Nissan Pixo – Neuer Stadtflitzer enthüllt

Nissan Pixo

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Nissan bringt mit dem neuen Pixo einen vollelektrischen Stadtflitzer auf die Straße, der sich von der üblichen A-Segment-Zurückhaltung ziemlich unbeeindruckt zeigt.

3,80 Meter Länge, 60 kW Leistung und eine 27,5-kWh-LFP-Batterie klingen bereits nach solider Hausmannskost für ein typisches kleines Stadtauto.

Dann kommen 259 Kilometer Reichweite, serienmäßiges DC-Schnellladen, verschiebbare Rücksitze, Google built-in und sogar ein KI-Assistent namens Gemini dazu. Plötzlich wirkt der kleine Nissan gar nicht mehr so klein.

Es ist kein Geheimnis, dass der Neuzugang zwei bekannte Cousins hat: den Renault Twingo E-Tech und den Dacia Spring – ein Ergebnis der Renault-Nissan Allianz; nun macht der Pixo mit verblüffender Eigenständigkeit das Trio komplett.

Der Pixo wurde wie seine Verwandten ausdrücklich für europäische Städte konzipiert und soll Elektromobilität dort zugänglich machen, wo große Akkus und zweistellige Fahrzeuglängen ohnehin eher selten benötigt werden: im täglichen Stadtverkehr.


Nissan Pixo – 259 Kilometer mit einer Akkufüllung

Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit 82 PS. Das sind zwar keine Werte, mit denen man an der nächsten Ampel den Sportwagenbesitzer nebenan nervös machen kann, für den urbanen Einsatz reicht die Leistung jedoch allemal. Gerade der unmittelbare Antritt eines Elektroantriebs spielt dem Pixo dabei in die Karten.

Nissan Pixo Front
Klein, aber oho: Der neue Pixo zeigt sich bereits optisch frisch mit viel Abgrenzungspotenzial…

Die Energie liefert eine 27,5 kWh große Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Mit bis zu 259 Kilometern nach WLTP soll sie ausreichend Reserven für typische Alltagswege bieten. Nissan setzt dabei erstmals in einem europäischen Modell auf eine LFP-Batterie. Diese Technologie gilt als besonders robust und passt damit durchaus zum pragmatischen Charakter des Pixo.

Beim Laden wird ebenfalls nicht mit angezogener Handbremse gearbeitet. Der serienmäßige 50-kW-DC-Anschluss bringt die Batterie in rund 28 Minuten von 15 auf 80 Prozent. Zu Hause oder am Arbeitsplatz stehen 11 kW AC zur Verfügung, ebenfalls bidirektional.


Stadtverkehr ist sein Revier

Mit 3.796 Millimetern Länge und 1.790 Millimetern Breite bleibt der Pixo angenehm kompakt. Ein Wendekreis von 9,9 Metern dürfte das Rangieren in engen Straßen und Parkhäusern deutlich entspannter gestalten. Wer schon einmal versucht hat, ein modernes SUV in eine Innenstadtlücke zu zwingen, dürfte diese Eigenschaft durchaus zu schätzen wissen.

Nissan Pixo Seite
…und mit deutlich unter vier Metern erfreulich kompakt in seinen Abmessungen.

Trotz seiner überschaubaren Außenmaße hat Nissan beim Platzangebot nicht einfach die Schere angesetzt. Bis zu vier Erwachsene finden im Pixo Platz. Die beiden hinteren Sitze lassen sich einzeln verschieben, wodurch sich der Innenraum je nach Bedarf stärker auf Passagiere oder Gepäck ausrichten lässt.

Auch beim Stauraum überrascht der kleine Nissan. 356 Liter fasst der Kofferraum bei aufgestellten Rücksitzen. Darin enthalten ist ein separates 50-Liter-Fach für die Ladekabel. Klapp man die Rücksitzlehnen um, werden bis zu 1.221 Liter frei. Zusätzlich stehen 18 Liter Ablagemöglichkeiten im Innenraum zur Verfügung. Für einen Wagen dieser Größenordnung ist das eine bemerkenswert praktische Verpackungsleistung.


Design mit Pixeln und kleinen Spielereien

Optisch geht Nissan einen eigenen Weg. Der Pixo trägt eine kantig-würfelförmige Grundform, kombiniert diese jedoch mit modernen Flächen und einer auffälligen Lichtsignatur. Die pixelinspirierten Leuchten verleihen ihm einen digitalen Charakter, während die Front mit ihrem leicht robotischen Gesichtsausdruck fast den Eindruck erweckt, der kleine Nissan habe gerade eine eigene Meinung zu seinem Parkplatz.

