, der vor dem Facelift nur den T8-Modellen vorbehalten war und von innen Eyecatcher-gerecht beleuchtet wird.


Armaturenbereich XC90 Facelift
Eingenordet – Gewohnte Ordnung mit einer kühlen und zugleich ruhigen Struktur im XC90.



Bei den Sitzbezügen handelt es sich um ein Tailored Wool genanntes Wollmischgewebe. Aus unserer Sicht kann es trotz bequemer Haptik nicht an die Wertigkeit des Nappaleders heranreichen, zumal das Nappa eine unvergleichliche Beduftung des Innenraums nachsichzieht, die hier komplett ausbleibt und ein nicht unwichtiger Sinn – der Geruchssinn – dadurch nicht angesprochen wird.




Andererseits ist es in ökologischer Hinsicht sicherlich die politisch korrektere Variante und schlussendlich kann man zumindest selbst die Wahl treffen, welche Bezüge den Innenraum veredeln sollen.

Die Platzverhältnisse bleiben insgesamt üppig und Änderungen nur marginal, wenn überhaupt, dann nur im direkten Vergleich erkennbar. Als Siebensitzer ist unser Testwagen auch für Großfamilien bestens geeignet, kann in dieser Konfiguration sogar noch 302 Liter Gepäck im verbleibenden Kofferraum unterbringen. Benötigt man Platz sechs und sieben nicht, verschwinden diese nahtlos im Kofferraumboden.




Dies zeigt: Auch mit Hybridtechnik bleibt der Kofferraum weitestgehend erhalten. Maximiert schluckt das Ladeabteil des Schweden immer noch 1.874 Liter. Vorteil Luftfederung: Man kann die Fahrzeughöhe direkt per Tasten im Kofferraum in eine ladefreundliche Position bringen.


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Motor und Fahreigenschaften – Wo milde Hybridkräfte walten

Kommen wir zum wichtigsten Änderungspunkt im Rahmen des Facelifts. Denn dem 2.0-Liter Diesel mit den zwei Turboladern kommt nun ein Startergenerator mit Lithium-Ionen-Batterie zur Hilfe. Das 48-Volt-System steuert bis zu zehn Kilowatt Leistung und 40 Newtonmeter zusätzlich bei und hilft dem Selbstzünder dezent beim Anfahren oder bei Zwischenspurts.


Motorraum Volvo XC90 B5
Beim Blick unter die Haube ist von der Mild-Hybrid-Technik nichts zu sehen.



Beim Bremsvorgang und im Schubbetrieb rekuperiert dieser Generator die überschüssige kinetische Energie und lädt den Akku wieder auf. Das Plus an Leistung ist subjektiv am ehesten beim Anfahren zu spüren, was nun zackiger ansprechend erfolgt. Sportive Ausbrüche sollte man allerdings auch damit nicht erwarten.


Volvo XC90 B5 schräg hinten links
Jeweils zehn mehr: Als B5 leistet der Mild-Hybrid-Diesel 235 PS und 480 Newtonmeter.



Andererseits ist man meilenweit von einer Untermotorisierung entfernt. Wie auch, denn 235 PS sowie 480 Newtonmeter sind keine Kleinigkeit, doch wenn sie mindestens 2.120 Kilogramm in Bewegung setzen müssen, wird diese Kavallerie auch schnell wieder relativiert. Insgesamt beträgt der Zuwachs exakt zehn Pferdestärken und zehn Newtonmeter mehr gegenüber dem XC90 D5.

Auch mit diesem überschaubaren Plus ist man vorzugsweise mit einem Cruiser-Charakter im Volvo XC90 B5 bestens aufgehoben. Oder anders ausgesprochen: Man spürt den Leistungszuwachs in den meisten Fahrsituationen nicht.


Endrohre am XC90
Bei der Wahrheit bleiben – Der XC90 tut dies als B5 stets und nutzt die Endrohrblenden auch.



