BMW Z4 M40i – Roadster ohne Allüren

BMW Z4 M40i

Mit kernigem Sechszylinder und neuem Dress rollt der BMW Z4 M40i seit März 2019 über die Straßen der Welt.

Dabei spielt der Z4 keine unwichtige Rolle im BMW Portfolio. Die erste Generation folgte auf den legendären Z3 und feierte seine Markteinführung in Deutschland im März 2003, während er gerade zu Beginn große Erfolge für sich verbuchen konnte.

Ab Mitte 2009 buhlte dann die zweite Generation um die Gunst der Kunden, diesmal mit einem klappbaren Hardtop, welches die bisherigen Roadster- und Coupé-Varianten ersetzte. 

In seiner dritten Generation trägt der Sportwagen aus Bayern den internen Code G29 und entstand in Zusammenarbeit mit Toyota. Während der Z4 mit Stoffverdeck weiterhin die Roadster-Sparte bedient, wird er bei den Japanern als Toyota GR Supra Coupé vertrieben.

Wir haben den bayerischen Roadster einem ausgiebigen Test unterzogen und prüften ihn zudem auf Fahrspaß und Alltagstauglichkeit. Fahrbericht.


Exterieur – Maskuliner Sportwagen

In seiner dritten Generation zeigt sich der Z4 so maskulin wie nie zuvor. Wenngleich die klassischen Roadster-Proportionen geblieben sind, hat sich doch einiges getan. Doch der Reihe nach.

BMW Z4 M40i Front
Markant – Die Front zeigt sich markanter, der Blick ist fokussierter.


Die Front unseres Testwagens wartet mit einer langen Motorhaube auf, wie man es bereits vom Vorgänger kennt und wie es für einen Roadster typisch ist. Die Designer haben darüber hinaus viel Wert darauf gelegt, den Blick des Z4 zu schärfen – dieser wirkt nun wesentlich fokussierter. Einen großen Beitrag hierzu leisten die neu entwickelten Scheinwerfer, die absolut BMW-untypisch nicht horizontal sondern vertikal gestaltet sind und bis weit in die Seitenpartie hineinreichen.

BMW Z4 M40i Kühlergrill
Mesh-Design – Statt Streben gibt es im Z4 Rauten im Kühlergrill.


Der Kühlergrill offeriert dem Betrachter ein sogenanntes Mesh-Design, welches statt Streben Rauten trägt. Im Falle des BMW Z4 M40i wird die Frontpartie außerdem von einer sportlich-zerklüfteten Frontschürze bespielt, welche die Dynamik deutlich fördert.

BMW Z4 M40i Seite
Mr. Grey – Das Frozen Grey Metallic steht dem Z4 verdammt gut.


Seitlich betrachtet, zeigt der BMW Z4 M40i in seiner matten Lackierung die für einen Roadster klassischen Proportionen – lange Haube, kurzes Heck und zwei Türen. Das Frozen Grey Metallic ist ein alter Bekannter im BMW-Regal, kommt aber sicherlich nie aus der Mode. Unser Testwagen sieht in dieser 3.300 Euro teuren Sonderlackierung jedenfalls wirklich fesch aus und Passanten sprachen uns des Öfteren auf den Lack an und fragten teilweise sogar, ob es sich hierbei um eine Folierung handeln würde.

BMW Z4 M40i Heck
Kurzes Heck – Die Roadster-Proportionen sind am Z4 deutlich erkennbar.


Eine weitere Besonderheit ist das ebenfalls zum Außenlack passende Verdeck. Für gerade einmal 300 Euro kann der Kunde dieses in „Anthrazit Silbereffekt“ bestellen. Farbe und Struktur erinnern dabei unweigerlich an Jeansstoff, wenngleich das Material optisch sehr hochwertig wirkt.

BMW Z4 M40i Verdeck
Anthrazit Silbereffekt – Das optional anthrazit melierte Verdeck passt zum grauen Lack.


Das Heck des neuen Roadster bildet einen würdigen Abschluss, der mit trapezförmigen Endrohren, plan integrierten OLED-Heckleuchten und einem zackig designten Kofferraumdeckel daherkommt. Süß war gestern, der Neue meint es durch und durch ernst und steht mit einer Breite von gut 1,86 Meter auch ausgewachsenen Sportwagen in nichts nach.

BMW Z4 M40i Heck
Breites Heck – Von hinten betrachtet, liegt der neue Z4 satt auf der Straße.


