Subaru Special Teil 2 – Der Symmetrical AWD

Im zweiten Teil unseres Subaru Special befassen wir uns mit dem Alleinstellungsmerkmal der Marke schlechthin – dem symmetrischen Allradantrieb – kurz: Symmetrical AWD.

Dabei ist Subaru nicht ohne Grund der weltweit größte Hersteller von Allrad-PKW – bis heute.


Die Anfänge

Seit 1980 gibt es Subaru offiziell auch in Deutschland – wir berichteten. Das erste Fahrzeug war der Subaru 1800 4WD, welcher – wie der Name bereits vermuten lässt – mit Allradantrieb ausgerüstet war. Dabei brachte die Marke den ersten Allrad-PKW bereits 1972 auf den Markt.


Subaru 1800 4WD
Urgestein – Der Subaru 1800 4WD war der erste (Allrad-) Subaru in Deutschland.



Diese Tradition setzte sich fort bis ins Jahr 2003. Der Subaru Justy erschien 23 Jahre nach der Gründung der Subaru Deutschland GmbH erstmals mit Dieselmotor und Frontantrieb und war damit das erste in Deutschland vertriebene Modell der Marke, welches nicht über Allradantrieb verfügte.


Subaru Justy FWD
Konventionsbrecher – Der 2003er Justy war der erste Subaru mit Frontantrieb in Deutschland.



Der Nachfolger des Justy – der Subaru Trezia – wurde schließlich ganz ohne Allradantrieb angeboten. Dennoch offeriert das Fahrzeugportfolio der Marke bis heute nahezu ausschließlich Modelle mit 4WD, doch gibt es auch heute noch Ausnahmen, wie beispielsweise den Subaru BRZ.


Der Symmetrical AWD im Detail

Als einziger Hersteller weltweit nutzt Subaru den sogenannten Symmetrical All Wheel Drive – kurz Symmetrical AWD. Die Besonderheit liegt hier in der ganzheitlichen Lösung des Antriebs – der Allradantrieb ist bei allen angebotenen AWD-Fahrzeugen keine optionale Ausstattung, sondern in das gesamte Fahrzeugkonzept eingebunden.

Der Begriff „Symmetrisch“ steht dabei für die Anordnung des Antriebsstrangs. So gilt bei Subaru, dass der Boxermotor, das Getriebe, die Kardanwelle und das hintere Differenzial auf der Längsachse des Fahrzeugs sitzen. Diese Umsetzung ist deshalb besonders, da 

  • das Prinzip „Allradantrieb“ als integraler Bestandteil der gesamten Fahrzeugentwicklung steht und
  • durch den flach und kompakt bauenden Boxermotor ein niedriger Schwerpunkt entsteht.

Die symmetrische Anordnung aller antriebsrelevanten Komponenten sorgt für einen verspannungsfreien Antrieb, der ein neutrales und ausgewogenes Fahrverhalten verspricht – ganz gleich auf welchem Untergrund.


Symmetrical AWD
Symmetrie als Schlüssel für die Anordnung des Allradantriebs ist Subarus Markenzeichen.



Dass dies kein leeres Versprechen ist und auch in der Praxis funktioniert, zeigen unter anderem unsere Tests des Impreza, den wir unter verschneiten Bedingungen gefahren haben sowie unser Test des Forester, der ebenfalls mit widrigen Bedingungen umzugehen wusste.

Auch den XV scheuchten wir durch Wald und Flur und der Ouback durfte sogar ins grobe Off. Noch extremer wurde es mit dem neuen Forester, den wir über eine völlig verregnete Offroad-Strecke scheuchten und dabei nicht zimperlich mit dem SUV umgingen.


Subaru Outback Gelände
Offroad-Action – Durch Bäche und über Stock und Stein ging die Tour mit dem Outback.



All diese Tests haben gezeigt, dass der symmetrische Allradantrieb eine wichtige Rolle im Hause Subaru spielt und seine Tugenden ganzheitlich den Kunden zugute kommen.


Der X-Mode

Die neueren Modelle ab 2014 verfügen darüber hinaus über einen sogenannten X-Mode. Dieser Modus aktiviert eine Art Allradmanagement, welches bei widrigen Bedingungen vorrangig die Motorleistung anpasst und Bremseingriffe tätigt. Hierzu bedarf es keiner weiteren Hardware; der X-Mode versteht sich als Assistenzsystem, welches auf die bereits im Fahrzeug vorhandenen Komponenten und Systeme zurückgreift.


Der X-Mode-Schalter sitzt wie hier bei Subaru fast immer in der Mittelkonsole.



Beispiele hierfür sind die geänderten Schaltpunkte, welche das Drehmoment so nutzen, dass möglichst viel Traktion gewährleistet bleibt. Außerdem wird der Sperrgrad der zentralen Lamellenkupplung stetig erhöht, während die Regelzeiten für das Stabilitätsprogramm VDC verkürzt werden, was dazu führt, dass durchdrehende Räder schneller gebremst werden. Darüber hinaus steht eine Berabfahrhilfe bereit, die bis 20 km/h unterstützend tätig ist.

Seit Anfang 2020 steht ein zweiter, sogenannter Dual-Function X-Mode zur Verfügung, der eine Erweiterung des bereits beschriebenen X-Mode darstellt. Gewählt werden kann hier ein zweiter Modus namens „Deep Snow / Mud“, welcher die Antriebskraft auf beide Achsen gleich verteilt und zudem stets den niedrigsten Gang „hält“, um ein Maximum an Drehmoment bereitzustellen. Hinzu kommt der Umstand, dass die Bergabfahrhilfe dauerhaft aktiviert bleibt.


Subaru offroad
Querbeet – Bei Subaru nicht nur eine Floskel, wie man hier gut sehen kann.



Wir konnten uns von diesem System bereits im neuen Subaru Forester überzeugen und waren beeindruckt, wie einfach sich hiermit völlig unwegsame Passagen meistern lassen.


Die aktuellen Fahrzeuge mit Symmetrical AWD

Aktuell kommt der Symmetrical AWD im Kompaktfahrzeug Impreza, dem Kompakt-SUV XV, dem Kombi Levorg, dessen großen Bruder, dem Outback sowie dem Forester zum Einsatz. Lediglich der BRZ verfügt als einziges Modell im deutschen Markenportfolio ausschließlich über Heckantrieb.


Subaru Forester
Der Forester bahnt sich den Weg durch schlammige Passagen – Dank Allrad ein Kinderspiel.



Neben dem Antrieb gibt es noch weitere Alleinstellungsmerkmale, welche die Marke ausmachen. Wir werden uns im nächsten Beitrag unseres Special genau damit beschäftigen.

Text: NewCarz / Fotos: NewCarz / Subaru

 

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