Wer jedoch nicht ständig das Verlangen verspürt, die volle Leistung abzurufen, wird mit dem großen SUV seine Freude haben. Sportfahrern wird es allerdings bereits nach kurzer Zeit zu wenig sein und bei einem in hohen Drehzahlbereichen fast gequält wirkenden Zweiliter werden dann schnell Sechs- oder gar Achtzylinderträume geboren. Andererseits kann man auch die eine oder andere Eiligkeit mit diesem Diesel gelassen entschärfen.


Volvo XC90 B5 onroad
Mit Sicherheit kein Langweiler, aber auch kein Sportler. Der XC90 bleibt als B5 „der Vernünftige“.



Die 8-Gang-Automatik arbeitet in jeder Lebenslage sanft und ist jederzeit konsequent dabei, die Kraftverteilung passend zu sortieren. Neu ist hier dank der 48-Volt-Technik, dass das Getriebe nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch, quasi „shift by wire“ gesteuert wird.

Der Wahlhebel muss übrigens für jede wählbare Getriebeposition in Stufen bedient werden. Möchte man also von D auf R, muss man den Hebel zweimal in Richtung R schieben – beim ersten Mal switcht er auf N, da diese Neutralstellung genau dazwischen liegt, beim zweiten Mal ist dann R für den Rückwärtsgang erreicht.


Fahrmodi XC90
Viergeteilt – Von Offroad bis Eco kann der XC90 mit vier Fahrmodi abgestimmt werden.



Dank der vier Fahrmodi lässt sich das Leistungsverhalten variieren, was in Anbetracht der optional erhältlichen und im Testwagen befindlichen Luftfederung auch deutlicher spürbar wird. Anders als im damaligen Test-XC90 kann diese neben der Anpassung der Dämpfung auch die Federung straffen oder erweichen lassen sowie durch zusätzlich vertikale Anpassungen der Karosserie die Bodenfreiheit variieren. Zum jeweilig veränderten Kennfeld der Motorsteuerung addierend, kann man die Charakteristik der einzelnen Fahrmodi auch stärker unterscheiden.

Zwei Zehntelsekunden ist der B5 schneller auf Tempo 100 als der D5. Genau 7,6 Sekunden vergehen nun, was man in der Praxis aber als Unterschied nicht wahrnimmt.


Startknopf XC90
Edel designt: Oben liegt der Drehknopf für die Zündung, darunter der Rollregler für die Fahrprogramme.



Die Akustik im Innenraum bleibt dabei stets auf einem erstklassig niedrigen Niveau. Selbst schnelle Autobahnetappen wirken nie schnell in diesem Auto – auch hier hat sich zum Glück nichts geändert. Doch auch im Start-Stopp-Betrieb – erledigt vom besagten Riemengenerator – entkoppelt die hervorragende Dämmung zusätzlich die Insassen quasi von der Außenwelt. Dass das Start-Stopp-System arbeitet, sieht man mitunter allein am Drehzahlmesser.


Tankdeckel Volvo XC90
Bei extremer Zurückhaltung wären theoretisch sogar tausend Kilometer pro Tankfüllung möglich.



Laut Volvo soll der neue Volvo XC90 B5 dank der Mild-Hybrid-Technologie bis zu 15 Prozent weniger verbrauchen. Nun, gegenüber dem ersten von uns getesteten Diesel stieg der angegebene Verbrauchswert von 5,8 auf nun 5,9 Liter und per WLTP-Verfahren ermittelt, sind es gar praxisgerechtere 7,1 Liter.

Soweit das geduldige Papier. Im Praxistest genehmigte sich der B5 im Drittelmix dann 8,1 Liter – das ist fast ein halber Liter oder rund fünf Prozent weniger als der erste D5 der zweiten Generation im Test verbraucht hat – wohlbemerkt, bei nun mehr Leistung und in Erfüllung einer strengeren Abgasnorm.


Volvo XC90 B5 berghoch
Leichtes Gelände? Ein Kinderspiel. Der XC90 schafft auch Wasserdurchfahrten bis 45 cm Tiefe.