Abschließend möchten wir in diesem Kapitel noch anmerken, dass der BMW Z4 M40i ein Fahrzeug ist, das keine sozialen Zeichen bedient sondern stets sympathisch wirkt und damit etwaiger Missgunst recht schnell zu relativieren weiß.

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Interieur – Herrliche Symbiose

Im Innenraum des BMW Z4 M40i erwarten Fahrer und Beifahrer ein reizvolles Ambiente, gespickt mit vielen kleinen Raffinessen, die sich im Praxistest als überaus nützlich erwiesen.

BMW Z4 M40i Innenraum
Nüchtern & technisch – Der Innenraum des neuen Z4 wirkt modern und gefällig.


Platz genommen wird auf gut ausgeformten Ledersitzen, die bereits ab Werk beheizbar sind. Im Falle unseres Testwagens sind die Sitze mit Leder Vernasca samt Dekorsteppung bezogen, der Farbton ist ein kräftiges Cognac. Die gleiche Farbe tragen übrigens die Türverkleidungen, während Zierleisten in fein gearbeitetem Aluminium für Auflockerung sorgen.

BMW Z4 M40i Sitz
Aus einem Stück – Die Sitze mit den integrierten Kopfstützen erwiesen sich als bequem.


Dank des M Sportpakets kommen in unserem Testwagen zudem ein – optional beheizbares – M Lederlenkrad sowie eine M Pedalerie samt M Fahrerfußstütze zum Einsatz.

BMW Z4 M40i Lenkrad
Griffig & beheizt – Das Lenkrad schmeichelt den Fahrerhänden, ist dick gepolstert.


Der mittlerweile volldigitale Tacho – auch BMW Live Cockpit genannt – sollte auch im Z4 nicht für Stirnrunzeln sorgen, er erwies sich als bestens ables- und teilweise frei konfigurierbar. Auf Wunsch kann darüber hinaus ein Head-Up-Display hinzu bestellt werden.

BMW Z4 M40i Cockpit
Volldigital – Das BMW Live Cockpit kommt auch im neuen Z4 zum Einsatz.


Unter dem 10.25 Zoll großen Zentralbildschirm sitzt derweil die Klimaeinheit, die in ihrer Bedienung keinerlei Fragen aufwirft. Als ausgesprochen praktisch darf derweil die induktive Ladestation bezeichnet werden, die unter einer Abdeckung vor dem Wählhebel sitzt und zudem einen USB-Slot offeriert. Apropos Wählhebel: Dieser ist im BMW Z4 M40i nicht in Kristallglas ausgeführt sondern besteht aus einem dunklen Corpus, der wesentlich besser in das Interieur des Roadsters passt.

BMW Z4 Wählhebel
Ohne Kristallglas – Im Z4 M40i ist der Automatik-Wählhebel in Schwarz gehalten.


Passend platziert sind auch die Getränkehalter, verdeckt unter der Armlehne der Mittelkonsole. So werden diese nur sichtbar, wenn sie auch wirklich benötigt werden.

BMW Z4 Getränkehalter
Hidden Champions – Die Getränkehalter sind im Fach der Mittelkonsole integriert.


Eine Rückbank gibt es im neuen Z4 nicht, als reiner Zweisitzer verfügt er jedoch über einen relativ großen Kofferraum, der 281 Liter fasst. Dabei ist es gleichgültig, ob das Verdeck geöffnet oder geschlossen ist, denn dieses „legt“ sich direkt hinter die Insassen ins Fahrzeugheck, ohne Ladevolumen zu beanspruchen.

BMW Z4 Kofferraum
Groß genug – Für einen Roadster sind die 281 Liter allemal ausreichend.


Zum Thema Offenfahren möchten wir noch anmerken, dass ein kleines Windschott zwischen den Überrollbügeln auch bei höheren Geschwindigkeiten den Sturm aus dem Fahrzeuginnenraum verbannt. Letztere sind übrigens ebenfalls in mattem Grau ausgeführt und tragen mit Stolz einen erhabenen Z4-Schriftzug.

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Motor & Fahreigenschaften – Ein halbes Dutzend Fahrspaß

Insgesamt stehen für den frischen Roadster drei verschiedene Motorisierungen im Programm. Den Einstieg übernimmt der sDrive20i genannte Vierzylinder-Benziner mit 197 PS und 320 Newtonmeter maximales Drehmoment. Darüber rangiert der gleich große sDrive30i mit 258 Pferdestärken und 400 Newtonmeter.