Nissan Pixo Heck
Sympathiepunkte heimst der Pixo auch mit seinem „Hinterteil“ problemlos ein.

Auch beim Blick auf die Details zeigt sich, dass die Designer nicht nur mit Lineal und Rechner gearbeitet haben. Im Pixo verstecken sich mehrere „23“-Easter-Eggs – der Micra lässt grüßen. Die Zahl verweist auf den Namen Nissan, denn „Ni“ steht im Japanischen für zwei und „San“ für drei.

Mit Midnight Purple und Authentic Blue gehören zudem Farben zum Programm, die den urbanen Charakter des Pixo unterstreichen. Der kleine Stromer soll offensichtlich nicht aussehen, als wäre er ausschließlich mit dem Taschenrechner entworfen worden.


Gemini im Nissan Pixo

Noch ungewöhnlicher wird es im Innenraum. Nissan bringt Google built-in inklusive Gemini in das A-Segment. Der KI-Assistent soll zum Marktstart 16 Sprachen beherrschen und über natürliche Sprache bei Navigation, Unterhaltung und Kommunikation unterstützen.

Dabei soll Gemini nicht bei jedem neuen Satz so tun, als hätte es den vorherigen bereits vergessen. Der Assistent kann den Gesprächskontext berücksichtigen und sich im Laufe der Zeit stärker an den persönlichen Vorlieben der Nutzer orientieren.

Nissan Pixo Armaturen
Kontrastreich und geordnet offeriert der Pixo seinen Armaturenbereich…

Die eigentliche Bedienung erfolgt über ein 7-Zoll-Fahrerdisplay und einen 10-Zoll-Touchscreen. Google Maps übernimmt Navigation und Echtzeit-Routenplanung, während mehr Funktionen über die MyNissan App aus der Ferne gesteuert werden können.

Nissan Pixo Zentralbildschirm
…in dem der Zentralbildschirm mit Google-built-in-Infotainment die Hauptrolle übernimmt.

Zusätzlichen Komfort verspricht Face ID. Das System erkennt den Fahrer beziehungsweise die Fahrerin und aktiviert automatisch persönliche Einstellungen. Für einen Kleinwagen ist das schon ziemlich viel digitales Personal an Bord.


One-Pedal durch die Rushhour

Seine technische Ausstattung ist nicht nur auf Unterhaltung ausgelegt, nein, denn der Pixo soll den Stadtverkehr möglichst entspannt machen. Dazu gehört die One-Pedal-Technologie, mit der sich Beschleunigen, Verzögern und Anhalten weitgehend über das Fahrpedal steuern lassen.

Gerade im Stop-and-go-Verkehr kann das angenehm sein. Statt ständig zwischen Fahr- und Bremspedal zu wechseln, genügt eine Veränderung des Pedaldrucks. Dazu kommen ein adaptiver Tempomat mit Folgefunktion bis zum Stillstand und anschließendem Wiederanfahren, ein intelligenter Spurhalte-Assistent sowie ein System für freihändiges Einparken.

Damit fährt im Pixo erstaunlich viel Technik mit, die man eher in größeren Fahrzeugklassen erwarten würde.


Klein, aber nicht kleingeistig

Der Pixo ist zugleich ein Beispiel dafür, wie Nissan seine Elektrostrategie für Europa ausbauen will. Das Fahrzeug wurde von Nissan entwickelt, die Fertigung übernimmt der Allianzpartner Renault im Werk Novo Mesto in Slowenien. Die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2027 vorgesehen.

Nissan Pixo schräg hinten
Es bleibt spannend, denn die Preise zum Pixo werden noch veröffentlicht.

Preis und marktspezifische Ausstattungen stehen noch nicht fest. Nissan will diese Informationen ebenso wie Details zur Vorbestellung ab Dezember 2026 veröffentlichen.


NewCarz meint dazu:

So soll es bei einem Stadtauto immer sein: leicht überschaubar und konsequent auf den Alltag zugeschnitten. 259 Kilometer Reichweite und 50-kW-Schnellladen reichen außerdem für die meisten urbanen Einsatzprofile mehr als aus, während verschiebbare Rücksitze und 356 Liter Kofferraum zeigen, dass Kleinwagen nicht zwangsläufig Verzicht bedeuten muss. Besonders charmant ist die Kombination aus eigenständigem Design und erstaunlich umfangreicher Digitaltechnik. Wir finden, dass Nissan dem Pixo trotz Brand Engineering – wieder einmal – eine erfrischende Eigenständigkeit verleihen konnte. Wenn Nissan den Preis entsprechend zugänglich gestaltet, könnte aus dem kleinen Pixo ein ziemlich großer Wurf werden.

Quelle & Fotos: Nissan / Text: NewCarz

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