Die Sparrunde absolvierte der XL-Schwede sogar mit nur 6,8 Liter auf 100 Kiometer. Bei einer Vollgasfahrt über freie Strecke stieg der Verbrauch deutlich in den zweistelligen Bereich. Hier hilft auch keine Hybridtechnik mehr bei der Verbrauchseinsparung – das gilt für jedes Serien-Hybridmodell der Welt.


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Ausstattung, Komfort, Sicherheit

In diesem Kapitel lautet das Zauberwort „Inscription“. So bezeichnen die Schweden die höchste Ausstattungsstufe ihrer Modelle, so auch die des Volvo XC90 B5. Aus diesem Grund ist so gut wie alles drin und dran, was man sich in einem Fahrzeug dieser Klasse heutzutage wünschen mag. Wir möchten hier die wichtigsten, sowie die, die uns aufgefallen sind, erwähnen.


B&W Klangmodi
Eines der besten – Immer noch gehört das B&W Soundsystem zur akustischen Elite in Fahrzeugen.



Zuallererst ein paar Worte zum Bowers & Wilkins Soundsystem, welches immer noch unbestritten zu den besten Audiosystemen in Fahrzeugen gehört und aus diesem Grund eine bedingungslose Empfehlung verdient hat, für jeden auch nur ansatzweise audiophilen Kunden.


Digitales Cockpit XC90
Glasklare Routenführung und mittlerweile schnelle Berechnung dieser sind Standard im XC90.



Das Navigationssystem konnte im Volvo XC90 B5 deutlich schnellere Berechnungszeiten von Routen vorweisen, als es noch beim Marktstart dieser Generation der Fall war. Hier wurde offenbar das Faceliftmodell auch mit mehr Rechenleistung beglückt.

Bei den Sitzheizungen können wir wiederum eine Lanze für die Tailored Wool Sitze brechen, denn diese werden im Expresstempo erwärmt – ein echter Vorteil gegenüber Lederbezügen. Die Beheizung erfolgt zudem absolut homogen, was auch für die dreistufige Lenkradheizung gilt.


Sitzheizung Volvo
Afterburner – Bitte nicht wörtlich nehmen, doch die Sitzheizung ist superfix dank Stoffbezügen.



Der adaptive Tempomat berücksichtigt nun auch Verkehrsschilder und passt das Tempo entsprechend an. Vor ausgeprägten Kurven wird die Geschwindigkeit ebenfalls reduziert und nach Absolvierung dieser wieder automatisch auf die Wunsch- beziehungsweise zulässige Höchstgeschwindigkeit gebracht.

Das City-Safety-System wurde um eine Lenkunterstützung bei Ausweichmanövern ergänzt und ein Cross Traffic Alert verhindert beim Ausparken etwaige Unfälle durch den Eingriff eines Notbremssystems. Im Test konnten wir bestätigen, dass es sich in der Tat um eine Notbremsung handelt, die im – in unserem Fall fingierten – Gefahrenfall als Gegenmaßnahme eingeleitet wird. Der Ankerwurf ist derart heftig, dass man fast das Gefühl hat, eine Kollision nicht verhindert zu haben.




Die LED-Scheinwerfer mit Matrixfunktion bestechen immer noch mit ihrer enormen Helligkeit und das Ausblenden anderer Verkehrsteilnehmer geschah im Test vollkommen fehlerfrei. Auch wenn es bei der feingranularen Ausblendung topmoderner Scheinwerfersysteme wie das IQ.Light eines Touareg nicht mehr ganz mithalten kann, gehören die „Thors Hammer“ immer noch zu den Top-Systemen am Markt.


Sitzplatzbelegung im Cockpit
Vorrangschaltung – Die Sitzplatzbelegung überdeckt alle anderen Informationen zu Fahrtbeginn.



Eine Kleinigkeit ist uns bei der Anzeige der Sitzplatzbelegung nach dem Fahrzeugstart aufgefallen. Diese Anzeige bleibt einige Zeit bestehen und in diesem Zeitrahmen werden beispielsweise beim Aufruf des Sprachassistenten die Auflistung möglicher Sprachbefehle nicht angezeigt, sondern durch ebendiese Sitzplatzbelegung verdeckt. Da hilft nur eine Bestätigung per OK-Knopf am Lenkrad, bevor man die Sprachsteuerung nutzt. Wenn man das nicht weiß, bleiben derartige Infos so lange unbemerkt im Verborgenen.