BMW Z4 M40i Motor
Im Zaum – Zusätzliche Versteifungen halten den 3,0-Liter-R6 unter Kontrolle.


Die Topmotorisierung hört auf den Namen BMW Z4 M40i und generiert standesgemäß aus sechs Zylindern eine Leistung von 340 PS, maximal werden 500 Newtonmeter auf die Hinterräder verteilt. Die Kraftverwaltung übernimmt hier immer eine Achtgang-Steptronic, lediglich der 20i ist mit einer Sechsgang-Handschaltung erhältlich.

BMW Z4 M40i Schriftzug
Top-Motorisierung – Der M40i stellt die derzeit stärkste Ausbaustufe des Z4 dar.


Nach dem Druck auf den Startknopf erwacht der Sechszylinder mit einem kernigen Fauchen zum Leben und fällt kurze Zeit später in einen rauchigen, aber ruhigen Leerlauf. Auf den ersten Metern wirft der Roadster keinerlei Fragen auf, auch an die lange Motorhaube hat man sich nach weniger als einem Kilometer gewöhnt.

BMW Z4 M40i geschlossen
Der neue BMW Z4 M40i macht sowohl mit geschlossenem…


Noch in urbanen Gefilden unterwegs, öffnen wir das Verdeck, welches binnen zehn Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h im Heck verschwindet. Besonders auffällig ist die fast schon erhabene Laufkultur des Reihensechsers, denn auch der drangsalierende Stadtverkehr bringt den Bavaren nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil. Die Start-Stopp-Automatik arbeitet sehr sanft, das Getriebe sortiert die Gänge fast unmerklich und das Fahrwerk arbeitet stoisch-souverän, ohne einen Anflug von burschikoser Härte.

BMW Z4 M40i offen
…als auch mit geöffnetem Verdeck eine roadsterkonform gute Figur.


Abseits der Stadt schalten wir via Fahrerlebnis-Schalter in den Sportmodus und nehmen Kurs auf ein idyllisches Dörfchen in circa 50 Kilometern Entfernung. Wir können eines vorweg nehmen: Hier fühlt sich der Z4 am wohlsten!

BMW Z4 M40i Kiemen
Dunkle Kiemen – Be- und Entlüftung sind beim Z4 auch von außen sichtbar.


Den Wind im Haar und die Sonne im Gesicht – genau das ist es, was Roadster fahren ausmacht. Im Sportmodus wirkt der BMW Z4 M40i wesentlich potenter, setzt Gasbefehle zackiger um und beeindruckt mit vehementem Schub unter kehlig-röchelndem Sound. Die erste Kurve wird spät angebremst, einlenken, Gas geben. Hier zeigt BMW eindrucksvoll, was ein Roadster in der Lage ist, zu leisten.

BMW Z4 M40i Überrollbügel
Liebevolle Details – Hier ein erhabener Z4-Schriftzug auf den Überrollbügeln.


Das M Sportdifferenzial spielt hier seine Vorteile aus und wer es noch direkter haben möchte, wechselt in den manuellen Gangwahlmodus und sortiert die acht Schaltstufen per Wippe. Übrigens: Das Gripniveau beeindruckte alle Redakteure und liegt gefühlt 20-30 Prozent über dem des Vorgängers.

BMW Z4 M40i Schaltwippe
Wer möchte – Auf Wunsch können die acht Gänge auch manuell sortiert werden.


Als grandios darf derweil die extrem direkte Lenkung – BMW nennt sie variable Sportlenkung – bezeichnet werden, die in allen Territorien mit bestem Feedback und skalpellartiger Präzision arbeitet. Wäre eine solche Lenkung in einem Supersportwagen verbaut, würden wir ebenfalls keinerlei Kritik üben.

BMW Z4 M40i Verdecktaste
Wichtige Taste – In der Mittelkonsole befindet sich die Verdecksteuerung.


Doch auch auf der Autobahn kommt der kernige Sechszylinder bestens zur Geltung. Bis 250 km/h stürmt der Bavare, völlig unbeeindruckt von etwaigen Verwerfungen der Fahrbahn. Die Potenz, welche diesem Motor innewohnt, ist enorm und könnte spielerisch auch höhere Tempi erreichen. Dennoch hat BMW aus Gründen der Vernunft ein klassenübliches, elektronisches Limit gesetzt.

