Manche Marken feiern ein gutes Jahr mit Champagner, andere mit PowerPoint, doch Dacia macht es anders: Die Marke liefert einfach Zahlen, die für sich sprechen.
73.644 Neuzulassungen im Jahr 2025, ein Plus von 3,1 Prozent und damit das vierte Rekordjahr in Folge. Der Gesamtmarkt wächst gemütliche 1,4 Prozent, Dacia zieht vorbei und winkt freundlich. Marktanteil: 2,6 Prozent. Auch das ist neu. Auch das ein Rekord. Routine kann so aussehen.
Wer glaubt, das sei ein einmaliger Glückstreffer, darf einen Blick in die jüngere Vergangenheit werfen. In nur fünf Jahren ist Dacia in Deutschland um knapp 83 Prozent gewachsen. Von gut 40.000 Fahrzeugen im Jahr 2021 auf fast 74.000 im Jahr 2025. Das ist kein Strohfeuer, das ist Dauerbetrieb.
Platz elf, Platz drei, Platz eins – je nachdem, wen man fragt
In der offiziellen Markenrangliste des Kraftfahrt-Bundesamtes landet Dacia auf Platz elf unter allen Herstellern. Noch beeindruckender: Platz drei unter allen Marken ohne deutschen Konzern im Rücken. Auf dem Privatkundenmarkt wird es dann endgültig gemütlich für die Konkurrenz.
Mit 5,3 Prozent Marktanteil fährt Dacia auf Platz fünf insgesamt – und auf Platz eins unter den Nicht-Deutschen. 69 Prozent der Zulassungen gehen an Privatkunden. Das ist deutlich mehr als Marktdurchschnitt und ein klarer Hinweis darauf, wer hier wirklich unterschreibt.
Dacia Sandero vorne, Duster bewährt, Bigster überrascht
Beim Blick auf die Modelle zeigt sich, dass Erfolg bei Dacia kein Zufall ist. Der Sandero bleibt, was er ist: Europas meistverkaufter Pkw und mit 26.441 Neuzulassungen auch in Deutschland das klare Zugpferd. Dahinter der Duster mit 15.261 Einheiten – bewährt, beliebt, unaufgeregt.
Und dann wäre da noch der Bigster. Erst im Mai 2025 gestartet, schon 13.767 Neuzulassungen. Im Privatkundenmarkt legt er noch einen drauf: 10.747 Einheiten, 78 Prozent Privatanteil und Rang zwei unter den privaten Zulassungen. In der zweiten Jahreshälfte 2025 sogar das meistverkaufte Modell im privaten C-SUV-Segment. Ein Segment, in dem über 85 Wettbewerber mitspielen. Man könnte sagen: Bigster kam, sah und parkte vorne.
Dacia mit Erfolg ohne Drama
Thilo Schmidt, Managing Director von Dacia Deutschland, spricht von einem weiteren Rekordjahr, von Treue der Kundinnen und Kunden und vom Engagement des Teams. Keine große Pose, kein Pathos. Stattdessen der nüchterne Hinweis, dass dieses Wachstum unter schwierigen Marktbedingungen entstanden ist. Besonders der Bigster macht Hoffnung auf mehr – auch 2026, seinem ersten vollen Verkaufsjahr.
Dazu kommen überarbeitete Versionen von Sandero, Sandero Stepway, Jogger und ein weiterentwickelter Spring. Produkte, die nicht versprechen, das Leben zu verändern, sondern es bezahlbar mobil zu halten.
NewCarz meint dazu:
Dacia bleibt das, was viele nicht für möglich gehalten hätten. Von einem Renault-Abklatsch aus dem Ostblock vor der Wende zu einem Bestseller in gefühlt Nullkommanix ab Ende der 90er. Wie Phönix aus der Asche. Erfolgreich ohne Allüren, stark ohne große Worte und Jahr für Jahr ein bisschen größer. Vier Rekordjahre in Folge. Und niemand wirkt dabei überrascht.
Quelle & Foto: Dacia / Text: NewCarz

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