Überdies ist die Bedienung typisch Volvo, bei der es neben einigen Dingen, wie dem Aktivieren der Fernlichtautomatik und des Regensensors oder die Position des Reset-Knopfs für den Bordcomputer, was man gänzlich vorab verinnerlichen sollte, keine Probleme gibt, sich schnell zurechtzufinden.


Kippschalter Heckscheibenwischer XC90
Kipp- statt Drehschalter für den Heckscheibenwischer ist eine der Besonderheiten im Volvo.



Sehr gut fanden wir, dass die Wischwasserzufuhr direkt an den Wischerarmen stattfand und das Reinigungsflüssigkeit genau da ankommt, wo man sie benötigt und nicht vom Fahrtwind wild verteilt auch die folgenden Verkehrsteilnehmer mitduscht. Wenn der Wischer nach dem Wisch-Waschvorgang einige Sekunden später noch einmal nachwischen würde, wäre es perfekt.


HUD XC90
Alles im Blick – Das exzellent ablesbare HUD im Volvo besitzt eine hohe Informationsdichte.



Dass der Volvo XC90 B5 das automatische Absenken der Außenspiegel beim Rückwärtsfahren beherrscht, ist eine große Hilfe beim Rangieren. Doch im Test vergaß das System wiederholt nach der Rückwärtsfahrt das Zurückstellen der Spiegel in die vorherige Position. Das ist ärgerlich, weil man in diesen Fällen – im Testzeitraum von zwei Wochen ein Dutzend Mal passiert – manuell die gewünschte Spiegeleinstellung vornehmen musste.




Dafür entschädigte eine 360-Grad-Rundumsicht mit verschiedenen Kameraperspektiven und ermöglichte es, das Umfeld beim Parkvorgang jederzeit im Blick zu behalten. Der Zentralbildschirm erschien uns im Test nun nicht mehr so extrem empfindlich gegenüber Fingerabdrücken zu sein, wie es uns im Test des XC90 D5 auffiel.

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Varianten und Preise für den Volvo XC90 B5

Als „B“ deklariert man bei Volvo nun alle Mild-Hybrid-Varianten und so kommt es, dass neben dem hier getesteten „B5“ mit Dieselantrieb auch ein „B5“ mit Benzinmotor in Kombination mit dem Mild-Hybrid-System zur Verfügung steht. Bei den Ausstattungsvarianten wurde „Kinetic“ mittlerweile gestrichen, sodass nun noch drei Varianten zur Auswahl stehen.


Volvo XC90 B5 Inscription
Als Inscription erhält man nach wie vor die Top-Ausstattungsvariante vom XC90.



  • Als Basis dient nun „Momentum“ und hier startet der „B5“ mit 66.350 Euro als Diesel-Mild-Hybrid. Die „B5“-250-PS-Benzinvariante mit dem 48-Volt-System kostet ab 66.950 Euro und ist ausschließlich in dieser Ausstattungsvariante bestellbar. Serienmäßig befinden sich unter anderem 19-Zoll-Räder, Leder-Komfortsitze, Digitales Cockpit und ein High Performance Infotainmentsystem an Bord.
  • Die sportive Variante „R-Design“ ist als „B5“ ausschließlich als Diesel-Hybrid-Kombination erhältlich und kostet mindestens 71.050 Euro. 20-Zoll-Räder und R-Design-Sportsitze sind nur einige der serienmäßigen Highlights dieser Ausstattungslinie.
  • Inscription“ ist nach wie vor die Top-Ausstattung und als „B5“ ebenfalls nur mit der Diesel-Mild-Hybrid-Kombination zu haben. Der Fünfsitzer kostet ab 71.950 Euro. Spezielle, komfortorientierte Ausstattungsmerkmale zeichnen dieses Modell aus.