BMW Z4 M40i Reihensechszylinder
Kräftiges Aggregat – Der Reihensechszylinder leistet im M40i 340 Pferdestärken.


Bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 Sachen bleibt das Fahrzeug – wir haben mittlerweile das Verdeck geschlossen – ziemlich ruhig. Nur bei nasser Fahrbahn sollte man Vorsicht walten lassen, immerhin ist Kopflastigkeit nicht zu leugnen und auch der Heckantrieb stößt irgendwann an seine Grenzen. Gleiches gilt für das sehr gut gedämmte Verdeck: Auch bei den genannten Tempi sind noch Gespräche in Zimmerlautstärke möglich.

BMW Z4 M40i Einstiegsleisten
Herzlich Willkommen – Die Einstiegsleisten geben Aufschluss über die Motorisierung.


Weniger problematisch sind Bremsungen bei hoher Geschwindigkeit. Die im BMW Z4 M40i serienmäßige M Sportbremse bietet einen klaren Druckpunkt, hat mit Fading nichts am Hut und konnte auch nach mehreren harschen Bremsmanövern mit gleichbleibend hoher Leistungsbereitschaft aufwarten.

BMW Z4 M40i Bremsen
Vehement – Die M Sportbremse verrichtete im Test außerordentlich gute Arbeit.


Bleibt noch das Kapitel Verbrauch: Unsere Sparrunde absolvierte der Roadster mit 6,4 Litern pro 100 Kilometer. Bei entspannter Fahrweise standen 8,1 Liter auf der Uhr, unser sportlich gefahrener Drittelmix wurde mit 10,3 Litern quittiert – aus Sicht der Redaktion alles andere als schlechte Werte für einen 340-PS-starken Sechszylinder-Roadster. Selbst bei Vollgas-Orgien standen im Schnitt maximal 13,8 Liter auf der Uhr.

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Technik & Assistenz im BMW Z4 M40i

Ausstattungstechnisch kann der bayerische Roadster mit allerhand technischer Raffinessen aufwarten, die ihn voll und ganz auf der Höhe der Zeit fahren lassen. Besonders der BMW Z4 M40i rollt bereits in der Grundausstattung solide ausgestattet vor und profitiert darüber hinaus von den stets werksseitig verbauten M Sport Komponenten.

BMW Sonnenuntergang Hafen
Hoch technisch, aber nur auf Wunsch – Ansonsten bleibt der Z4 recht puristisch.


Wir beginnen mit dem serienmäßigen Tempomat samt Notbremsfunktion, wobei letztere bis zur Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h aktiv ist. Wir hatten in unserem Testwagen on top die optionale Abstandsregelung mit Stop&Go-Funktion mit an Bord. Wie aus anderen BMW-Modellen bekannt, arbeitete das System sehr feinfühlig und ließ den Roadster flüssig im Verkehr mitschwimmen. Die hierfür aufgerufenen 440 Euro sind aus unserer Sicht gut investiert.

BMW Z4 M40i Abgasendrohre
Echte Aufgaben – Hinter den Blenden sitzen beim M40i echte Endrohre.


Ebenfalls serienmäßig ist im M40i das Adaptive Fahrwerk, dessen verschiedene Fahrmodi sich über den sogenannten Fahrerlebnis-Schalter wählen lassen. Durch die höhere Anzahl der Fahrmodi offeriert der offene Bavare eine angenehm breite Spreizung – von langstreckentauglicher Komfortabstimmung bis zum sportlich-rassigen Antritt.

BMW Z4 ACC
Abstand halten – Dank ACC übernimmt dies auf Wunsch der bayerische Roadster.


Apropos Komfort: Diesem zuträglich ist eine 2-Zonen-Klimaautomatik sowie eine in jedem Z4 serienmäßige Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer. Darüber hinaus empfehlen wir jedem Sonnenanbeter die 250 Euro in die hervorragende Lenkradheizung zu investieren, die während unseres Tests mit überragender Heizleistung glänzen konnte.

BMW Z4 M40i Assistenten
Alles an Bord – Die verschiedenen Assistenten können auch einzeln angesteuert werden.


Im Übrigen wird jeder BMW Z4 M40i mit M Sportsitzen wahlweise in Leder-Alcantara oder in Vollleder bestückt. Ein Ambientelicht sorgt indes für ein loungeartiges Flair.

BMW Z4 M40i Windschott
Kleines Teil, große Wirkung – Das kleine Windschott sorgt für Ruhe im Innenraum.


Ebenfalls rüstet BMW seine Z4-Flotte mit Voll-LED-Scheinwerfern aus. Im Falle unseres Testwagens stand noch ein einfacher Fernlichtassistent auf der Optionsliste. Gegen Aufpreis steht zudem ein Matrix-Lichtsystem zur Verfügung. Das BMW Laserlicht, das wir unter anderem aus dem BMW 7er kennen, gibt es nicht im Roadster.

BMW Z4 M40i Scheinwerfer LED
LED ist Serie – Auf Wunsch wartet der Sportwagen auch mit Matrix-Licht auf.


Bereits die Standard-Scheinwerfer konnten im Test Bestnoten einfahren. Hell, homogen und mit vernünftiger Reichweite gesegnet, sind auch Touren bei Nacht ein entspanntes Unterfangen. Der Fernlichtassistent kümmerte sich derweil ohne Fehlinterpretationen um das Auf- und Abblenden.

BMW Z4 M40i Verdeck geschlossen
Ohne Einbußen – Auch bei geöffnetem Verdeck bleibt das volle Ladevolumen erhalten.


Als weitere Option empfehlen wir – auch Puristen – das BMW Head-Up-Display, welches mit gestochen scharfer Auflösung, bester Ablesbarkeit und hoher Informationsdichte als eines der aktuell besten am Markt gelten darf. Der Hersteller nutzt diese Option sinnvollerweise modellübergreifend, wir konnten uns schon mehrfach – unter anderem im BMW 3er – von der Sinnhaftigkeit dieser Ausstattungsoption überzeugen.

BMW Z4 M40i Lenkradheizung
Echte Empfehlung – Die Lenkradheizung konnte im Test voll und ganz überzeugen.


In unserem BMW Z4 M40i war darüber hinaus der sogenannte Parking Assist an Bord. Dieses Paket beinhaltet neben einem Parkassistenten auch eine Rückfahrkamera, einen Seitenkollisionsschutz sowie dem recht neuen Rückfahrassistent. Letzterer merkt sich nach dem Abstellen die letzten 50 gefahrenen Meter, um diese bei Bedarf selbständig rückwärts zurückzulegen. Dies kennen wir unter anderem aus dem neuen BMW 7er.

BMW Z4 M40i Klimaanlage
Keine Fragen – Die Bedienung der Klimaautomatik erwies sich als intuitiv.


Unter dem Namen Driving Assistant fassen die Bayern gleich ein halbes Dutzend Assistenzsysteme zusammen. Für 900 Euro erhält der Kunde einen Spurverlassenswarner und Spurwechselassistent sowie eine Auffahrwarnung, die auch Personen erkennt und mittels autonomem Bremsassistent eingreift. Daneben sorgt ein Querverkehrswarner dafür, dass ungewünschte Berührungen beim rückwärtigen Rangieren vermieden werden, während ein sogenannter präventiv arbeitender Heckkollisionsassistent den nachfolgenden Verkehr bei einem drohenden Auffahrunfall durch schnelles Blinken warnt

BMW Z4 induktive Ladestation
Gut platziert – Die induktive Ladestation sitzt im Fach vor dem Wählhebel.


Last but not least gibt’s eine Verkehrszeichenerkennung on top, die sich im Test nicht eine Fehlinterpretation leistete.

BMW Z4 iDrive Controller
Drehen und drücken – Auch das iDrive im Z4 ließ wenig Raum für Kritik.


Die musikalische Untermalung für den Roadtrip übernimmt in unserem Z4 ein Soundsystem aus dem Hause Harman Kardon, für welches der Kunde gerade einmal 400 Euro berappen muss. Aus Sicht der Redaktion ist die Investition sinnvoll, wenn man gerne und oft Musik im Roadster hört. Der Tieftonbereich wird angenehm abgedeckt und das gesamte Klangbild erwies sich selbst bei geöffnetem Verdeck als überaus raumfüllend – bis circa Tempo 160.

BMW Z4 M40i Harman Kardon
Gutes Invest – Die 400 Euro für die Harman Kardon Soundanlage sind gut investiert.