Gegen Aufpreis kann man alle Versionen auch als Siebensitzer bestellen. Für die zwei zusätzlichen Sitzplätze werden jeweils 1.500 Euro mehr verlangt. Allradantrieb ist bei allen XC90-Modellen serienmäßig, wie auch die 8-Stufen-Automatik.

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Fazit – Alter, neuer Schwede

Das Facelift des Volvo XC90 fiel optisch sehr dezent aus, was allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt. Das Fullsize-SUV wirkt auch heute noch taufrisch und aktuell, mit einem besonderen Aussehen, welches sich weiterhin von der Konkurrenz abgrenzen kann.


Volvo XC90 B5 schräg vorne rechts
Als Facelift bewahrt sich der Volvo XC90 sein optisches Alleinstellungsmerkmal.



Im überlaufenden SUV-Pool polarisiert der Schwede durch seine optische Eigenständigkeit, wobei er seine Vorzüge nicht jedermann sofort offenbart und mit nordischer Gelassenheit eher eine Art Understatement pflegt. Der eigentliche Fortschritt stellt die Einführung der Mild-Hybrid-Technik dar, mit der die versprochenen Einsparungen zwar nicht vollumfänglich erfüllt werden, aber ein kleiner Vorteil im Test bestätigt werden konnte.

Das Kostenkapitel ist ein Thema für sich. Der einst nahezu günstige Einstiegspreis liegt mittlerweile gut 15.000 Euro über dem, der vor fünf Jahren die Pforten zum XC90 öffnete. Mit etwas mehr Ausstattung wird es schnell richtig teuer. Unser Testwagen kam mit gut 95.000 Euro verdächtig nahe an die 100.000 Euro-Grenze, wodurch andere Konkurrenten – auch solche mit mehr Hubraum und Leistung – an Attraktivität gewinnen können.


Volvo SUV onroad
Ein Schnäppchen ist der größte Volvo wahrlich nicht mehr. Ein zeitloses SUV aber immer noch.



Als Gegenwert erhält der Kunde hier ein ausgereiftes Luxus-SUV, welches den höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht wird, ohne erkennbare Allüren und im neuen Modelljahr gänzlich ohne Kinderkrankheiten. Den langen Modellzyklen der Schweden sei Dank, sollten auch Neukunden eines Volvo XC90 noch lange Zeit ein aktuelles Fahrzeug ihr Eigen nennen dürfen.




Text / Fotos: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Technische Daten: Volvo XC90 B5 Inscription

  • Farbe: Thunder Grey Metallic
  • Länge x Breite x Höhe (m): 4,95 x 1,94 (2,14 mit Außenspiegel) x 1,78
  • Radstand (mm): 2.984
  • Antrieb: Reihenvierzylinder Commonrail Bi-Turbodiesel plus 48-Volt-Riemenstartergenerator
  • Leistung: 173 kW (235 PS) bei 4.000 rpm
  • Hubraum: 1.969 ccm
  • Max. Drehmoment: 480 Nm bei 1.750 rpm
  • Getriebe: 8-Stufen-Automatik
  • Antrieb: Allrad
  • Durchschnittsverbrauch (WLTP): 7,1 L/100 km
  • Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 8,1 L/100 km
  • CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 186 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP-EVAP-ISC
  • Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 7,6 Sekunden
  • Wendekreis (m): 12,1
  • Max. Bodenfreiheit (mm): 267
  • Böschungswinkel vorn/hinten: 23,8°/23,3°
  • Rampenwinkel: 21,3°
  • Wattiefe (mm): 450
  • Leergewicht (kg): 2.120
  • Zuladung (kg): 550
  • Kofferraumvolumen (l): 304 (7-Sitzer) 721 (5-Sitzer) bis 1.780
  • Anhängelast ungebremst/gebremst bis 12 % (kg): 750/2.700
  • Stützlast (kg): 110
  • Dachlast (kg): 100
  • Kraftstofftank (l): 71
  • AdBlue Tank (l): 11,7
  • Kraftstoffart: Diesel
  • Neupreis des Testwagens: ca. 95.000 Euro (Einstiegspreis Volvo XC90 B5 ab 66.350 Euro)

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