Musik kann derweil via Bluetooth oder USB gespeist werden, neben FM steht optional auch DAB+ Empfang bereit. Gleiches gilt für die einwandfrei arbeitende induktive Ladestation, die mit weiteren 400 Euro zu Buche schlägt.

BMW Z4 M40i Infos
Caution! Wet! – Das Live Cockpit warnt auch vor Verkehrsstörungen und Gefahren.


Das sogenannte BMW Live Cockpit Connected Drive umfasst neben dem 10.25 Zoll großen digitalen Cockpit auch den gleich großen Zentralbildschirm samt Navigation, Sprachsteuerung, WiFi-Direct, Echtzeit-Verkehrsinformationen und weitere Features. Via besagtem WiFi-Direct kann unter anderem das Smartphone via Apple CarPlay kabellos mit dem Fahrzeug verbunden werden.

BMW Z4 M40i Türgriff
Schlüssellos oder per NFC – Der neue Z4 kann optional auch per NFC geöffnet werden.


Technikfans sollten zudem ein Kreuz beim Komfortzugang machen. Hier lassen sich nicht nur die Türen und die Heckklappe schlüsselfrei öffnen und schließen, dies kann im Zweifel auch das Smartphone übernehmen. BMW Digital Key heißt das Feature, welches jedoch ein NFC-fähiges Android-Smartphone voraussetzt. Im Übrigen kann via Schlüssel auch das Verdeck geöffnet beziehungsweise geschlossen werden.

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Fazit zum BMW Z4 M40i

Der BMW Z4 M40i erwies sich im Test als Fahrspaßgarant ohne Reue, der zudem mit einem hohen Komfortlevel auftrumpfen konnte. Die eingangs erwähnte Alltagstauglichkeit ist derweil mit Einschränkungen gegeben – jedenfalls in Bezug auf Platz für Passagiere und Gepäck.

BMW Z4 Schriftzug
Einer von wenigen – Der neue Z4 ist einer von wenigen verbliebenen Roadstern am Markt.


Als Roadster per excellence gilt ein Z4 aus Sicht der Redaktion eher als Zweitwagen, der in diesem Fall den Erstwagen wohl deutlich überflügeln dürfte.

BMW Z4 M40i Kunstlicht
Kein Widerspruch – Mit dem Z4 kann komfortabel, schnell und sportlich unterwegs sein.


Freude am Fahren schien bei der Entwicklung oberste Prämisse gewesen zu sein, denn anders lässt sich der rassige Charakter kaum erklären. Mit knapp 62.000 Euro Grundpreis ist der M40i sicher kein Schnäppchen, allerdings ist seine Konkurrenz rar gesät und bietet derzeit keinen auch nur annähernd vergleichbaren respektive stimmigen Roadster.

BMW Z4 M40i Sunset
Nicht billig, nicht teuer – Das Roadster-Vergnügen mit Sechsender startet bei 62.000 Euro.


Aus Sicht der Redaktion ist der Sechszylinder Pflicht, Kür ist derweil die Sonderausstattung, auf die Puristen aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin keinen großen Wert legen. Unser Testwagen verfügte über einige Features und kostet so rund 75.000 Euro. Teuer? Schon, aber sicherlich eine sinnvolle Investition für all diejenigen, die auch noch in einem Jahrzehnt ihren Schönwetter-Roadster für einen Mittsommer-Roadtrip aus dem Dornröschenschlaf wecken.

Text / Fotos: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Technische Daten: BMW Z4 M40i

  • Farbe: Frozen Grey II Metallic
  • Länge x Breite x Höhe (m): 4,32 x 1,86 x 1,30
  • Radstand (mm): 2.470
  • Motor: Sechszylinder-Reihen-Motor
  • Leistung: 250 kW (340 PS) bei 5.000 – 6.500 rpm
  • Hubraum: 2.998 ccm
  • Max. Drehmoment: 500 Nm bei 1.600 – 4.500 rpm
  • Getriebe: 8-Gang-Steptronic Sport
  • Antrieb: Heckantrieb
  • Durchschnittsverbrauch (WLTP): 7,4 L/100 km
  • Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 8,1 L/100 km
  • CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 168 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 4,5 Sekunden
  • Leergewicht (kg): 1.610
  • Zuladung (kg): 325
  • Kraftstofftank Benzin (l): 52
  • Kraftstoffart: Super (ROZ 95)
  • Neupreis des Testwagens: ca. 75.230 Euro (Grundpreis Z4 M40i: 61.900 Euro)

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